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De-Mail – Definition

Hier finden Sie verständliche Erklärungen zu den wichtigsten Begrifflichkeiten rund um das Thema IT.

Was ist De-Mail?

Bei der De-Mail handelt es sich um ein sicheres, zentrales Kommunikationsmittel, das zwar auf der allgemeinen E-Mail-Technik basiert, durch eine technische Trennung allerdings eine eigene Form darstellt.

Per De-Mail versendete Nachrichten sind per § 1 Abs. 1 des im Jahr 2009 beschlossenen De-Mail-Gesetzes besonders „sicher, vertraulich und nachweisbar“. Die De-Mail wurde als elektronisches Pendant zur sicheren Briefpost konzipiert, wobei ihre Akzeptanz und reale Sicherheit immer wieder in Frage gestellt wurde. De-Mail sollte bzw. soll vor allem in öffentlichen Einrichtungen, bei Behörden oder auch Unternehmen und Institutionen eingesetzt werden, bei denen die rechtliche sowie verbindliche Datensicherheit eine sehr große Rolle spielt. Als Betreiber von De-Mail kommen entsprechende Provider bzw. Anbieter, aber auch Unternehmen in Frage.

Das Konzept De-Mail wird durch den zuverlässigen Identitätsnachweis (De-Ident) sowie eine vertrauenswürdige Dokumentenablage (De-Safe) ergänzt.

Ziel und Zweck von De-Mail

Kern der De-Mail ist die Ermöglichung einer sicheren, elektronischen Kommunikation zwischen Verwaltung, Wirtschaft und den Bürgern. Im Zuge der Konzipierung von De-Mail beauftragte der deutsche Staat zertifizierte Anbieter mit der Indienstbringung des elektronischen Kommunikationsmittels. Im Jahr 2012 – drei Jahre nach Beschluss – boten die ersten Provider De-Mail an.

Die Kommunikation von De-Mail fußt in erster Instanz auf TLS-gesicherten Kommunikationskanälen und/oder der Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, wobei der Schutz von Integrität und Vertraulichkeit der Nachrichten durch zusätzliche Prüfmechanismen gewährleistet werden soll.

Der Versand einer De-Mail ist auch als rechtssicheres Einschreiben möglich. Zudem kann bei besonders hoher Vertraulichkeit eine Identifizierung des Empfängers vorgeschrieben sein.

Nutzung von De-Mail

Um den Dienst nutzen zu können, müssen sich natürliche Personen, juristische Personen, Unternehmen oder Behörden vorab registrieren und anschließend eindeutig identifizieren lassen (z. B. per Personalausweis oder Handelsregisterauszug).

Laut dem Jahresbericht 2021 wird De-Mail allerdings nur sehr wenig genutzt. Von 2011 bis 2020 versandten deutsche Behörden ca. 6.000 De-Mails. Den Kosten von mindestens 6,5 Millionen Euro für die Konzeption, Einführung und den Betrieb stehen demnach Einsparungen von gerade einmal 3.500 Euro gegenüber. In diesem Zusammenhang gab die Deutsche Telekom Ende August 2021 bekannt, den Dienst „aufgrund fehlender Wirtschaftlichkeit“ ab August 2022 nicht mehr anzubieten.

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