Server-Monitoring für Unternehmen

Server-Systeme optimal überwachen


13. September 2018, von in IT-Support

Für Unternehmen jeder Größe ein Muss: das Server-Monitoring. Es gibt eine breite Auswahl an Überwachungssoftware, doch unterscheiden sich die Monitoring-Tools in Funktion und Gebrauch erheblich voneinander. Wie überwachen und schützen Sie die Server Ihres Unternehmens optimal?

überwachung von server-systemen mit server-monitoring

Für die Überwachung Ihrer Server-Systeme gibt es zwar dutzende verschiedene Programme, doch welches ist das richtige für Sie? (Bild: pixabay.com/blickpixel)

Das Server-Monitoring: Was das für Unternehmen bedeutet

Die ständige Verfügbarkeit der IT ist heute in modernen Unternehmen jeder Größe und Branche absolut selbstverständlich. Sie kann mithilfe des IT-Monitoring gewährleistet werden.

Da die Server-Infrastruktur oftmals als „Herzstück“ einer jeden betrieblichen IT-Infrastruktur gilt, ist auch das Server-Monitoring für Unternehmen äußerst wichtig. Hierbei werden die Server-Systeme Ihres Unternehmens kontinuierlich überwacht. So können sich anbahnende Komplikationen frühzeitig erkannt und behoben werden. Hierdurch wird verhindert, dass sie zu betriebsschädigenden Ausfallzeiten Ihrer Server und schlussendlich auch Ihrer gesamten IT führen. Beim Server-Monitoring wird die Verfügbarkeit und Sicherheit eines Serversystems beobachtet und seine laufenden Prozesse und IT-Operations werden überwacht.

Es ist für ein erfolgreiches Monitoring nicht unerheblich, welche Funktion der zu überwachende Server erfüllen soll: Anwendungsserver müssen beispielsweise speziell auf Ihre Responsivität und Verfügbarkeit, Storageserver hingegen auf Ihre Kapazitäten und die Datenübertragungsrate hin beobachtet werden. Bei Webservern ist die Überwachung der Ladezeit und der Geschwindigkeit besonders wichtig.

Überwachungssoftware für ein erfolgreiches Server-Monitoring

Es gibt eine ganze Reihe verschiedener Werkzeuge zur Server-Überwachung. Sie reichen von einfachen Monitoring-Tools für einzelne Server-Systeme bis hin zu komplexen, systemübergreifenden IT-Managementsystemen. Doch welche Überwachungssoftware ist die richtige für Ihr Unternehmen? Natürlich ist diese Frage nicht pauschal zu beantworten und hängt von vielerlei Faktoren ab: Nutzen Sie nur einen einzigen Server oder eine Vielzahl an Server-Systemen? Haben Sie einen internen IT-Systemadministrator, eine eigene IT-Abteilung oder kümmern Sie sich selbst um Ihre IT? Abgestimmt auf all diese und weitere Faktoren gibt es verschiedene Software-Lösungen zum Server-Monitoring.

Kostenlose vs. kostenpflichtige Monitoring-Tools

Grob können hierbei zwei Gruppen von Monitoring-Tools voneinander unterschieden werden: Die kostenlose und die kostenpflichtige Überwachungssoftware. Es gibt zahlreiche Überwachungstools im Freeware- und Open-Source-Bereich, zu denen auch die recht allgemein gehaltenen Marktführer Nagios und Icinga gehören. Aber auch Programme wie Wireshark, Cacti oder Nmap, die in ihrem Funktionsumfang spezifischer sind, zählen zu dieser Gruppe.

Auch der Markt an kostenpflichtiger Überwachungssoftware ist gigantisch. Klassiker wie WhatsUp von Ipswitch, Solarwinds Ipmonitor und Paesslers PRTG gehören zu dieser Gruppe. Zum Teil unterscheiden sich jedoch auch hier die Schwerpunkte der Programme erheblich voneinander. Viele der kostenpflichtigen Produkte sind deutlich umfangreicher und bieten erheblich mehr Funktionen als Freeware. Als Unternehmen sollten Sie sich daher im Vorhinein gut überlegen, welche Aspekte des Monitorings für Ihre Server-Systeme besonders wichtig sind.

