Die Microsoft-Ausmusterungen 2026 verändern den Lebenszyklus zentraler IT-Systeme: das Microsoft Support-Ende 2026 betrifft nicht nur Windows, sondern auch Office, Server- und Cloud-Dienste.
Wir zeigen, welche Microsoft-Produkte 2026 aus dem Support fallen oder umgestellt werden und welche Entscheidungen Unternehmen jetzt treffen sollten.
- Microsoft Support-Ende 2026: Auswirkungen auf Unternehmens-IT
- Microsoft Lifecycle erklärt: Support-Ende vs. Ausmusterung
- Diese Microsoft-Produkte erreichen 2026 das Support-Ende
- Erweiterter Support 2026: Übergangsphase mit Einschränkungen
- Sicherheitsrisiken nach dem Microsoft Support-Ende
- Strategische Handlungsempfehlungen für Unternehmen
- Microsoft-Produkte 2026: IT-Umstellung richtig planen
Microsoft Support-Ende 2026: Auswirkungen auf Unternehmens-IT
Das Jahr 2026 markiert für viele Unternehmen einen Wendepunkt in der IT-Strategie. Nach dem Support-Ende von Windows 10 im Jahr 2025 folgen 2026 zahlreiche weitere Microsoft-Produkte, die entweder vollständig ausgemustert oder auf den erweiterten Support umgestellt werden. Betroffen sind nicht nur Betriebssysteme, sondern auch Office-Versionen, Server-Produkte, Entwicklungsumgebungen und zentrale Azure-Dienste.
Ein Support-Ende bedeutet dabei weit mehr als das Ausbleiben neuer Funktionen. Sicherheitsupdates, Fehlerkorrekturen und technischer Herstellersupport entfallen vollständig. Für Unternehmen entsteht dadurch ein erhöhtes Risiko für Cyberangriffe, Systemausfälle und Compliance-Verstöße. Gerade in regulierten Branchen oder bei sensiblen Daten kann der Weiterbetrieb nicht unterstützter Software gravierende Folgen haben.
Die Microsoft-Lifecycle-Planung zwingt Unternehmen daher, ihre IT-Landschaften frühzeitig zu überprüfen, Abhängigkeiten zu erkennen und Migrationsentscheidungen strategisch vorzubereiten, statt unter Zeitdruck reagieren zu müssen.

Das Microsoft Support-Ende 2026 markiert einen Wendepunkt für Unternehmen. Bild: Unsplash/Windows
Microsoft Lifecycle erklärt: Support-Ende vs. Ausmusterung
Microsoft unterscheidet im Produktlebenszyklus klar zwischen dem Support-Ende (End of Support) und der Ausmusterung (Retirement). Erreicht ein Produkt das Support-Ende, stellt Microsoft die reguläre Wartung ein. Es gibt keine Sicherheitsupdates, keine Bugfixes und keinen kostenlosen technischen Support mehr.
Die Software kann zwar weiter betrieben werden, wird aber zunehmend zum Sicherheits- und Stabilitätsrisiko. Die Ausmusterung geht einen Schritt weiter: Das Produkt wird vollständig aus dem Portfolio entfernt, nicht mehr weiterentwickelt, vermarktet oder vertrieben. Nutzer erhalten keinerlei Unterstützung mehr, auch kostenpflichtige Optionen entfallen.
Zusätzlich existieren bei Microsoft die Modern Lifecycle Policy und die Fixed Lifecycle Policy, die unterschiedliche Support-Zeiträume definieren. Für Unternehmen ist es entscheidend, diese Unterschiede zu kennen, um realistisch zu bewerten, wie lange Systeme noch sicher und regelkonform betrieben werden können.
Diese Microsoft-Produkte erreichen 2026 das Support-Ende
Im Jahr 2026 erreichen zahlreiche Microsoft-Produkte das Ende ihres Supports. Besonders relevant für viele Unternehmen sind Office 2021 und Office LTSC 2021, deren Support im Oktober 2026 endet. Auch Windows 11 Home und Pro (Version 24H2) sowie mehrere Windows-11-Enterprise-Versionen laufen aus.
Darüber hinaus betrifft das Support-Ende zentrale Entwicklungs- und Administrationswerkzeuge wie .NET 8 (LTS), .NET 9, PowerShell 7.4 (LTS) und bestimmte Versionen des Microsoft Configuration Managers. Auch ältere Server- und Business-Anwendungen wie Dynamics NAV 2016, SQL Server 2012/2014/2016 oder SharePoint Server 2016 und 2019 verlieren ihren Support.
Für Unternehmen bedeutet das: Viele dieser Produkte sind tief in Geschäftsprozesse eingebunden. Ein ungeplanter Weiterbetrieb ohne Updates erhöht nicht nur Sicherheitsrisiken, sondern kann auch zu Kompatibilitätsproblemen mit moderner Software und Cloud-Diensten führen.

