Arbeitswelt & Trends

Teams 2.0

Neuer Microsoft-Teams-Client ab 1. April 2024 Pflicht

von 13.03.2024
Zu sehen ist ein Mann mit Laptop im Home Office, der Teams 2.0 nutzt. Bild: Unsplash/Surface
Das neue Teams 2.0 soll die virtuelle Zusammenarbeit noch besser machen. Bild: Unsplash/Surface

Microsoft hat bereits Anfang Oktober 2023 eine neue Microsoft-Teams-App vorgestellt. Zum 1. April wird die neue Desktop-App – Teams 2.0 genannt – zur Pflicht. 

Wir erklären, was es mit dem neuen Microsoft-Teams-Client auf sich hat und welche Neuerungen und Verbesserungen Nutzer von Teams 2.0 erwarten dürfen.

Microsoft Teams hat sich bewährt

Mehr als 320 Millionen aktive Nutzer – diese gewaltige Zahl hat Microsoft für sein Kommunikationstool Microsoft Teams Ende 2023 verkündet. Sie ist das Resultat einer spannenden Entwicklung: In Pandemie-Zeiten hat Microsoft mit seinem Tool vielen Unternehmen aus der Bredouille verholfen und möglich gemacht, dass der Geschäftsbetrieb trotz der Arbeit auf Distanz überhaupt fortgesetzt werden konnte. Das hat natürlich auch Microsoft selbst gut getan: Der Konzern ist als einer der Gewinner aus der Pandemie hervorgegangen.

Die Pandemie ist inzwischen Geschichte, Microsoft Teams dagegen hat sie überdauert. Das Tool hat in vielen Unternehmen die Art und Weise zu kommunizieren revolutioniert. Teams verwandelt jede Ecke der Welt in einen gemeinsamen Arbeitsraum. Dank Chat, Videokonferenzen und Dateifreigabe steigert das Tool nicht nur die Effizienz, sondern entfesselt auch Kreativität und Produktivität im virtuellen Büro. Es zerschlägt geografische Schranken, fördert den Teamgeist und verbessert den Informationsfluss.

Jetzt will Microsoft mit einer neue Version der Desktop-App von Microsoft Teams ein neues Kapitel aufschlagen und die Erfolgsgeschichte fortführen: Teams 2.0 steht bereits zur Verfügung und ist ab dem 1. April 2023 Pflichtprogramm.

Zu sehen ist ein Laptop, auf dem Microsoft Teams aufgerufen ist. Bald wird darauf Teams 2.0 genutzt. Bild: Unsplash/Surface

Das neue Teams 2.0 soll das alte Microsoft Teams verbessern. Bild: Unsplash/Surface

Was ist Teams 2.0?

Unter dem Begriff „Teams 2.0“ ist die neue überarbeitete Version der Desktop-App von Microsoft Teams zu verstehen. Der Software-Konzern Microsoft hat keinen geringeren Anspruch, als mit dem neuen Client einen neuen Standard in der Welt der digitalen Zusammenarbeit zu setzen. Fachexperten sehen im Übergang zu Teams 2.0 ein klares Signal von Microsoft: Die Zukunft der Teamarbeit soll in einer schnelleren, effizienteren und flexibleren Kommunikation liegen.

Um dieses Vorhaben zu realisieren, basiert Teams 2.0 nicht mehr auf dem sogenannten Electron-Framework, das als ressourcenintensiv gilt, sondern nutzt das effizientere React-Framework zusammen mit Edge WebView 2. Dieses Fachchinesisch bedeutet übersetzt: Microsoft will mit der Teams-2.0-App eine zuverlässigere, schnellere Benutzererfahrung und deutlich reduzierten Speicherbedarf bieten. Dieser Fortschritt gilt als Ergebnis von Microsofts Engagement für verbesserte Leistung und Benutzerfreundlichkeit.

Die neue App ist seit Oktober 2023 bereits für Windows und Mac verfügbar. Ab dem 1. April 2024 wird Microsoft dann alle Nutzer von der klassischen Teams-Version auf diese neue Desktop-App für Windows und macOS umstellen.

Teams 2.0: die Neuerungen im Überblick

Mit Teams 2.0 stellt Microsoft eine möglicherweise wegweisende neue Version seines Collaboration-Tools vor, die Kommunikation und Zusammenarbeit in Unternehmen auf ein neues Level heben könnte. Hier sind die wichtigsten Neuerungen und ihre Vorteile:

