VAI Trade Wareneinkaufsfinanzierung

Digitale Einkaufsfinanzierung für KMUs


8. November 2018, von in Aktuelles

Das Start-up VAI Trade aus Berlin hat eine löbliche Mission: den Mittelstand durch eine digitale Wareneinkaufsfinanzierung zu unterstützen. Kurzfristige, finanzielle Engpässe sollen damit der Vergangenheit angehören. 

Wir verraten, was es mit VAI Trade auf sich hat und für welche Unternehmen der neue Service eine echte Alternative darstellen kann.

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Das digitale Finanzierungssystem sagt Papierbergen den Kampf an

VAI Trade unterstützt KMUs beim Wareneinkauf

Viele mittelständische Unternehmen und Händler kennen das Problem: zwischen Warenein- und Verkauf kommt es zu finanziellen Engpässen. Die klassischen Banken helfen in diesen Fällen allerdings nur bedingt bis gar nicht. Zu gering die Beträge, zu kurz die Laufzeiten. Kurzum: für sie lohnt es sich nicht. Genau dieser Problematik hat sich das 2017 gegründete Unternehmen VAI Trade angenommen. Hinter dem ganzen Konzept steckt kein Geringerer als Garry Krugljakow, der durch die mittlerweile insolvente Payment-App Cookies der digitalen Finanzwelt bekannt wurde. Mit VAI Trade soll nun aber alles besser und anders werden. Unterstützung dafür holte man sich bei der Company Builder Bridgemaker sowie der Berliner Volksbank. Und das Konzept scheint langsam aufzugehen: bereits über 2.000 Kunden setzen auf die digitale Wareneinkaufsfinanzierung aus Berlin.

„Der weit über die Grenzen bekannte deutsche Mittelstand bildet hierzulande das Rückgrat der Wirtschaft. Deshalb wollen wir die KMUs unterstützen. Mit unserem Angebot der alternativen, digitalen Einkaufsfinanzierung helfen wir vor allem kleinen und mittleren Unternehmen aus so unterschiedlichen Branchen wie Einzelhandel, Produktion und dem klassischen Handwerk“, betont Garry Krugljakow.

vai trade ceo Garry Krugljakow

VAI Trade Geschäftsführer Garry Krugljakow

Wareneinkäufe bis 50.000 Euro

VAI Trade stellt seinen Kunden bis zu 50.000 Euro innerhalb von 24 Stunden bereit. Das Zahlungsziel beträgt dabei maximal 180 Tage. Das Besondere hierbei: über 75 % der Mini-Kreditanfragen werden via Smartphone übermittelt. Das Start-up steht damit vollständig für digitale Geschäftsprozesse und gegen Papierberge und langwierige Antragsverfahren. Lediglich zu Beginn müssen die Kunden aktiv werden und alle notwendigen Unterlagen für eine digitale Bonitätsprüfung übermitteln. War diese erfolgreich, kann sofort eingekauft werden. Maximal 24 Stunden bis zum Geldfluss versprechen Garry Krugljakow und sein Team. Benötigt ein Bestandskunde erneut Flüssiges und die gewünschte Summe übersteigt nicht die des ersten Antrags, erfolgt die Freigabe sogar innerhalb weniger Minuten. Gleiches gilt für Mini-Kredite unter 7.500 Euro – auch sie werden in einer Rekordzeit von maximal zwei Stunden freigegeben.

VAI Trade selbst verdient mindestens zwei Prozent und steht dazu auch öffentlich. Ist aber der Skonto höher, kann es ebenso gut sein, dass selbiger durch den Finanzdienstleister wieder an den Kunden weitergegeben wird oder die Gebühr vollständig entfällt. So oder so ist aber die Antragsstellung vollkommen kostenlos.

Digitale Transformation ermöglicht „Win-Win-Win-Situation“

Das Geschäftsmodell lohnt sich für alle drei Parteien. Der Kunde kann seine Waren ohne Zusatzgebühren sofort einkaufen, der Lieferant erhält sofort sein Geld und VAI profitiert vom Skonto. So oder so liegen die Gesamtkosten fast immer unter den Zinsen eines klassischen Kontokorrentkredits. VAI schließt damit eine wirtschaftliche Lücke, die Mittelstandsunternehmen oft im Wachstumsprozess bremst. Das Angebot nehmen bislang vor allem lokale KMUs aus den Wirtschaftszweigen produzierendes Gewerbe und Handel an. Woher die Waren oder Lieferanten hingegen stammen, spielt für die Finanzierung keine Rolle. Eine Vorkasse-Order aus China wird ebenso gut und schnell vorfinanziert wie eine Bestellung im Nachbardorf. Eine Konkurrenz zu klassischen Distributoren will VAI übrigens nicht sein. Ihr Service gelte schließlich auch für Neukunden und kleine(re) Summen.

Künftig auch Finanzierung digitaler Güter?

Bisher kann mittels der digitalen Wareneinkaufsfinanzierung nur das finanziert werden, was sich auch anfassen lässt. Dienstleistungen oder digitale Güter sind bislang ausgeschlossen. Aber auch das könnte sich in Zukunft ändern, wenn die Weichen dafür gestellt sind. So kann sich Krugljakow ebenfalls vorstellen, in die komplementäre Rolle des Verkaufsfinanzierers zu schlüpfen – beispielsweise wenn ein Kunde aufgrund der Umstellung auf Managed Services finanzielle Einbußen hinnehmen muss. Es bleibt also nach wie vor spannend in der Start-up Szene von Berlin.

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