Das Microsoft Support-Ende 2026 betrifft zahlreiche verbreitete Produkte wie Windows, Office, Server- und Entwicklungstools. Bild: Unsplash/Ed Hardie
Erweiterter Support 2026: Übergangsphase mit Einschränkungen
Einige Microsoft-Produkte wechseln 2026 nicht sofort in die Ausmusterung, sondern in den erweiterten Support. In dieser Phase erhalten Systeme weiterhin sicherheitsrelevante Updates, jedoch keine neuen Funktionen oder Verbesserungen mehr. Dazu zählen unter anderem Windows Server 2022, Windows Server 2022 Datacenter: Azure Edition sowie Office LTSC 2021 für Mac.
Der erweiterte Support dient Unternehmen häufig als Übergangslösung, um Migrationen kontrolliert vorzubereiten. Gleichzeitig birgt er Einschränkungen: Fehlerbehebungen außerhalb sicherheitskritischer Updates entfallen, Innovationen bleiben aus und Abhängigkeiten zu moderner Software nehmen zu.
Zudem ist der erweiterte Support zeitlich begrenzt. Unternehmen sollten ihn daher nicht als Dauerlösung betrachten, sondern als letzte Phase zur strategischen Neuausrichtung ihrer IT. Wer diese Zeit nicht nutzt, steht spätestens beim vollständigen Support-Ende vor deutlich höheren Risiken und Kosten.
Sicherheitsrisiken nach dem Microsoft Support-Ende
Der Betrieb nicht mehr unterstützter Microsoft-Produkte stellt ein erhebliches Sicherheitsrisiko dar. Ohne regelmäßige Sicherheitsupdates bleiben bekannte Schwachstellen offen und können gezielt von Angreifern ausgenutzt werden. Gerade automatisierte Angriffe und KI-gestützte Exploits machen veraltete Systeme besonders anfällig.
Neben der technischen Sicherheit spielt auch die Compliance eine zentrale Rolle. Viele regulatorische Vorgaben – etwa aus Datenschutz-, Finanz- oder Branchenstandards – verlangen den Einsatz aktueller und unterstützter Software. Unternehmen, die weiterhin Systeme ohne Herstellersupport betreiben, riskieren Audit-Feststellungen, Haftungsfragen oder Bußgelder.
Hinzu kommen betriebliche Risiken: Fehlende Updates können zu Inkompatibilitäten mit moderner Software, Cloud-Diensten oder Sicherheitslösungen führen. Die Wartung wird komplexer und teurer, da externe Workarounds oder Sonderlösungen erforderlich werden. Langfristig steigen damit sowohl das Risiko als auch die Gesamtkosten der IT.

Nach dem Microsoft Support-Ende 2026 erhöhen fehlende Sicherheitsupdates das Risiko für Cyberangriffe. Unsplash/Clint Patterson
Strategische Handlungsempfehlungen für Unternehmen
Angesichts der zahlreichen Support-Enden im Jahr 2026 ist frühzeitiges Handeln für Unternehmen entscheidend. Der erste Schritt sollte eine umfassende Bestandsaufnahme aller eingesetzten Microsoft-Produkte und Versionen sein. Diese gilt es mit den offiziellen Lifecycle-Daten abzugleichen, um Handlungsbedarf klar zu identifizieren. Darauf aufbauend sollten Unternehmen eine Migrations- und Modernisierungsstrategie entwickeln.
Dazu gehören Upgrades auf aktuelle Windows– und Office-Versionen, der Wechsel zu Microsoft-365-Abonnements oder die Ablösung veralteter Server- und Datenbanksysteme. Parallel ist es sinnvoll, Sicherheitskonzepte zu überprüfen und an moderne Anforderungen anzupassen – etwa durch Zero-Trust-Architekturen, stärkeres Identitätsmanagement und kontinuierliches Monitoring.
Nicht zuletzt sollten Beschäftigte frühzeitig eingebunden und geschult werden. Technische Veränderungen betreffen immer auch Prozesse und Arbeitsweisen. Unternehmen, die strategisch planen, vermeiden Zeitdruck, senken Risiken und schaffen eine stabile Grundlage für eine zukunftsfähige IT.
Microsoft-Produkte 2026: IT-Umstellung richtig planen
Wie deutlich wird, erfordern die Microsoft-Ausmusterungen und Support-Enden 2026 vorausschauendes Handeln. Der Weiterbetrieb nicht mehr unterstützter Systeme, parallele Migrationen, steigende Sicherheitsanforderungen und regulatorische Vorgaben lassen sich nicht kurzfristig oder isoliert bewältigen.
Besonders in Unternehmen mit mehreren Standorten, gewachsenen IT-Strukturen und geschäftskritischen Anwendungen sind klare Strategien und fundierte Entscheidungen unerlässlich. Die Experten aus dem IT-SERVICE.NETWORK unterstützen Unternehmen bei der strukturierten Planung und Umsetzung notwendiger Maßnahmen. Sie begleiten Unternehmen von der Analyse bestehender Microsoft-Umgebungen über sichere Upgrade- und Migrationskonzepte bis hin zu modernen Sicherheits- und Governance-Ansätzen.
Dabei geht es nicht nur um Technik, sondern auch um Prozesse, Verantwortlichkeiten und einen stabilen IT-Betrieb während des Übergangs. So entsteht eine zukunftssichere IT-Landschaft, die Sicherheit, Stabilität und Planbarkeit vereint.
Weiterführende Informationen:
security-insider, microsoft, deskmodder
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