  • Schnellere Ladezeiten und geringerer Speicherbedarf:
    Teams 2.0 nutzt das React-Framework und Edge WebView 2, wodurch sich die App schneller lädt und weniger Speicher benötigt wird. Unternehmen könnten von effizienteren Arbeitsabläufen und einer verbesserten Nutzererfahrung profitieren.
  • Verbesserte Leistung:
    Die App soll bis zu doppelt so schnell sein und 50 Prozent weniger Arbeitsspeicher verbrauchen. Potentiell ermöglicht diese Verbesserung ein flüssigeres Arbeiten und Produktivitätssteigerung der Mitarbeiter.
  • Neue und exklusive Funktionen:
    Teams 2.0 führt euch neue Funktionen und Fähigkeiten ein. Dazu gehören Breakout-Räume, erweiterte Videodarstellungsmöglichkeiten und verbesserte Kommunikationskanäle zwischen verschiedenen Mandanten. Durch die Integration von Drittanbieter-Apps, eine kontextuelle Suche, PSTN-Anrufe und Anrufwarteschlangen soll sich die Kommunikation künftig vielseitiger und effektiver gestalten.
  • Optimierte Multi-Tenant-Unterstützung:
    An dieser Stelle wird es etwas technischer: Teams 2.0 erleichtert die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Mandanten und fördert so die unternehmensübergreifende Kommunikation.
  • Energieeffizienz und Ressourcenschonung:
    Die neue App verbraucht weniger Ressourcen, was nicht nur die Geräte schont, sondern auch zur Nachhaltigkeit in Unternehmen beiträgt. So zumindest lautet die Hoffnung.
  • Automatische Updates:
    Durch die Modern-Lifecycle-Politik sollen Nutzer stets von den aktuellsten Funktionen, Leistungsverbesserungen und Sicherheitsupdates profitieren.

So manche Experten sind sich sicher, dass Teams 2.0 einen signifikanten Schritt nach vorne markiert. Sie sehen in der neuen Microsoft-Teams-Version die Chance, dass Unternehmen ihre Kommunikations- und Kollaborationsprozesse optimieren und dabei die IT-Infrastruktur entlasten könnten.

Zu sehen ist eine Frau mit Laptop im Home Office, der Teams 2.0 nutzt. Bild: Unsplash/Surface

Kann das neue Teams 2.0 die Zusammenarbeit im Unternehmen noch verbessern? Bild: Unsplash/Surface

Kritik lässt nicht auf sich warten

Wie es bei Microsoft-Updates beziehungsweise -Upgrades häufig der Fall ist, zeigen sich die Nutzer wieder einmal zögerlich: Obwohl der neue Teams-Client schon seit Anfang Oktober zur Verfügung steht, haben Mitte Januar immer noch zwei Drittel die alte Version verwendet. Ein möglicher Grund ist, dass Nutzer den Wechsel derzeit noch eigenständig angehen müssen – und vielleicht noch gar nicht wissen, dass die neue Version überhaupt existiert.

Möglich ist aber auch, dass Nutzer sich wieder einmal mit den Änderungen schwertun. Es wird beispielsweise bemängelt, dass die neue Beitragsansicht in den Team-Kanälen umständlicher sei und mehr Klicks für dieselben Aktionen benötigt werden, was die Effizienz ausbremst und die Benutzerfreundlichkeit beeinträchtigt. Auch die Überarbeitung einiger Design-Elemente und Funktionen trifft nicht überall auf Zustimmung.

Auf den größten Unmut stößt aber der automatische Update-Zwang zum 1. April 2024. Nutzer sehen darin eine Bevormundung durch Microsoft, beklagen den Verlust der Wahlmöglichkeit und fordern mehr Kontrolle über den Update-Prozess. Aus Sicht von Microsoft ist der Schritt aber durchaus verständlich: Lieber will man sich der Weiterentwicklung der neuen Version widmen, als weiterhin an der alten Version herumzubasteln.

IT-Experten richten Microsoft-Tools ein

Inmitten der Umstellungen und Neuerungen von Teams 2.0 bieten die Experten aus dem IT-SERVICE.NETWORK entscheidende Unterstützung. Sie sind spezialisiert darauf, Microsoft-Tools nahtlos in Unternehmen zu integrieren und die Übergänge zwischen den verschiedenen Tools fließend und störungsfrei zu gestalten. Auch im Fall von Teams 2.0 bieten unsere Fachleute ihre Unterstützung an und konfigurieren das Collaborationstool präzise nach den Bedürfnissen Ihres Unternehmens – und sorgen damit für eine optimale Nutzung der neuen Funktionen.

Aber auch fern von Microsoft-Software im Allgemeinen und Teams 2.0 im Besonderen bieten unsere Experten maßgeschneiderte Lösungen, um die Zusammenarbeit zu verbessern und die Produktivität zu steigern. Vertrauen Sie auf ihr Know-how, um von den Vorteilen einer optimierten IT-Infrastruktur zu profitieren, ohne sich in technischen Details zu verlieren. Unsere Fachleute sind Ihre zuverlässigen Partner für einen reibungslosen Geschäftsbetrieb!


Weiterführende Informationen:
Microsoft, PETRI, GOLEM, WinFuture, Dr.Windows
Zur besseren Lesbarkeit verwenden wir im Text die männliche Form. Gemeint sind jedoch immer alle Geschlechter und Geschlechtsidentitäten.

Geschrieben von

Seit Anfang 2019 ist Janina Kröger für den Blog des IT-SERVICE.NETWORK verantwortlich – anfangs in der Position der Online-Redakteurin und inzwischen als Content Marketing Managerin. Die studierte Germanistin/Anglistin und ausgebildete Redakteurin behält das Geschehen auf dem IT-Markt im Blick, verfolgt gespannt neue Trends und Technologien und beobachtet aktuelle Bedrohungen im Bereich des Cybercrime. Die relevantesten… Weiterlesen

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