Immer mehr Dienste zum Server-Monitoring werden auch über SaaS-Modelle (Software as a Service) angeboten. Bekannte Beispiele sind unter anderem LogicMonitor sowie die Windows Intune-Dienste.

Arten von Monitoring-Tools

Um sich einen ersten Überblick über die zum Teil grundlegend verschiedenen Monitoring-Tools verschaffen zu können, ist eine Kategorisierung aufgrund ihrer undurchschaubaren Menge notwendig. Bei den verschiedenen Überwachungstools kann für eine spezifischere Kategorisierung unter anderem zwischen aktivem und passivem Server-Monitoring unterschieden werden.

Eine Software muss für das passive Monitoring sowohl im Backend (also auf dem Server), als auch im Frontend (also auf den Clients) installiert werden. Sie wartet auf Meldungen vom überwachten Server und alarmiert den IT-Systemadministrator im Fall von Problemen oder möglichen Ausfällen. Ein Nachteil ist, dass die passiven Monitoring-Tools solche lediglich bemerken, wenn der entsprechende Client eingeschaltet ist, also der Systemadministrator auch tatsächlich arbeitet.

Beim aktiven Server-Monitoring simuliert die Software das Verhalten eines Clients und fragt den Server in regelmäßigen Abständen (etwa durch Polling) ab. Ein erheblicher Nachteil bei aktiven Monitoring-Tools ist, dass die Überwachung des Servers standortabhängig geschieht.

Es gibt auch Monitoring-Tools, bei denen es sich um Kombinationen aus aktivem und passivem Monitoring handelt. Doch welche Methode bietet sich am ehesten für Ihr Unternehmen an?

Schwierigkeiten des Server-Monitoring

Für kleine und mittelständische Unternehmen ist sowohl die Nutzung kostenpflichtiger Monitoring-Tools, als auch der bekannten SaaS-Modelle oftmals nicht bezahlbar. Während die Open-Source-Programme den großen Vorteil haben, dass sie zumeist kostenlos sind, haben sie doch den erheblichen Nachteil, dass sie in der Bedienung nicht immer ganz benutzerfreundlich sind und schnell ein gewisses Know-how erfordern. Das gleiche gilt auch für die meiste Freeware.

Beim Server-Monitoring zeigen Werkzeuge fast immer „nur“ die Vitalwerte Ihrer Server auf und Engpässe an. Sie bzw. Ihr IT-Systemadministrator werden im Fall von Problemen oder sich anbahnenden Ausfällen (häufig via E-Mail, SMS oder Instant Message) benachrichtigt. Doch nur wenige Überwachungstools ermöglichen auch den aktiven Eingriff und die Optimierung Ihrer Serversysteme.

Gefahren von Monitoring-Tools: Sicherheitslücken und Schwachstellen

Um gewährleisten zu können, dass Ihre IT-Systeme optimal funktionieren, ist es notwendig, dass Sie sich um Ihre Server kümmern. Hierzu gehört auch die kontinuierliche Wartung sowie eine ständige Pflege Ihrer Server-Systeme. Vor allem dann, wenn Sie keinen IT-Systemadministrator und keine eigene IT-Abteilung haben, ist das Server-Monitoring mit der alleinigen Nutzung von Überwachungssoftware in der Regel alles andere als komfortabel für Sie.

