Arbeitswelt & Trends

Recht auf schnelles Internet

Gesetz für schnelles Internet später als geplant

von 27.04.2022
Recht auf schnelles Internet kommt per Gesetz

Das Recht auf schnelles Internet ist schon längst beschlossene Sache, jetzt soll das entsprechende Gesetz aber doch später kommen als ursprünglich geplant. 

Worum es in dem Gesetz für schnelles Internet im Detail geht und wie das Vorhaben überhaupt umgesetzt werden soll, verraten wir jetzt.

Recht auf schnelles Internet – Wunschdenken wird zum Anspruch

Nicht erst seit gestern fragt sich der gemeine Deutsche im Ausland häufig, warum das Internet eigentlich überall schnell und gut verfügbar zu sein scheint – außer in heimischen Gefilden. Deutschland, international bekannt als Technologie-Vorreiter und Heimat pfiffiger Ingenieure, scheint beim Thema Internet im europäischen Vergleich seit jeher hinterherzuhängen. Und genau das sollte sich mit dem Recht auf schnelles Internet nun ändern.

Per Gesetz möchte die Bundesregierung den Anspruch auf eine schnelle Internetverbindung in Stein meißeln. Gerade die Menschen, die in ländlichen Regionen ihr Zuhause haben und spätestens seit Beginn der Pandemie und der damit verbundenen Home-Office-Pflicht nicht selten unter langsamen Verbindungen zu leiden haben, dürfte das Vorhaben freuen. Aber: Es kommt jetzt zu Verzögerungen. Das Bundeskabinett verschob jüngst die geplantes Kabinettsbefassung, und auch die Ressortabstimmung zum Thema laufe noch, heißt es aus Berlin.

Ein Mann sitzt am Frühstückstisch im Home Office am Laptop. Phishing-Mail-Beispiele zeigen durch eine geringere Aufmerksamkeit im Home Office Erfolg. Bild: Pexels/Jack Sparrow

Gerade im Home Office kann langsames Internet ein echter Produktivitätskiller sein. Bild: Pexels/Jack Sparrow

Gesetz für schnelles Internet – gut Ding will Weile haben

Grundsätzlich geplant durch das Bundesdigitalministerium ist eine Mindestgeschwindigkeit für Downloads von 10 Megabit pro Sekunde. Das entspricht quasi dem DSL-Standard, während ein moderner Glasfaseranschluss auf satte 100 bis 1.000 Megabit pro Sekunde kommt. Aber gut, es mag durchaus noch einige Regionen in der Bundesrepublik geben, die von Glasfaser noch nicht einmal zu träumen wagen. Nach dem Motto „besser als nichts“ wäre das geplante Gesetz zumindest schon einmal ein guter Anfang.

Und apropos geplant: Ursprünglich sah die Politik vor, das Gesetz für schnelles Internet zum 1. Juni 2022 in Kraft treten zu lassen. Das könnte jetzt eine knappe Kiste werden, denn dem Entwurf müssen auch noch der Bundestagsausschuss und der Bundesrat zustimmen. Selbige benötigen natürlich auch wiederum ihre Beratungszeit und möchten Sachverständige anhören, was den Zeitplan eigentlich schon jetzt zunichte macht. Die CDU Vize-Fraktionsvorsitzende Nadine Schön kommentierte die Sachlage lapidar damit, dass die Ampel-Regierung „ihr erstes richtiges Projekt im Bereich der digitalen Infrastruktur verbummelt“ habe.

Schnelles Internet in Deutschland per Gesetz – aber wie in der Praxis?

Der geneigte Leser mag sich nun fragen, wie er seinen Anspruch auf schnelles Internet geltend machen soll. Denn wir alle wissen: Papier ist geduldig. Und nur, weil per Gesetz beschlossen wird, dass jeder Bundesbürger ein Recht auf schnelles Internet hat, hat er selbiges noch längst nicht.

Tatsächlich ist es auch so, dass das ganze Thema gar nicht komplett neu ist. Bereits Ende vergangenen Jahres änderte man das Telekommunikationsgesetz dahingehend, dass jeder Bürger einen offiziellen Rechtsanspruch auf einen Breitband-Anschluss hat. In der Praxis soll es so aussehen, dass man seinen Anspruch bei der Bundesnetzagentur anmelden kann.

Die Behörde ist künftig befugt, den Ausbau und/oder die Neuverlegung von Leitungen zu veranlassen. Und: Wer für eine Internetgeschwindigkeit bezahlt, die gar nicht bei ihm ankommt, darf die Gebühren an den Provider reduzieren.

Eine Frau sitzt vor ihrem Laptop am Schreibtisch und telefoniert mit dem Handy. Ob sie eine Home-Office-Zulage bekommt? Bild: Pexels/cottonbro

Das Recht auf schnelles Internet ist eine Sache, die Umsetzung eine ganz andere. Bild: Pexels/cottonbro

Schnelles und stabiles Internet im Home Office oder Büro

Experten rechnen damit, dass die Mindestgeschwindigkeit durch den allgemeinen Netzausbau in den nächsten Jahren weiter steigt. Und irgendwann, eines fernen Tages, genießen dann vielleicht auch alle Deutschen die gleiche Internetverfügbar- und geschwindigkeit wie unsere europäischen Nachbarn …

Aber: Nicht immer sind die Leitungen schuld an langsamem Internet. Im Gegenteil, es gibt unzählige Gründe, weshalb das Netz schlecht verfügbar oder schleppend sein kann. Angefangen beim Standort oder der Konfiguration des Routers über dessen Verteillogik und die verwendeten Frequenzen bis hin zu veralteter Hardware.

Unsere Experten aus dem IT-SERVICE.NETWORK helfen Unternehmen gern dabei, auf Spurensuche zu gehen und dem langsamen Internet den Kampf anzusagen. Ob im Büro selbst oder bei der Ausstattung der Mitarbeiter im Home Office – häufig ist noch eine Menge Potenzial vorhanden. Kontaktieren Sie unsere erfahrenen IT-Dienstleister gern, um sich einmal unverbindlich zu diesem Thema beraten zu lassen.

 


Weiterführende Links:
IT-Business, Basic Thinking

 

Geschrieben von

Lena Klaus arbeitet seit 2018 als freie Autorin und SEO-Expertin für das IT-SERVICE.NETWORK. Seit 2013 kennt sie die IT-Branche und hat sich in diesem Zusammenhang auf B2C- und B2B-orientierte Content-Plattformen spezialisiert.

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