Cloud-Kosten

Kleine Unternehmen zahlen oft zu viel für die Cloud

Von in Cloud-Lösungen
25
Jun
'21

Die Cloud-Kosten für Unternehmen liegen bis zu 70 Prozent über dem, was eigentlich notwendig wäre. Zu diesem – relativ erschreckenden – Ergebnis kommt das Marktforschungsinstitut Gartner. Aber warum ist das so, wo die Cloud doch allgemein als Kostensenker bekannt ist?

Die Antwort ist einfach, die Lösung für dieses Kostenproblem ebenso. Erfahren Sie nachfolgend mehr.

Zu sehen ist eine Wolke aus Cent-Münzen. Es geht um Cloud-Kosten. Bild: Unsplash/Marcel Strauß/Montage IT-SERVICE.NETWORK

Cloud-Kosten: Unternehmen ohne Cloud-Management zahlen häufig mehr als nötig. Bild: Unsplash/Marcel Strauß/Montage IT-SERVICE.NETWORK

Cloud-Kosten häufig zu hoch

Wer zur Cloud wechselt, spart nicht zwingend Geld. Das klingt erst einmal paradox, denn schließlich ist normalerweise eines der Kernargumente für den Umstieg in die Cloud, dass die Kosten skalierbar sind und dadurch sinken. In der Praxis ist das allerdings nur der Fall, wenn das Thema Kostenoptimierung im Blick behalten wird. Und genau daran scheitert das Projekt bei vielen kleinen und mittelständischen Unternehmen.

Anders ausgedrückt: Wer die Cloud nutzt, aber niemanden beschäftigt, der Faktoren wie die Nutzeranzahl und den Speicherplatz im Blick behält, kann am Ende ordentlich draufzahlen. Umgekehrt lassen sich hohe Kosten einsparen, man muss eben nur wissen, worauf bei einer kosteneffektiven Cloud-Nutzung genau zu achten ist.

Häufige Ursachen für zu hohe Cloud-Kosten

Die Cloud bietet ein enormes Einsparpotential, dieses muss aber auch genutzt werden. Dass das häufig nicht der Fall ist, zeigt jetzt eine Erhebung von Gartner. Die Gründe für die teilweise sogar explodierenden Kosten lassen sich übergeordnet mit einem fehlenden Cloud-Management zusammenfassen. Wirft man hingegen einen Blick auf die Details, zeigt sich, dass die Ursachen enorm vielfältig sein können. Das Problem beginnt allerdings meist schon damit, dass viele Unternehmen nicht genau wissen, an welchen Stellen überhaupt Kosten entstehen.

Häufig fehlt es auch an Verständnis und Transparenz bezüglich der Abrechnungsmodelle der Anbieter. Beispiel AWS, immerhin einer der größten Cloud-Anbieter überhaupt: Die Kostenfaktoren lassen sich grob den übergeordneten Bereichen Anfragen, Zeit, Transfer, Speicher und erweiterter Services zuteilen. Insgesamt erstreckt sich die Dimension des Angebots aber auf mehr als 175 Services. Jeder davon hat in der Regel ein bis zwei Kostendimensionen. Kein Wunder also, dass es für den Laien sehr schnell sehr unübersichtlich wird.

Kostenoptimierung für die Cloud – Tipps mit Sofort-Effekt

Manchmal ist es einfach nur die Summe kleiner Teile – das gilt auch für die Cloud-Kosten. Mit ein paar einfachen Tricks lassen sich viele Kosten einsparen, auch wenn um die Implementierung eines generellen Cloud-Managements kein Unternehmen herumkommt. Nun aber zu unseren Tipps:

  • Migrationsstrategie festlegen:
    Der ultimative Tipp für alle, die den Wechsel anstreben, aber noch nicht vollzogen haben. Auf Basis des „7-Rs-Prinzips“ werden Workloads und Applikationen mit einer passgenauen Strategie migriert, wodurch sich das volle Cloud-Potential bei minimaler Kostenentstehung ausschöpfen lässt.
  • Optimierung der Instanzgrößen und -typen:
    Warum etwas bezahlen, was man nicht nutzt? Achten Sie darauf, dass die festgelegten Instanzgrößen und -typen wirklich zu Ihren Anforderungen passen. Falls nicht, optimieren Sie sie.
  • Stromtarif wechseln & Strompreis optimieren:
    Was im Privathaushalt Sinn macht, kann auch Unternehmen bares Geld sparen. Checken Sie mindestens einmal jährlich die Entwicklungen Ihres Stromtarifs und prüfen Sie Wechselmöglichkeiten. In reduzierter Form funktioniert das auch auf Cloud-Anbieter-Ebene. Es gibt Modelle, bei denen die Kosten pro GByte-Monat niedriger ausfallen, ebenso welche mit verringerter Redundanz. Gibt es Daten, auf die sehr selten zugegriffen werden muss, bietet sich ein Wechsel in eine Klasse an, bei der der Datenabruf zwar länger dauert, aber dafür auch günstiger ist.
  • Test- und Entwicklungsumgebungen checken:
    Prüfen Sie, ob sämtliche Umgebungen wirklich 24/7 am Laufen gehalten werden müssen. Gleiches gilt für Datenbanken, Elastic-IPs und Load Balancer. Alles, was nicht permanent genutzt werden muss, sollte abgeschaltet werden. Allein dadurch lassen sich Statistiken zufolge 76 Prozent der Kosten für diese Umgebungen einsparen.

Unsere Empfehlung: Prüfen Sie doch einmal nach, ob Sie diese Tipps bereits umsetzen; falls nicht sollten Sie sich überlegen, ob die Tipps auch in Ihrem Unternehmen zu einer kosteneffizienteren Cloud-Nutzung verhelfen könnten.

Cloud-Management – die Lösung für Ihre Probleme

Wer langfristig nicht nur Kosten sparen, sondern auch seine Effizienz steigern möchte, sollte ein Cloud-Management etablieren. Am einfachsten gelingt das mit der Unterstützung durch einen professionellen IT-Dienstleister – zum Beispiel unseren Fachleuten aus dem IT-SERVICE.NETWORK.

Das geschulte IT-Personal in unserem Netzwerk bietet Ihnen zahlreiche IT-Dienstleistungen und unterstützt Sie natürlich auch bei allen Aufgaben rund um Cloud-Lösungen – von der Migration in die Cloud bis zum laufenden Management. Dazu stimmen unsere Fachleute den Bedarf genau mit Ihnen ab und prüfen später immer wieder nach, ob Sie diesen Bedarf auch tatsächlich brauchen oder ob sich durch eine Anpassung sogar Cloud-Kosten einsparen ließen. Nehmen Sie unverbindlich Kontakt zu uns auf und lassen Sie sich individuell beraten.


Weiterführende Links:
it-daily, Gartner, AWS, citrix

Lena Klaus

Lena Klaus arbeitet seit 2018 als freie Autorin und SEO-Expertin für das IT-SERVICE.NETWORK. Seit 2013 kennt sie die IT-Branche und hat sich in diesem Zusammenhang auf B2C- und B2B-orientierte Content-Plattformen spezialisiert.

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