Die 5 größten Home-Office-Nachteile

Das sind die Schattenseiten von Remote Work

Von in Aktuelles
20
Sep
'21

Immer mehr Mitarbeitende kehren aus dem Home Office in die Büros zurück – und sind mehr als glücklich darüber. Denn: So vorteilhaft die Arbeit von Zuhause aus teilweise auch ist, lassen sich manche Home-Office-Nachteile nicht von der Hand weisen.

Wir nennen die fünf größten Nachteile im Home Office und geben Tipps für Verbesserungen.

Home-Office-Nachteile: Luxus mit Schattenseiten?

Morgens aufstehen, fertig machen und direkt an den heimischen Arbeitsplatz: Fakt ist, dass die Arbeit aus dem Home Office jede Menge Zeit spart. Und das zieht sich eigentlich durch den gesamten Arbeitstag. Zwischendurch lässt sich die Spülmaschine anstellen, in der Mittagspause lässt sich der Einkauf erledigen und die Kinder freuen sich, wenn sie nach der Schule zuhause in Empfang genommen werden. Daran ist kaum etwas zu rütteln: Das Home Office verhilft der Work-Life-Balance zu enormer Flexibilität.

Nichtsdestotrotz ist nicht alles Gold, was glänzt. Und so bringt auch das Home Office neben zahlreichen Vorteilen auch einige Nachteile mit sich. Wir haben die fünf größten Home-Office-Nachteile für Sie zusammengestellt und geben Ihnen Tipps für mögliche Lösungsansätze. Denn: Das Home Office wird sich aus der neuen Arbeitswelt höchstwahrscheinlich nicht mehr verabschieden.

Aus dem Bett direkt an den Schreibtisch: Dass Zeit für den Arbeitsweg entfällt, ist ein großer Vorteil von Remote Work. Es gibt aber auch Home-Office-Nachteile. Bild: Pexels/Vlada Karpovich

Nachteil Nr. 1: Fehlende Interaktion im Home Office

„Lust auf einen Kaffee?“ – „Wollen wir zusammen in die Mittagspause?“ – „Kannst du dir das mal kurz anschauen?“ Was im Home Office am meisten fehlt, ist die soziale Interaktion. Nach eineinhalb Jahren von vermehrtem Home Office lässt sich klar feststellen: Die virtuelle Kommunikation kann das zwischenmenschliche Miteinander in der Realität nicht ersetzen und sie kann genauso wenig das Gefühl von Einsamkeit und Isolation verhindern. Das Fehlen von sozialem Ausgleich – und genau dazu zählt die fehlende Zeit mit Kollegen – ist daher eindeutig ein gewaltiger Home-Office-Nachteil.

Aber nicht nur die Einsamkeit plagt Mitarbeiter im Home Office. Ein weiterer Nachteil ist die erschwerte Kommunikation: Aufgaben werden nur noch per E-Mail verteilt oder in kurzen Telefonaten erklärt. Dadurch steigt die Wahrscheinlichkeit, dass wichtige Informationen verloren gehen und so Missverständnisse vermehrt auftreten können. Laut einer Studie gaben tatsächlich nur 5 Prozent der Befragten an, dass die Zusammenarbeit im Home Office besser funktioniere als gemeinsam im Büro. Eine sehr kleine Zahl…

Nachteil Nr. 2: Mangelnde Motivation im Home Office

Sowohl Mitarbeitenden als auch deren Vorgesetzten fällt es im Home Office zunehmend schwer, Arbeitsmoral und Motivation aufrecht zu erhalten. Aber woran liegt das? Nicht jedem fällt es leicht sich in der heimischen Umgebung auf die Arbeit zu konzentrieren – und diese Konzentration langfristig aufrecht zu erhalten. Das Ergebnis ist schnelle Ablenkung –sei es durch ein auf dem Tisch liegendes Buch oder die durch das Zimmer rennende Tochter.

