Passwort-Diebstahl

3 Tipps für den optimalen Passwort-Schutz

Von in IT-Sicherheit
20
Aug
'19

Von Passwort-Diebstahl sind immer mehr Nutzer betroffen. Das fand jetzt eine Studie des Sicherheits-Experten Kaspersky heraus. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erhöhte sich die Anzahl der Opfer um satte 60 Prozent – deutsche Nutzer sind besonders betroffen.

Wie Sie Ihren Passwort-Schutz optimieren und welche verheerenden Folgen Passwort-Diebstahl für Unternehmen haben kann, lesen Sie bei uns.

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Passwort-Diebstahl nimmt massiv zu.
© AbsolutVision / Pixabay

Passwort-Diebstahl – Ergebnisse neuer Kaspersky-Studie schockieren

Sogenannte „Password Stealer“ stehen bei Cyberkriminellen hoch im Kurs. Dabei handelt es sich um spezielle Malware, die zunächst einmal keinen anderen Zweck erfüllt, als gezielt Kennwörter zu wichtigen Accounts abzugreifen. Die Zahl der Opfer von Passwort-Diebstahl stieg der aktuellen Kaspersky-Studie zufolge von 600.000 auf mehr als 940.000 Nutzer.

Besonders interessant ist aber ein anderes Detail der Ergebnisse: Deutsche Nutzer sind überdurchschnittlich oft betroffen. Woran liegt das? Darauf liefert die Studie leider keine Antwort, aber im Prinzip liegt selbige nahe. Schlecht gewählte, unsichere Passwörter, gepaart mit einer mangelhaften IT-Sicherheitsumgebung. Fertig ist das Einfallstor für perfide Angriffe. Und eines steht fest: Geschützt ist niemand, der das Thema Passwort-Sicherheit schleifen lässt.

Passwort-Diebstahl bereichert Cyberkriminelle

Passwörter sind das neue Gold. Gelangen sie an Hacker, klingelt bei denen ganz schnell die Kasse. Kein Wunder also, dass der Passwort-Diebstahl mittlerweile zu einer wichtigen Einnahmequelle geworden ist. Alexander Eremin, Sicherheitsforscher bei Kaspersky, sagt dazu: „[…] digitale Profile [werden] mit immer mehr Daten und Details versehen, die sie zu einem lukrativen Ziel für Cyberkriminelle machen, da der Besitz dieser Informationen auf vielfältige Weise monetarisiert werden kann.“

Von Zahlungsanweisungen auf Auslandskonten über Online-Shop-Bestellungen bis zum kompletten Identitätsdiebstahl ist mit gestohlenen Passwörtern fast alles möglich. In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche Beispiele aufgedeckt, welche Folgen es haben kann, wenn sich Kriminelle Zugang zu wichtigen Kennwörtern verschaffen. Die Opfer-Struktur erstreckt sich dabei von Privatpersonen bis hin zu großen Konzernen. So oder so kann ein Passwort-Diebstahl für jeden Betroffenen zum persönlichen und finanziellen Fiasko werden.

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Der Passwort-Schutz hat oberste Priorität.
© TBIT / Pixabay

Password Stealing Ware – die Tatwaffe der Hacker

Mit Hilfe einer sogenannten Password Stealing Ware (kurz PSW) kommen die Hacker an ihr Ziel. Die Software nutzt verschiedene Methoden, um vollständige Zugangsdaten direkt aus dem Browser zu ziehen, sobald der Nutzer sie irgendwo eingibt. Und genau das macht das Ganze so immens gefährlich.

Von Online-Banking-Zugängen und Kreditkarten-Daten bis hin zu den Logins für webbasierte Unternehmens-Tools – haben die Kriminellen ihre PSW erst einmal eingeschleust, haben sie absolute Narrenfreiheit.

Übrigens: Bestimmte PWS-Tools können darüber hinaus auch Cookie-Daten oder lokal gespeicherte Desktop-Dateien stehlen. So oder so: Der Schaden kann enorm sein. Das gilt für Privatpersonen ebenso wie für Unternehmen, weswegen das Thema nie aus dem Fokus geraten sollte.

Passwort-Schutz – unsere Tipps

Sie sehen: Ein konsequenter Passwort-Schutz hat oberste Priorität. Und so schwer ist das auch gar nicht. Mit unseren folgenden Tipps erhöhen Sie die Sicherheit für Ihr Unternehmen:

  • Passwort-Manager. Die intelligenten Tools kreieren sichere Passwörter und schützen zuverlässig vor Passwort-Diebstahl. Lassen Sie sich von unseren Experten aus dem IT-SERVICE.NETWORK zu den optimalen Lösungen beraten. Natürlich übernehmen wir auch gern die Implementierung der Software sowie die Einweisung Ihrer Mitarbeiter. Wichtig: Machen Sie die Nutzung verpflichtend für alle Mitarbeiter. So lange auch nur ein Kollege darauf verzichtet und Kennwörter a lá „Passwort1234“ nutzt, ist Ihr gesamtes Netzwerk gefährdet.
  • Firewall-Management. Eine gute und aktuelle Firewall-Software schützt Ihre Systeme vor unerwünschten Eindringlingen – wie beispielsweise einer PSW. Auch hier gilt: Wir helfen Ihnen gern weiter. Wichtig ist, dass die Firewall immer auf dem aktuellsten Stand ist und regelmäßig aktualisiert wird. Nur so kann sie auch neue Angriffsformen erkennen und erfolgreich abwehren. Informieren Sie sich am besten gleich über unseren Firewall-Management-Service.
  • Informationsmanagement. Bei aller Technik spielt der Faktor Mensch auch immer noch eine Rolle. Unser Tipp: Sensibilisieren Sie Ihre Mitarbeiter und etablieren Sie ein Meldewesen. Stellt irgendjemand verdächtige Aktivitäten fest, muss der Sache sofort nachgegangen werden.

Sie haben Fragen rund um die Passwort-Sicherheit und Diebstahl-Prävention? Kontaktieren Sie uns einfach unverbindlich oder lesen Sie unsere Artikel „Passwort-Check“, „Sichere Passwörter“ und „Passwörter generieren“.

Lena Klaus

Lena Klaus arbeitet seit 2018 als freie Autorin und SEO-Expertin für das IT-SERVICE.NETWORK. Seit 2013 kennt sie die IT-Branche und hat sich in diesem Zusammenhang auf B2C- und B2B-orientierte Content-Plattformen spezialisiert.

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