Doch neben all diesen Schwierigkeiten, die das Server-Monitoring für Unternehmen mit sich bringt, gibt es auch eine ganze Reihe konkreter Gefahren. So sind vor allem die kostenlosen und Open-Source-basierten Anwendungen zur Server-Überwachung oft noch in der Entwicklung. Sie sind darum nicht immer vollends ausgereift und können Sicherheitslücken oder andere Schwachstellen beinhalten.

hacker sicherheitslücke von überwachungs-software zugriff auf monitoring-server

Hacker nutzen die Sicherheitslücken von Überwachungssoftware geschickt aus, um Zugriff auf Ihre Monitoring-Server zu erlangen. (Bild: pixabay.com/geralt)

Ein Fallbeispiel: Die Übernahme des Monitoring-Servers

MetaSploit ist im Bereich der Penetrationstests einer der weltweiten Marktführer. Mit dem Einsatz des Open-Source-Projekts können Systemschwächen und Sicherheitslücken optimal aufgezeigt sowie IDS-Signaturen entwickelt werden. Doch handelt es sich bei MetaSploit auch um eines der Programme, das mit am häufigsten dazu verwendet wird, unbefugt auf fremde Systeme zuzugreifen.

Blackhats nutzen die Software, um sich Zugriffsberechtigungen zu verschaffen und auf Netzwerke, Computer- und Serversysteme sowie auf Programme zuzugreifen. So hat Anfang 2018 der Redacted Security Blog bekannt gemacht, dass sich Angreifer mithilfe eines MetaSploit-Moduls Zugriff auf die Überwachungssoftware Nagios XI (Version 5.2.6 bis 5.4.12) verschaffen und so den entsprechenden Monitoring-Server übernehmen können. Sollten Sie von dieser Sicherheitslücke betroffen sein, dann aktualisieren Sie das Überwachungstool Nagios XI oder installieren Sie das MetaSploit-Modul „Chained Remote Code Execution“.

settings

Server-Monitoring: Lückenlose Überwachung Ihrer Serverlandschaft

Die IT-Dienstleister des IT-SERVICE.NETWORK übernehmen die Überwachung Ihrer Server-Systeme sowie ihre kontinuierliche Wartung für Sie.

Zum IT-Support

Das Server-Monitoring als IT-Service Ihres regionalen IT-Dienstleisters

Dass die Server-Überwachung für jedes moderne Unternehmen obligatorisch ist, steht außer Frage. Ihre Server bilden die zentrale Schnittstelle Ihrer IT-Infrastruktur. Ein Ausfall ist der Worst Case für jedes Unternehmen und hat dramatische Auswirkungen auf Ihren Geschäftsalltag.

Konzentrieren Sie sich daher auf Ihr Kerngeschäft und geben Sie die äußerst wichtige, aber ebenso komplexe Aufgabe des Server-Monitoring mit all ihren Schwierigkeiten und Gefahren in die Hände eines regionalen IT-Dienstleisters ab. Mit dem proaktiven Server-Monitoring haben unsere IT-Expertenteams Ihre Server-Infrastruktur stets im Blick und greifen bei sich anbahnenden Problemen sofort ein. Sie bieten IT-Services an, die weit über das reaktive Standard-Monitoring hinausgehen und individuell auf die Bedürfnisse und Anforderungen Ihres Unternehmens zugeschnitten sind. Der entsprechende IT-Partner des IT-SERVICE.NETWORK übernimmt die Überwachung Ihrer Server nicht nur zeitweise, sondern rund um die Uhr, 24/7.

Das Server-Management als optimale Erweiterung des Server-Monitoring

Mit dem Server-Management (als Managed Service) bieten die IT-Expertenteams des IT-SERVICE.NETWORK Ihnen einen Rundum-Service für Ihre Server-Infrastruktur. Ihr IT-Dienstleister übernimmt hierbei nicht nur die komplexe Server-Überwachung, sondern richtet auf Wunsch Ihren Server ein und übernimmt die kontinuierliche Betreuung von diesem. Hierzu gehört neben einer laufenden Kontrolle auch die stetige Prüfung auf Schwachstellen und die Installation von optimaler Security-Software.

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


* = Pflichtfelder
Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.