Unsichere Passwörter

Die Hitliste der unsichersten (und beliebtesten) Kennwörter

Von in Aktuelles
29
Jan
'21

Gegen unsichere Passwörter scheint kein Kraut gewachsen. Noch immer nutzt der Großteil der Nutzer Kennwörter, die alles andere als einfallsreich und erst recht nicht sicher sind. Das Hasso-Plattner-Institut hat sich einmal genau angeschaut, welche Passwörter 2020 besonders beliebt waren.

Wir stellen die Top 10 der Kennwörter vor, die Sie keinesfalls nutzen sollen.

Passwort Check - Ändere dein Passwort Tag - Passwortsicherheit - unsichere Passwörter

Wie Sie es nicht machen sollten: Passwörter offen rumliegen lassen oder auf Notizzetteln vermerken. Bild: pixabay.de/Maklay62

Unsichere Passwörter ungebrochen beliebt

Weder Berichte über Hacker-Angriffe oder Identitätsdiebstähle noch der im Jahr 2012 eingeführte „Ändere-dein-Passwort-Tag“ am 1. Februar scheinen irgendeinen Einfluss auf das Nutzerverhalten bei einem Großteil der Bevölkerung zu haben. Unsichere Passwörter stehen nach wie vor hoch im Kurs. Die Gefahren, die daraus resultieren, werden allem Anschein nach von den meisten Nutzern konsequent ignoriert.

Jahr für Jahr wirft unter anderem das Hasso-Plattner-Institut, ein universitäres Exzellenz-Center für IT-Systems Engineering, Data Engineering und Digital Health in Potsdam, einen genauen Blick auf das Dilemma und veröffentlicht eine Art Hitliste der beliebtesten, unsicheren Passwörter. Kleiner Spoiler vorab: Auf den ersten Plätzen hat sich auch im Jahr 2020 nicht viel getan. Aber alles andere wäre auch eine große Überraschung gewesen.

123456 – Platz 1 der beliebtesten Passwörter

Die einfallslose Kombination „123456“ verteidigt erneut ihren ersten Platz auf der Hitliste der unsicheren Passwörter. Allerdings äußerst dicht gefolgt von „123456789“ und „password“. Auch die weiteren Top-Platzierungen sind nicht sonderlich kreativ. Darunter befinden sich nämlich des Weiteren „hallo123“, „111111“, „abc123“, die Tasturfolge „qwertz“ und – für die Romantiker unter uns – „ichliebedich“.

Für jeden Menschen, der sich auch nur ansatzweise irgendwann einmal mit IT-Sicherheit auseinandergesetzt hat, sind all diese Kombinationen ein Graus. Warum aber nutzen noch immer so viele Menschen derart leicht zu erratene und unsichere Passwörter? Liegt es tatsächlich nur daran, dass sie so leicht zu merken sind? Oder wird frei nach dem Motto „Mich hackt schon keiner“ agiert?

Welcher dieser Gründe es auch sein mag, am Ende haben sie alle eines gemeinsam: Sie können dem jeweiligen Nutzer – oder dem Unternehmen, für das er tätig ist – teuer zu stehen kommen.

Zu sehen ist ein Bildschirm mit verschiedener Sicherheitssymbolik und einem Eingabefeld für Benutzer und Passwort. Es geht um IT-Security. Bild: Pixabay/Thomas Breher

Die IT-Security beginnt bereits mit einem sicheren Passwort. Bild: Pixabay/Thomas Breher

Unsichere Passwörter – das größte Problem der IT-Sicherheit

Hacker und Cyberkriminelle freuen sich tagtäglich darüber, dass es viele Nutzer mit der Passwortsicherheit alles andere als genau nehmen. Kennwörter, die derart leicht zu erraten sind, machen einen Großteil des Erfolges von Attacken und Angriffen aus.

Die Folgen erstrecken sich dabei ins Unendliche. Ob nun das gesamte Unternehmen eines Angestellten, der seine Zugänge mit „123456“ „schützt“, Opfer von Datendiebstahl und Ransomware wird oder böse Buben mit der fremden Identität nach Lust und Laune betrügen – all diese Horror-Szenarien verfügen anscheinend über nur wenig Abschreckungscharakter.

Schließlich hat das Hasso-Plattner-Institut herausgefunden, dass im Jahr 2020 mindestens 3,1 Millionen Anmeldedaten mit .de-Mail-Adressen geleakt worden sind. Im eigens entwickelten Identity Leak Checker können Nutzer nun prüfen, ob ihre E-Mail-Adresse ebenfalls betroffen ist. Der kostenlose Dienst „Have I been pwned?“ wendet ein ähnliches Verfahren an.

Sichere Passwörter sind ein Muss

Obgleich das Thema Passwortsicherheit so relevant ist, so ist es doch kein Buch mit sieben Siegeln. Anders ausgedrückt: Sichere Passwörter zu erstellen, ist kein Hexenwerk und ihre Verwendung auch nicht nur Gedächtnis-Weltmeistern vorbehalten.

Für Unternehmen bietet es sich an, pro Arbeitsplatz eine Passwort-Manager-Lizenz einzusetzen. Das lästige Merken der sicheren Passwörter entfällt dabei für den Nutzer. Bei den Passwort-Managern gibt es kostenlose Varianten oder Modelle, die nur wenige Euro im Jahr kosten und definitiv günstiger sind als jeder Cyberangriff. Unsere Experten aus dem IT-SERVICE.NETWORK beraten Sie gern zu den zur Verfügung stehenden Tools.

Zudem ist es sinnvoll, alle Mitarbeiter regelmäßig in Sachen IT-Sicherheit zu schulen. Denn: Das Thema Passwörter ist dabei ein obligatorischer Bestandteil. Auch dazu geben Ihnen unsere IT-Partner in Ihrer Nähe gern genauere Informationen. Nehmen Sie Kontakt auf!


Weiterführende Links:
Identity Leak Checker, Have I been pwned, Hasso-Plattner-Institut

Lena Klaus

Lena Klaus arbeitet seit 2018 als freie Autorin und SEO-Expertin für das IT-SERVICE.NETWORK. Seit 2013 kennt sie die IT-Branche und hat sich in diesem Zusammenhang auf B2C- und B2B-orientierte Content-Plattformen spezialisiert.

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