Microsoft Teams kostenlos

Microsoft reagiert auf Coronavirus und gibt Tool bis 2021 frei

Von in IT-Infrastruktur
11
Mrz
'20

Der Coronavirus stellt aktuell viele Unternehmen vor schwierige Entscheidungen. Sollen sie alle Mitarbeiter zur Vorsicht nach Hause schicken? Aber wie kann das Unternehmen dann noch funktionieren? Microsoft will ihnen unter die Arme greifen und gibt Microsoft Teams kostenlos heraus – zumindest bis 2021. 

Wir erklären, wie Sie Microsoft Teams ebenfalls gratis nutzen können.

Die Ausstattung Ihrer Mitarbeiter für die Arbeit aus dem Home Office

Zu sehen ist ein Mann, der auf dem Sofa sitzt und am Laptop arbeitet. Vielleicht nutzt er Microsoft Teams kostenlos. Bild: Unsplash/LinkedIn Sales Navigator

Microsoft Teams kostenlos – dadurch soll in Zeiten des Coronavirus das Home Office ermöglicht werden. Bild: Unsplash/LinkedIn Sales Navigator

Coronavirus infiziert deutsche Unternehmen

Die Corona-Angst greift nun auch verstärkt in deutschen Unternehmen um sich. Mittlerweile haben sich vermutlich die Entscheider eines jeden Betriebs dazu Gedanken gemacht, wie mit dem neuartigen Virus umzugehen ist – auch wenn die Entscheidungsgrundlage wegen der vielen sowohl medizinischen als auch wirtschaftlichen Ungewissheiten nicht wirklich gefestigt ist.

Aktuell sieht es noch so aus, dass in Deutschland jedes Unternehmen für sich selbst entscheiden kann, welche Sicherheitsmaßnahmen es trifft – zumindest wenn es nicht in einem Krisengebiet angesiedelt ist. Diese Maßnahmen reichen von der Anschaffung von Desinfektionsmitteln für alle WCs bis hin zum optionalen oder sogar verpflichtenden Home Office.

Diejenigen Unternehmen, die die Voraussetzungen für mobiles Arbeiten bislang noch nicht geschaffen haben, sind in ihrer Flexibilität dabei deutlich eingeschränkt. Sofern Mitarbeiter mit Laptops anstatt stationären Desktop-PCs ausgestattet sind, gibt es zumindest aus technischer Sicht Hoffnung für eine schnelle Anpassung an die Lage.

Coronavirus: Ab sofort gibt es Microsoft Teams kostenlos

Jetzt hat sich Microsoft nämlich in Anbetracht der besonderen Situation dazu entschlossen, das Kommunikationstool Microsoft Teams, das eigentlich als Teil von Office 365 erworben werden muss, kostenlos zur Verfügung zu stellen. Das Tool ist sozusagen eine Anlaufstelle für virtuelle Teams, mit dem Ziel, Kommunikation so einfach und übersichtlich wie möglich zu gestalten.

Einzel- und Teamchats bilden das Herzstück – im Fachjargon heißen sie Channel. Darüber können nicht nur schriftliche Nachrichten geteilt, sondern auch Videoanrufe und digitale Meetings geführt werden. Zudem können Dokumente geteilt werden, damit Teammitglieder anschließend gemeinsam daran arbeiten können. Die Änderungen sind in Echtzeit zu sehen. In der Dokumentenbibliothek eines jeden Channels werden die Dokumente gesammelt.

Unterm Strich: Microsoft Teams kann die Mitarbeiter von Unternehmen miteinander verbinden, während sie getrennt voneinander arbeiten. Zu den Beweggründen für die Entscheidung schreibt Jared Spataro, Corporate Vice President für Microsoft 365, im Microsoft-Blog: „Indem wir Teams so vielen Menschen wie möglich zur Verfügung stellen, wollen wir die öffentliche Gesundheit und Sicherheit unterstützen.“

Zu sehen sind ein Tablet, auf dem ein Chat von Microsoft Teams aufgerufen ist, sowie ein Smartphone, in dem ein Video-Call über Teams läuft. Aktuell gibt es Microsoft Teams kostenlos. Bild: Microsoft.

Ab sofort gibt es Microsoft Teams kostenlos – wegen des Coronavirus. Bild: Microsoft

So bekommen Sie Microsoft Teams kostenlos

Im Microsoft-Blog wird ebenfalls beschrieben, wie Sie Microsoft Teams kostenlos und ohne Abonnement für die nächsten Monate erhalten. Ihre Mitarbeiter können sich dazu mit ihrer E-Mail-Adresse auf der Microsoft-Webseite für die kostenlose Freemium-Variante registrieren. Diese ist im Vergleich zur Office-365-Business-Essentials-Variante nur geringfügig eingeschränkt, während Office 365 Business Premium deutlich mehr Leistungen mit sich bringt.

IT-Verantwortliche, die Microsoft Teams zentral für ihr Unternehmen ausrollen möchten, haben die Möglichkeit, für sechs Monate eine freie Office-365-E1-Lizenz zu erhalten. Microsoft empfiehlt, diesbezüglich einen IT-Dienstleister zu kontaktieren – beispielsweise einen Experten aus dem IT-SERVICE.NETWORK. Er ist Ihnen bei der Beschaffung einer kostenfreien Lizenz behilflich und kann Sie auch bei der Einrichtung in Ihrem Unternehmensnetzwerk unterstützen.

