Geschäftskontinuität

Neue Strategien für die Business Continuity nach Corona

Von in Aktuelles
13
Aug
'20

Bislang galt die Sicherstellung der Geschäftskontinuität als höchstes Ziel in Bezug auf Cyberangriffe. Die Corona-Pandemie hat nun gezeigt: Es geht noch um viel mehr. Nämlich vor allem um die Reaktion auf Veränderungen, die so unerwartet kommen, dass sie in keinem Plan berücksichtigt waren. 

Wir verraten, welche neuen Strategien gefragt sind und wie Sie sie umsetzen.

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Zeit für neue Strategien bei der Geschäftskontinuität. Bild: Pixabay/geralt

Geschäftskontinuität jetzt und in Zukunft sichern

Noch bis Anfang des Jahres 2020 beschäftigten sich Unternehmen vornehmlich mit dem Thema Geschäftskontinuität, um vor allem schnell und flexibel auf Cyberangriffe reagieren können. Oberste Priorität hatte in diesem Zusammenhang die Datensicherheit. Auch wir haben schon häufig über die Business Continuity berichtet – ebenfalls zumeist mit Bezug auf Daten als kostbarstes Gut eines jeden Unternehmens. Doch jeder noch so schöne und gut ausgearbeitete IT-Notfallplan war in Zeiten von Lockdown und Home-Office-Regelungen nahezu überflüssig.

Stattdessen rückten Themen wie die betriebliche Pandemie-Planung in den Fokus. Etwas, womit noch vor wenigen Monaten wohl kein Unternehmer gerechnet hätte. Corona hat eines jedenfalls deutlich gemacht: Es besteht Handlungsbedarf, denn nur so lässt sich gewährleisten, dass Schäden und Risiken auf ein Minimum reduziert werden.

Corona stellt Unternehmen vor Herausforderungen

Während es bisher bei allen Plänen und Strategien rund um die Geschäftskontinuität hauptsächlich darum ging, wie in Fällen von Cyberattacken, Elementarschäden oder Vandalismus gehandelt werden sollte, stehen jetzt die „unvorhersehbaren Ereignisse“ auf der Agenda. Konkret bezogen auf die Corona-Pandemie bedeutete das für viele Unternehmen, eine Antwort auf die Frage „Wie stelle ich sicher, dass mein Betrieb reibungslos weiterläuft, wenn ich von jetzt auf gleich alle Mitarbeiter ins Home Office schicken muss?“ finden zu müssen.

Fakt ist, dass unzählige Betriebe darauf in keinster Weise vorbereitet waren. Für den Hardware-Markt war das gut. Denn: Laptops, Headsets und Co. waren teilweise fast so stark ausverkauft wie Toilettenpapier. Dabei waren die Geräte allerdings nur der Anfang. Viele IT-Abteilungen mussten sich gezwungenermaßen erstmals mit Themen wie VPN und der allgemeinen Sicherheit im Homeoffice auseinandersetzen. Von Plänen, Strategien und Vorbereitung keine Spur. Und das hatte durchaus enorme Auswirkungen auf die Geschäftskontinuität.

sicheres arbeiten im homeoffice

Sicheres Arbeiten im Home Office hat Priorität. Bild: Pixabay/Pexels

Faktor Zeit bei Plänen zur Geschäftskontinuität

Gehen wir noch einmal einen Schritt zurück, indem wir das Konzept hinter gängigen Disaster-Recovery-Plänen betrachten. Selbige waren und sind vornehmlich darauf ausgelegt, möglichst schnell zurück zur Normalität zurückzukehren. Beispiel: Cyberangriff verschüsselt Daten. Der Notfallplan gibt vor, was jetzt zu tun ist. Zum Beispiel die Alarmierung von externen IT-Dienstleistern, das Einspielen von Backups usw. Nach einigen Stunden oder maximal wenigen Tagen, ist dann alles wieder beim Alten.

Corona hat nun aber gezeigt, dass es auch anders geht. Dass Ereignisse eintreten können, deren Auswirkungen einen Zeitraum einnehmen, der von niemandem definiert werden kann. Ereignisse, die dafür sorgen, dass in Büros über Monate gähnende Leere herrscht und sich die Zusammenarbeit zwangsläufig verändert. Und obwohl Konzepte zur Sicherstellung der Geschäftskontinuität bestehen, ist ein Scheitern programmiert.

Flexible IT-Umgebungen sind gefragt

Die Essenz aus diesen Erkenntnissen könnte lauten: Flexibilität ist die Grundlage für Schnelligkeit. Das gilt besonders für die IT. Unternehmen, die auf eine anpassbare Umgebung setzen, werden durch unvorhersehbare Ereignisse nicht vor derart große Herausforderungen gestellt. Gleichzeitig bedeutet das auch mehr denn je, dass der IT-Abteilung eine neue Rolle zukommt. Sie selbst muss strategisch denken, Chancen neuer Technologien erkennen und die Geschäftsleitung überzeugen. Letztere ist am Ende der Kette natürlich besonders in der Pflicht.

Es gilt also, die Digitalisierung weiter voranzutreiben und Cloud-Strategien schnell umzusetzen. Gleichzeitig müssen vorhandene Kapazitäten und das Datenmanagement auf den Prüfstand gestellt werden, um maximale Ergebnisse erzielen zu können. Am Ende des Tages sind ganzheitliche Konzepte der Schlüssel zum Erfolg.

Unser Tipp: Holen Sie sich professionelle Unterstützung für die Planung und Umsetzung dieser anspruchsvollen Aufgabe. Unsere Experten aus dem IT-SERVICE.NETWORK sind gern an Ihrer Seite.

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Lena Klaus

Lena Klaus arbeitet seit 2018 als freie Autorin und SEO-Expertin für das IT-SERVICE.NETWORK. Seit 2013 kennt sie die IT-Branche und hat sich in diesem Zusammenhang auf B2C- und B2B-orientierte Content-Plattformen spezialisiert.

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