3-2-2-Modell als New Normal

Dieses flexible Arbeitsmodell setzt sich jetzt durch

Von in Digitalisierung
11
Jan
'21

Das Jahr 2020 hat die Arbeitswelt einmal auf links gedreht. Und schon jetzt zeichnet sich ab, dass flexible Arbeitsmodelle auch nach Corona erhalten bleiben werden. Experten gehen davon aus, dass das 3-2-2-Modell zum New Normal werden könnte. 

Wir erklären, was das 3-2-2-Modell genau ist und welche Vorteile es Unternehmen verspricht.

Zu sehen ist eine Frau, die von zuhause aus arbeitet. Sie nutzt das 3-2-2-Modell. Bild: Pexels/cottonbro

Bei der Veränderung der Arbeitswelt hat das 3-2-2-Modell Chancen als New Normal. Bild: Pexels/cottonbro

Corona-Krise verändert Arbeitswelt

Vor dem Frühjahr 2020 war es in vielen Unternehmen eher unüblich, dass Mitarbeiter auch im Home Office arbeiten konnten. Zu groß war die Skepsis, ob Mitarbeiter auch daheim die geforderte Leistung erbringen. Mit der rapiden Ausbreitung des Coronavirus sahen sich dann allerdings auch viele Betriebe, in denen bis dahin die 9-to-5-Regel vor Ort im Büro regierte, dazu gezwungen, sich sozusagen auf das Experiment einzulassen und die eigenen Mitarbeiter ins Home Office zu schicken.

Dass so ein unerwarteter Wandel nicht ohne Anlaufschwierigkeiten funktioniert, versteht sich von selbst. Es galt, die richtige Home-Office-Ausstattung und die passenden Tools für die digitale Zusammenarbeit zu finden, beispielsweise Microsoft Teams, TeamViewer und Zoom. Auch der Umgang damit musste erst einmal erlernt werden. Zudem war das Arbeiten in virtuellen Teams für alle Beteiligten neu. Manche Mitarbeiter mussten sich anfangs auch daran gewöhnen, zuhause produktiv zu arbeiten.

Letztlich ist das Experiment geglückt. So mancher Skeptiker war schon nach wenigen Wochen von Remote Work überzeugt. Und inzwischen rechnet kaum jemand mehr damit, dass nach Corona alles zurück auf Anfang gehen wird. Die flexiblen Arbeitsmodelle sind gekommen, um zu bleiben.

Schöne neue Arbeitswelt

Das geht zum Beispiel aus dem LinkedIn Berufstätigen-Stimmungsindex hervor. Die Befragung zeigt, dass sich die Mehrheit der Angestellten nicht vorstellen kann, künftig wieder nur noch Präsenzarbeit zu leisten. Das ist auch kein Wunder. Zu groß sind die Vorteile der Heimarbeit. Das fängt beim Wegfall langer Fahrzeiten im Berufsverkehr an, geht mit ungestörtem Arbeiten in der Ruhe der eigenen vier Wände weiter und reicht bis hin zur besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Der Blick in die Glaskugel – und auf diverse Befragungen – lässt vermuten, dass viele Arbeitnehmer diese Vorzüge auch nach Corona nicht mehr missen möchten. Sie werden die Flexibilität der neuen Arbeitswelt auch weiterhin einfordern und diese Forderung falls nötig mit einem Wechsel des Arbeitgebers ziemlich wirkungsvoll unterstreichen.

Warum also nicht einen Kompromiss eingehen, mit dem alle Beteiligten am Ende zufrieden sind? Das 3-2-2-Modell ist dafür prädestiniert – und scheint sich im New Normal daher auch schon als Arbeitsmodell der Wahl heraus zu kristallisieren.

Was ist das 3-2-2-Modell?

Das 3-2-2-Modell funktioniert nach folgendem Prinzip: drei Tage Büro, zwei Tage Home Office, zwei Tage frei. Damit entspricht es ziemlich genau den Vorstellungen der Beschäftigen, die sich laut LinkedIn-Stimmungsbild für die Zukunft ein Modell „Halb Home Office, halb Präsenz“ vorstellen.

