IFA 2020

Neues Format aufgrund des Veranstaltungsverbots geplant

Von in Aktuelles
24
Apr
'20

Die IFA 2020 reiht sich in die Riege der Messen ein, die aufgrund der Corona-Krise nicht wie geplant stattfinden können. Bis zuletzt waren die Veranstalter davon ausgegangen, im September die Tore zu öffnen, daraus wird nun nichts. Ganz aufgeben will man die Technik-Leitmesse aber nicht.

Welche Pläne die Veranstalter nun stattdessen verfolgen, jetzt bei uns.

IFA 2020

So wie im letzten Jahr wird die IFA 2020 nicht aussehen.
Bild: Messe Berlin

Corona-Krise zwingt IFA 2020 in die Knie

Die IFA Messe ist spätestens seit dem Ende der CeBit die Leitmesse für Technik und Technologie in Deutschland. Jedes Jahr im Herbst in Berlin stattfindend, lockte sie zuletzt knapp 240.000 Besucher aus der ganzen Welt in die Hauptstadt der Bundesrepublik. Und bis vor wenigen Tagen ging man trotz der anhaltenden Corona-Krise noch davon aus, dass das Event vom 4. bis zum 9. September wie geplant stattfinden könne. Diesen Plänen hat der Senat jetzt einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Das Verbot von Großveranstaltungen, vom Bund zunächst bis zum 31. August des Jahres angedacht, wurde durch den Berliner Senat bis zum 24. Oktober erweitert. Darunter fallen alle Events, zu denen mehr als 5.000 Teilnehmer erwartet werden.

IFA 2020 will alternatives Konzept vorlegen

Die Messe Berlin sowie die GFU als Veranstalter der IFA zeigten sich natürlich wenig begeistert. Schnell stand aber der Beschluss fest, die IFA 2020 nicht komplett aufzugeben. Sie soll stattfinden – wenn auch anders als gewohnt. Beide Parteien wollen nun mit Hochdruck an einem alternativen Konzept arbeiten, die  „weltweit bedeutendste Messe für Consumer Electronics und Home Appliances“ doch noch irgendwie über die Bühne zu bringen.

Grundsätzlich sind die Weichen dafür gestellt, was an der Natur der IFA und seinen über 1.900 Ausstellern liegt. Warum sollten es führende Technologiekonzerne und Innovationstreiber nicht schaffen, ihre geliebte Leitmesse in Form eines Tech-Events stattfinden zu lassen? Wie dieses Konzept allerdings im Detail aussieht, kann zum jetzigen Stand natürlich noch nicht bekannt gegeben werden.

Konkrete Alternativpläne für die IFA 2020 in der Vorbereitung

GFU-Aufsichtsratsvorsitzender Hans-Joachim Kamp zeigte sich trotz aller Enttäuschung auch erleichter darüber, dass die neuen Rahmenbedingungen nun feststehen und damit Klarheit geschaffen wurde. Das ermögliche der GFU in enger Zusammenarbeit mit der Messe Berlin und den bereits angemeldeten Ausstellern eine konkrete Planung vorzubereiten.

Was besagte Aussteller von diesen Plänen halten, ist bislang noch nicht bekannt. Hier sind noch viele offene Fragen zu erwarten – allein zum Beispiel die nach einer Anpassung oder Erstattung der Standgebühren. Es ist davon auszugehen, dass sich nicht jeder Aussteller mit der Idee eines Tech-Events anfreundet.

Corona-Krise „tödlich“ für das Veranstaltungswesen

Am Ende des Tages kann sich die IFA im Gegensatz zu vielen anderen Messen und Großveranstaltungen noch glücklich schätzen, die besten Technologie-Experten überhaupt mit im Boot zu haben. Anderen Branchen ist es nicht einfach möglich, ihre Events mal schnell nach „Digitalien“ zu verlagern. Einmal ganz abgesehen von den Dienstleistern, Catering-Unternehmen und Messebauern, denen das Virus vielfach schon jetzt das Genick gebrochen hat.

Nur die wichtige Frage, ob der Erfolg eines Tech-Events auch nur ansatzweise vergleichbar mit dem einer Face-to-Face-Veranstaltung ist, werden die Verantwortlichen der IFA 2020 mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit aber auch verneinen müssen.

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Lena Klaus

Lena Klaus arbeitet seit 2018 als freie Autorin und SEO-Expertin für das IT-SERVICE.NETWORK. Seit 2013 kennt sie die IT-Branche und hat sich in diesem Zusammenhang auf B2C- und B2B-orientierte Content-Plattformen spezialisiert.

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