Anderen fällt es bei der Arbeit von zuhause aus scher, eine klare Trennung von Arbeit und Privatem herzustellen. Die Folge daraus ist die schwierige Gestaltung der Arbeitszeit. Wer beispielsweise zu viele Pausen macht, muss länger arbeiten. Und wenn eine Aufgabe noch nicht abgeschlossen ist, ist die Versuchung groß, diese nach dem Feierabend oder sogar am Wochenende nochmal schnell zu erledigen. Der Arbeitsplatz ist ja direkt da.

Eine Frau arbeitet an Laptop und Tablet, im Hintergrund toben zwei Kinder. Auch das gehört zu den Home-Office-Nachteilen. Bild: Pexels/Ketut Subiyanto

Auch die Ablenkung und die mangelnde Trennung von Beruf und Privatleben gehören zu den größten Home-Office-Nachteilen. Bild: Pexels/Ketut Subiyanto

Nachteil Nr. 4: Die körperliche Gesundheit leidet

Zu viel sitzen führt zu Rückenbeschwerden? Das haben wir alle schon einmal gehört. Doch was das ganze erheblich beeinflusst, ist die fehlende oder unzulängliche Ausstattung des Arbeitsplatzes im Home Office. Ein zu kleiner Bildschirm, ein einfacher Stuhl, ein nicht höhenverstellbarer Tisch – mit der Ergonomie ist es im Home Office meist nicht weit her. Die Folge: Gesundheitsprobleme wie Rücken-, Nacken- oder Kopfschmerzen.

Eine Erhebung der Krankenkasse DAK-Gesundheit aus dem Corona-Jahr 2020 zeigt tatsächlich, dass die Zahl der Krankheitstage von Arbeitnehmern auf Grund von Rückenschmerzen bundesweit deutlich gestiegen ist. Die Studie zeigt, dass Frauen etwas häufiger betroffen sind als Männer. Befragte berichten, dass neben körperlichen Beschwerden wie Rückenschmerzen Kopfschmerzen auch Schlaflosigkeit keine Seltenheit ist.

Nachteil Nr. 3: Die psychische Gesundheit leidet

Nachteile 1 und 2 können zu einer Abwärtsspirale führen: Die fehlende Interaktion, das Gefühl von Einsamkeit, die mangelnde Motivation und Konzentration sowie die schwierige Trennung zwischen Beruf und Privatleben rufen oftmals eine Unzufriedenheit mit der Situation im Allgemeinen und mit der eigenen Leistung im Besonderen hervor. Und das wiederum hat einen negativen Einfluss auf die Psyche.

Zu den größten Home-Office-Nachteilen gehört daher auch, dass die psychische Gesundheit leidet. Mitarbeitende fühlen sich ausgebrannter und gestresster und können dadurch ihr volles Potential bei der Arbeit nicht ausschöpfen. Sie empfinden Gefühle wie Nutzlosigkeit und haben negative Gedanken, denn sie machen sich selbst Druck, da die sonst schnell erledigte Arbeit auf einmal mehr Zeit in Anspruch nimmt. Zusätzlich kommt Druck von außen hinzu, wenn Abgaben drängen und Arbeitsergebnisse nicht fristgerecht vorliegen.

Ein Mann im Home Office fasst sich in den schmerzenden Nacken. Körperliche Beschwerden gehören zu den Home-Office-Nachteilen. Bild: Pexels/Kindel Media

Ein Nachteil vom Home Office sind die psychischen und körperlichen Beschwerden wie Nackenschmerzen. Bild: Pexels/Kindel Media

Nachteil Nr. 5: Risiko für Cyberangriffe steigt

Unternehmen bekommen die bisher genannten Home-Office-Nachteile letztendlich auch zu spüren. Für sie kommt aber noch ein zusätzlicher, sehr großer Nachteil hinzu: Durch das Home Office steigt das Risiko für Cyberangriffe. Das liegt einerseits daran, dass Mitarbeitende im Home Office teilweise weniger aufmerksam sind und schneller auf Phishing-Attacken hereinfallen. Andererseits waren viele Unternehmensnetzwerke auf den plötzlichen Wechsel ins Home Office und die durch die zahlreichen Remote-Verbindungen erhöhte Angriffsfläche technisch nicht vorbereitet; und die provisorisch eingerichteten Lösungen setzen die IT-Sicherheit oft nicht bis zum letzten Quäntchen um. 