Zudem lassen sich mit dem 3-2-2-Modell die Vorteile zweier Welten miteinander verbinden – nämlich die größere Flexibilität im Home Office auf der einen Seite und die besseren Möglichkeiten für einen direkten Austausch und ein kollegiales Miteinander im Büro auf der anderen Seite.

Genau diese Verbindung ist der Grund dafür, weshalb viele Experten schon jetzt davon ausgehen, dass sich das 3-2-2-Modell als das Neue Normal der Arbeitswelt etablieren wird.

Mehrere Personen nehmen an einer Besprechung teil. Dazu gibt es auch beim 3-2-2-Modell Gelegenheit. Bild: Pexels / fauxels

Beim 3-2-2-Modell ist an Büro-Tagen Zeit für den direkten Austausch. Bild: Pexels / fauxels

3-2-2-Modell bedarf Vorbereitung

Sollten Sie für Ihr Unternehmen ebenfalls mit diesem Modell liebäugeln, sollte Ihnen bewusst sein, dass es nicht „mal eben so“ eingeführt ist. Sicherlich bedarf es auch hier – wie bereits beim plötzlichen Wechsel ins Home Office im Frühjahr 2020 – einer gewissen Eingewöhnungszeit.

Zum einen gilt es, die Organisationskultur innerhalb Ihres Unternehmens anzupassen, beispielsweise wenn es darum geht, dass Mitarbeiter ihre Büropräsenz mit den Teamkollegen abstimmen, um die besseren Interaktionsmöglichkeit auch effektiv zu nutzen. Zum anderen müssen die technischen Voraussetzungen geschaffen werden. Ihre Mitarbeiter müssen sowohl zuhause als auch im Büro optimale Arbeitsbindungen vorfinden, damit die Produktivität an beiden Orten gewährleistet ist. Ein Laptop ist dazu ein Muss. Zusätzliche Bildschirme, Headset und externe Maus/Tastatur sind ebenfalls mehr als nur nice to have.

Hier müssen Sie eigene Konzepte entwickeln – oder die Expertise eines externen Dienstleisters nutzen. Ein externer Dienstleister verrät Ihnen außerdem, wie Sie das neue Modell auch ohne große Investitionen umsetzen können.

IT-Experten unterstützen beim 3-2-2-Modell

Einen passenden IT-Dienstleister finden Sie ganz bestimmt unter den Experten aus dem IT-SERVICE.NETWORK. Unsere Fachleute helfen Ihnen dabei, das passende Equipment für Büro und Heimarbeitsplatz zu finden und übernehmen auch gern die Beschaffung der Hardware. Genauso gern stellen sie Ihnen aber auch die Möglichkeit vor, das technische Equipment zu mieten anstatt es zu kaufen.

Sollten Sie in diesem Zuge das 3-2-2-Modell mit dem Desksharing-Konzept verbinden wollen, wird dies bei der Beratung zur technischen Ausstattung direkt mit berücksichtigt. Was das wiederum ist, erklären wir Ihnen in einem unserem Desksharing-Blogbeitrag. Oder Sie nehmen einfach direkt Kontakt zu unserem Experten in Ihrer Nähe auf und lassen es sich von ihm erklären.

Natürlich, ein Recht auf Home Office gibt es nach wie vor nicht. Sie tun aber gut daran, mit der Zeit zu gehen. Denn: Ihre Mitarbeiter werden die dauerhafte Umsetzung des 3-2-2-Modells zu schätzen wissen.


Weiterführende Links:
LinkedIn, LinkedIn

Janina Kröger

Seit Anfang 2019 ist Janina Kröger für den Blog des IT-SERVICE.NETWORK verantwortlich. Neue IT-Trends? Wichtige Business-News? Die studierte Germanistin und ausgebildete Redakteurin behält nicht nur das Geschehen auf dem IT-Markt im Blick, sondern versteht es zudem, das IT-Wissen des IT-SERVICE.NETWORK verständlich aufzubereiten.

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