Die Cloud ermöglicht Unternehmen, IT-Ressourcen flexibel über das Internet zu nutzen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen an IT-Sicherheit, Datenschutz und geeignete Anbieter.
Wir zeigen, was Cloud Computing überhaupt bedeutet, welche Modelle es gibt und worauf Unternehmen bei Sicherheit und Einsatz achten sollten.
Was ist Cloud Computing?
Die Cloud ermöglicht Unternehmen, IT-Ressourcen über das Internet zu nutzen. Dazu gehören Speicherplatz, Server, Datenbanken, Software und Rechenleistung, ohne diese ausschließlich auf eigenen Systemen betreiben zu müssen.
Typische cloudbasierte Dienste sind E-Mail-Dienste, Online-Speicher, Office-Anwendungen, Videokonferenzen sowie CRM– und ERP-Systeme. Auch Anwendungen für Künstliche Intelligenz werden zunehmend aus der webbasierten Anwendungen bereitgestellt.
Ein Vorteil ist die flexible Bereitstellung von Ressourcen: Speicher und Rechenleistung lassen sich je nach Bedarf erweitern. Unternehmen müssen dabei nicht ihre gesamte IT verlagern. Häufig werden lokale Systeme und Cloud-Dienste kombiniert. Cloud Computing ist damit ein zentraler Baustein moderner digitaler Unternehmensinfrastrukturen und ermöglicht Unternehmen zugleich schnellen Zugang zu neuen Technologien.

Cloud Computing stellt Unternehmen IT-Ressourcen flexibel bereit und verbindet Cloud-Dienste mit bestehenden lokalen Systemen. Bild: Pexels/Jakub Zerdzicki
Warum die Cloud für Unternehmen wichtiger wird
Cloud Computing ist in deutschen Unternehmen weit verbreitet. Laut dem Cloud Report 2026 nutzen 86 Prozent der Unternehmen Cloud-Dienste, weitere 14 Prozent planen oder diskutieren deren Einsatz.
Auch der Umfang wächst: 2025 liefen durchschnittlich 47 Prozent der IT-Anwendungen aus cloudbasierten Anwendungen. In den kommenden fünf Jahren erwarten Unternehmen einen Anstieg auf 58 Prozent. Gleichzeitig könnte der Anteil der Firmen, die mehr als die Hälfte ihrer Anwendungen cloudbasiert betreiben, von 40 auf 60 Prozent steigen.
Ein wichtiger Treiber ist der schnelle Zugang zu neuen Technologien wie Künstlicher Intelligenz (KI) und dem Internet of Things. So wird die Cloud zunehmend Teil der digitalen Infrastruktur.
Welche Modelle gibt es?
Unternehmen können zwischen verschiedenen Modellen wählen. In einer Public Cloud stellt ein externer Anbieter IT-Ressourcen über gemeinsam genutzte Infrastruktur bereit. Eine Private Cloud wird dagegen exklusiv für eine Organisation betrieben, entweder im eigenen Rechenzentrum oder durch einen Dienstleister.
Bei einer Hybrid Cloud werden private und öffentliche internetbasierte IT-Dienste kombiniert. Eine Multi-Cloud nutzt Dienste mehrerer Anbieter und kann Abhängigkeiten reduzieren, erhöht aber den Aufwand für Verwaltung und Sicherheit.
Welche Variante für wen genau geeignet ist, hängt von den verschiedenen Anwendungen, Daten, Sicherheitsanforderungen und bestehender IT-Infrastruktur ab. Laut Cloud Report 2026 nutzen 64 Prozent Private und 53 Prozent Public. Beide Modelle sind weit verbreitet.