Microsoft ist für Ansturm gerüstet

Der Software-Hersteller ist sich sicher, für den zu erwartenden Ansturm auf seine Systeme gewappnet zu sein. Diese Zuversicht basiert auf den Erfahrungen, die Microsoft seit dem Ausbruch des Coronavirus in China sammeln konnte. Seit dem 31. Januar ist die Nutzung von Microsoft Teams dort um 500 Prozent gestiegen, die Nutzung auf Mobiltelefonen um 200 Prozent. Und trotzdem habe das System, so Microsoft, die gesamte Zeit über ohne Einschränkungen flüssig funktioniert.

Das heißt für Sie: Sie sollten sich auf das reibungslose Funktionieren von Microsoft Teams verlassen können. Der Aufwand der ersten Einrichtung wird sich daher sehr wahrscheinlich schnell auszahlen – schon allein, weil er dafür sorgt, dass die Arbeit in Ihrem Betrieb weiterlaufen kann. Aber natürlich ist Microsoft Teams lediglich für diejenigen Unternehmen eine Lösung, in denen die Mitarbeiter vorwiegend am PC arbeiten.

Microsoft macht mit dieser Aktion übrigens einen klugen Schachzug: Haben Unternehmen und Mitarbeiter die Arbeit mit Microsoft Teams zu schätzen gelernt, wollen sie es auch nach der kostenlosen Nutzung bis 2021 vielleicht nicht mehr missen.

Microsoft Teams kostenlos – unsere Experten helfen bei Installation

Sollten Sie Microsoft Teams kostenlos nutzen wollen, nehmen Sie am besten Kontakt zu einem unserer Experten aus dem IT-SERVICE.NETWORK auf. Er übernimmt dann sowohl den Beschaffungsprozess als auch die Installation. Einige unserer Fachleute bieten zudem Schulungen für Ihre Mitarbeiter an. Dadurch wird Ihr Unternehmen so schnell und so weit wie möglich wieder handlungsfähig.

Unser Tipp: Lassen Sie sich nicht allzu sehr von der Corona-Angst beherrschen, denn andernfalls droht die Gefahr, dass Sie in manchen Fälle übereilt handeln – und das machen sich Kriminelle nur zu gern zunutze. Immer mehr Hacker nutzen aktuell die Sorge um den Virus aus und bringen gefährliche Phishing-Kampagnen in Umlauf.

Damit Ihr Unternehmen weder in der physischen noch in der virtuellen Welt von einem Virus ereilt wird, sollten Sie aktuell also ganz besonders auf die Sicherheit achten. Unsere Spezialisten können Ihnen zumindest in Sachen IT-Sicherheit zur Seite stehen.

Zu sehen ist eine Mann, der Microsoft Teams kostenlos für ein Webmeeting nutzt. Die Meeting-Teilnehmer sind in klein eingeblendet. Bild: Screenshot Microsoft

Seit es Microsoft Teams kostenlos gibt, ist der Ansturm groß. Bild: Screenshot Microsoft

Update vom 16.03.2020 – Probleme bei Microsoft Teams?

Es scheint so, als habe Microsoft entgegen seiner Erwartung doch etwas mit dem Ansturm zu kämpfen: Einige Nutzer berichten aktuell davon, dass sie keine Nachrichten mehr versenden zu können – weder über den Rechner, noch über das Mobiltelefon. Bislang lassen unsere Quellen vermuten, dass es dabei zeitliche Schwankungen gibt. Das heißt: Mal funktioniert Microsoft Teams reibungslos, dann wieder nicht.

Durch die unerwartet intensive Nutzung sämtlicher Online-Dienste ist es aber sicherlich verständlich, dass es insbesondere jetzt zu Beginn der Umstellung vieler Unternehmen auf Home Office temporär zu Problemen kommen kann. Microsoft hat sich des Problems bereits angenommen und am Mittag über Twitter die Problembehebung bekannt gegeben.

Update vom 30.03.2020 – Microsoft schränkt Funktionen ein

Innerhalb weniger Tage ist die Nutzerzahl von Microsoft Teams auf 44 Millionen gestiegen – und die Befürchtung ist eingetreten: Der gewaltige Ansturm hat Microsoft in die Knie gezwungen. Wie im Update vom 16. März 2020 berichtet, ist es zu massiven Leistungseinbußen gekommen, die auch in den Folgetagen die Arbeit mit dem Kollaborationstool erschwert haben. Nutzer konnten nicht mehr auf ihre Online-Konten zugreifen und die Bild- und Ton-Qualität bei Video-Konferenzen ließ zu Wünschen übrig.

Der Software-Riese hat daher einige temporäre Einschränkungen beschlossen, die weitere Ausfälle und Leistungseinbußen verhindern sollen. Die Maßnahmen im Einzelnen:

  • verringerte Bildauflösung bei Video-Calls auf 720p; auch bei in Meetings aufgezeichneten Videos
  • reduzierte Frequenz der Abfrage, ob ein Nutzer aktiv ist
  • eingeschränkte Anzeige, wenn ein Nutzer in Teams etwas tippt
  • One-Note-Integration in Nur-Lese-Modus versetzt (Ausnahme bei Education-Nutzern)
  • Download-Größe geändert
  • Synchronisationsintervalle von Dateien verringert

Dabei handelt es sich vorwiegend um Kleinigkeiten, weitere Einschränkungen sind laut heise.de aber möglich. Die oberste Priorität von Microsoft ist es, dafür zu sorgen, dass die Online- und Cloud-Dienste im Umfeld von Microsoft 365 erhalten bleiben.

Janina Kröger

Seit Anfang 2019 ist Janina Kröger für den Blog des IT-SERVICE.NETWORK verantwortlich. Neue IT-Trends? Wichtige Business-News? Die studierte Germanistin und ausgebildete Redakteurin behält nicht nur das Geschehen auf dem IT-Markt im Blick, sondern versteht es zudem, das IT-Wissen des IT-SERVICE.NETWORK verständlich aufzubereiten.

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