Nach einer repräsentativen Umfrage des Bundesamts fürs Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) plant trotz der erhöhten Angriffsfläche von 1.000 Unternehmen nicht einmal jedes zehnte Unternehmen weitere Sicherheitsmaßnahmen zur Absicherung der Home-Office-Arbeitsplätze. Cyberkriminelle werden dadurch auch weiterhin leichtes Spiel haben. Das Spektrum der Angriffe reicht nach Angaben der Bitkom vom sogenannten CEO-Fraud bis zum Einsatz von Ransomware.

Home-Office-Nachteile zukünftig vermeiden

Die genannten Home-Office-Nachteile sind nicht von der Hand zu weisen. Dennoch sind viele Arbeitnehmende der Meinung, dass die Vorteile überwiegen – und möchten daher dauerhaft aus dem Home Office arbeiten können. Favorisiert wird dabei oft das 3-2-2-Modell: Es sorgt für einen kontinuierlichen Wechsel zwischen Home Office und Büro und verbindet damit das Positive aus beiden Welten – die enorme Flexibilität im Home Office und die lebhafte Interaktion im Büro. Zudem gibt es verschiedene Mittel und Wege, mit denen sich Home-Office-Nachteile ausgleichen lassen:

  • Interaktion zwischen den Mitarbeitenden lässt sich auch virtuell fördern. Ein virtuelles Kaffeekränzchen oder spontane Anrufe zur Pflege des sozialen Miteinanders können durch das Unternehmen ausdrücklich gefördert werden. Das Gefühl der Einsamkeit lässt sich dadurch und durch viele weitere Methoden zumindest verringern.
  • Es gibt inzwischen einige Konzepte und Ansätze, die beispielsweise fehlende Motivation verhindern sollen – so etwa das Silent Coworking. Und auch für Führungskräfte entstehen immer mehr Ideen, wie das Remote-Management funktionieren kann und wie sie ihre Mitarbeitenden aus der Ferne motivieren können.
  • Körperlichen Beschwerden lässt sich mit der richtigen Ausstattung ebenfalls vorbeugen. Einige Unternehmen stellen ihren Mitarbeitenden daher Schreibtische und ergonomische Bürostühle zur Verfügung. Auch zusätzliche externe Monitore, eine externe Tastatur und eine externe Maus sind für die Ergonomie häufig besser als die Arbeit ausschließlich mit dem Laptop.
  • Es gibt zahlreiche Maßnahmen, durch die sich die IT-Sicherheit bei Remote Work verbessern lässt. Darunter fallen diverse technische Maßnahmen wie die Nutzung von sicheren VPN-Verbindungen, aber auch die Schulung der Security Awareness der Mitarbeitenden.

Sie sehen: Home-Office-Nachteile sind nicht einfach nur hinzunehmen. Unser Tipp: Wirken Sie diesen entgegen und werden dadurch als Arbeitgeber für alle Mitarbeitenden attraktiv – sowohl die Befürworter als auch die Gegner der Arbeit im Home Office.

Zu sehen ist ein Handy, das im Home Office genutzt wird und durch VPN geschützt ist. Bild: Unsplash/privecstasy

Viele Geräte im Home Office sind nicht ausreichend geschützt. Bild: Unsplash/privecstasy

IT-Fachleute richten Home Office perfekt ein

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Weiterführende Links:
IT-Business, BSI, it-daily.net, AVANTGARDE Experts

Kim Weichel

Komplizierte IT-Themen für den Endkunden kreativ aufbereiten? Für Werkstudentin Kim Weichel ist das nur eine Fingerübung. Jeden Tag aufs Neue kreiert sie spannenden Content aus der Welt der IT für verschiedene Kanäle.

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