Unternehmen können je nach Anforderungen zwischen verschiedenen Cloud-Modellen wählen. Bild: Pexels/Theo Decker
Welche Anwendungen kommen aus der Cloud?
Externe IT-Dienste kommen in vielen unterschiedlichen Unternehmensbereichen zum Einsatz. Beschäftigte greifen darüber etwa auf E-Mails, Dateien, Kalender und Kommunikationsplattformen zu. Aber auch Datenbanken, kaufmännische Anwendungen und Unternehmenssoftware werden bereitgestellt.
Laut dem Cloud Report 2026 gewinnen auch zudem KI-Dienste an Bedeutung: 42 Prozent nutzen entsprechende Angebote bereits, 69 Prozent halten sie künftig für interessant. Unternehmen sollten jedoch nicht jede Software automatisch verlagern. Vor einer Umstellung sind Abhängigkeiten, verarbeitete Daten sowie Anforderungen an Verfügbarkeit, Geschwindigkeit und Sicherheit zu prüfen.
Auch Rechenzentrumsstandorte, Anbieterwechsel und digitale Souveränität sind wichtig. Transparenz über Datenverarbeitung und Zugriffsrechte bleibt daher auch ein zentrales Auswahlkriterium bei der Wahl geeigneter Anbieter.
Welche Sicherheitsrisiken gibt es?
Cloudbasierte Dienste entlasten Unternehmen nicht von der IT-Sicherheit. Trotz umfangreicher Schutzmechanismen der Anbieter bleiben sie für Konten, Anwendungen und Daten mitverantwortlich.
Angreifer versuchen insbesondere, Zugangsdaten und digitale Identitäten zu kompromittieren. Microsoft dokumentierte 2026 einen Angriff, bei dem eine gestohlene Identität Zugriffe auf Azure-Dienste und Daten ermöglichte. Auch manipulierte Softwarepakete können AWS-Zugangsdaten, Zugriffstoken und weitere Geheimnisse stehlen.
Hinzu kommen Angriffe mit missbrauchten Berechtigungen sowie Ransomware, die auch Public-Cloud-Infrastrukturen betrifft. Entscheidend für die Sicherheit sind daher geschützte Zugänge, angemessene Berechtigungen und sicher konfigurierte Systeme. Eine cloudbasierte Anwendung ist nicht automatisch sicher oder unsicher, sondern hängt wesentlich von ihrer Nutzung und Absicherung im Unternehmen ab.

Cloud-Sicherheit erfordert geschützte Zugänge, sichere Konfigurationen und klar geregelte Berechtigungen. Bild: Pexels/Sommart Sopon
Wie können Unternehmen ihre Cloud absichern?
Bei der Absicherung einer externen IT-Infrastruktur sind Benutzerkonten und Zugriffsrechte besonders wichtig. Beschäftigte sollten nur auf benötigte Daten und Anwendungen zugreifen können. Eine Mehrfaktor-Authentifizierung erschwert zudem die Übernahme von Konten mit gestohlenen Passwörtern.
Auch Backups bleiben unverzichtbar, da der Speicher keine vollständige Datensicherung ersetzt. Sicherungen sollten getrennt gespeichert und regelmäßig getestet werden. Zusätzlich helfen Updates, sichere Konfigurationen sowie die Überwachung ungewöhnlicher Anmeldungen und Zugriffe.
Orientierung bieten anerkannte Standards wie der Cloud Computing Compliance Criteria Catalogue C5:2026 des BSI. Er unterstützt Unternehmen dabei, Sicherheitsmerkmale von Cloud-Angeboten zu bewerten und Anbieter vergleichen. Sicherheit sollte deshalb von Anfang an eingeplant und anschließend kontinuierlich überprüft werden.
IT-Dienstleister unterstützen bei Cloud-Lösungen
Eine funktionierende online bereitgestellte IT-Ressource verbindet Technik, Sicherheit, Kosten und die Anforderungen der Beschäftigten. Vor der Einführung sollten Unternehmen prüfen, welche Anwendungen sich für die Cloud eignen und welche lokal bleiben sollten. Ebenso wichtig sind Datenschutz, Verfügbarkeit, Backup und IT-Sicherheit.
Die Experten aus dem IT-SERVICE.NETWORK unterstützen bei Auswahl, Einrichtung und Absicherung geeigneter externer Lösungen. Sie prüfen bestehende IT-Strukturen, richten Dienste ein und verwalten Zugriffsrechte sowie Backup-Konzepte.
Auch bestehende Umgebungen sollten regelmäßig kontrolliert werden. Veraltete Einstellungen, unnötige Konten oder zu umfangreiche Berechtigungen können Risiken verursachen. So bleibt die IT-Infrastruktur sicher, aktuell und passend zu den Anforderungen des Unternehmens und unterstützt dauerhaft effiziente digitale Arbeitsabläufe.
Weiterführende Informationen:
Bitkom, BSI, BSI, CISA, Microsoft
Zur besseren Lesbarkeit verwenden wir im Text die männliche Form. Gemeint sind jedoch immer alle Geschlechter und Geschlechtsidentitäten.
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