IT-Sicherheit

IT-Sicherheitscheck

So prüfen Unternehmen ihre IT-Sicherheit

von 16.09.2026
Ein IT-Sicherheitscheck hilft Unternehmen, Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und Systeme, Daten und Zugänge gezielt zu schützen. Bild: Pexels/panumas nikhomkhai
Ein IT-Sicherheitscheck hilft Unternehmen, Schwachstellen frühzeitig zu erkennen und Systeme, Daten und Zugänge gezielt zu schützen. Bild: Pexels/panumas nikhomkhai

Ein IT-Sicherheitscheck zeigt Unternehmen, wie gut ihre Systeme, Daten und Zugänge geschützt sind. Dabei lassen sich Schwachstellen erkennen, bevor Cyberkriminelle sie für Angriffe ausnutzen können.

Wir zeigen, was ein IT-Sicherheitscheck umfasst und wie eine IT-Sicherheitsprüfung Unternehmen hilft, ihre IT-Sicherheit gezielt zu verbessern.

Was ist ein IT-Sicherheitscheck?

Ein IT-Sicherheitscheck ist eine strukturierte Überprüfung der technischen und organisatorischen Sicherheitsmaßnahmen eines Unternehmens. Dabei wird untersucht, wie gut Systeme, Netzwerke, Benutzerkonten und Daten vor Cyberangriffen, Ausfällen und unberechtigten Zugriffen geschützt sind.

Je nach Umfang können beispielsweise Server, Computer, Netzwerkkomponenten, Cloud-Dienste, Backups und Zugriffsrechte betrachtet werden. Auch der Umgang mit Updates, Passwörtern und Sicherheitsvorfällen gehört häufig zur Überprüfung. Ziel ist es, mögliche Schwachstellen und fehlende Schutzmaßnahmen frühzeitig zu erkennen.

Eine solche Sicherheitsprüfung ist dabei nicht automatisch mit einem Audit oder einem Penetrationstest gleichzusetzen. Sie kann vielmehr als Bestandsaufnahme der vorhandenen IT-Sicherheit dienen und Unternehmen zeigen, an welchen Stellen konkreter Handlungsbedarf besteht.

Ein IT-Sicherheitscheck zeigt, wie gut Systeme, Daten und Zugänge eines Unternehmens geschützt sind. Bild: Pexels/panumas nikhomkhai

Ein IT-Sicherheitscheck zeigt, wie gut Systeme, Daten und Zugänge eines Unternehmens geschützt sind. Bild: Pexels/panumas nikhomkhai

Warum sind regelmäßige Sicherheitschecks wichtig?

Die IT-Infrastruktur eines Unternehmens verändert sich ständig. Neue Programme werden installiert, Beschäftigte erhalten Zugriffsrechte und weitere Geräte oder Cloud-Dienste kommen hinzu. Gleichzeitig werden regelmäßig neue Schwachstellen in Hard- und Software bekannt. Dadurch können Sicherheitsmaßnahmen, die ursprünglich ausreichend waren, mit der Zeit Lücken aufweisen.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik weist darauf hin, dass Cybersicherheit als Teil des Risikomanagements verstanden werden sollte. Zu den empfohlenen Maßnahmen gehören unter anderem regelmäßige Bestandsaufnahmen der Bedrohungslage, Sicherheitsupdates, Backups und die Schulung von Beschäftigten.

Ein Sicherheitscheck hilft Unternehmen dabei, solche Maßnahmen systematisch zu überprüfen. Werden beispielsweise veraltete Systeme, unnötige Benutzerkonten oder fehlende Schutzmechanismen erkannt, können Unternehmen reagieren, bevor daraus ein ernsthafter Sicherheitsvorfall entsteht.

Welche Bereiche werden überprüft?

Welche Bereiche bei einer Sicherheitsprüfung betrachtet werden, hängt von der vorhandenen IT-Infrastruktur ab. Ein wichtiger Punkt sind Benutzerkonten und Berechtigungen. Beschäftigte sollten nur auf die Systeme und Daten zugreifen können, die sie für ihre Arbeit tatsächlich benötigen.

Auch die Mehrfaktor-Authentifizierung spielt eine wichtige Rolle. Sie erschwert Angreifern den Zugriff auf Konten, selbst wenn Zugangsdaten bereits bekannt sind. Besonders sensible oder administrative Konten sollten entsprechend geschützt werden. Auch die US-Cybersicherheitsbehörde CISA empfiehlt MFA insbesondere für E-Mail-Dienste, Fernzugriffe und privilegierte Konten.

Weitere Prüfpunkte sind Updates und Patchmanagement, Firewall-Einstellungen, Netzwerkstrukturen, Endgeräte und Backups. Sicherungskopien sollten nicht nur vorhanden sein, sondern regelmäßig auf Wiederherstellbarkeit geprüft werden. Ebenso wichtig ist die Frage, ob ungewöhnliche Anmeldungen und andere sicherheitsrelevante Ereignisse erkannt werden können.

Benutzerkonten, Updates, Netzwerke und Backups gehören zu den wichtigen Bereichen einer IT-Sicherheitsprüfung. Bild: Pexels/MART PRODUCTION

Benutzerkonten, Updates, Netzwerke und Backups gehören zu den wichtigen Bereichen einer IT-Sicherheitsprüfung. Bild: Pexels/MART PRODUCTION

Wie läuft ein IT-Sicherheitscheck ab?

Am Anfang steht eine Bestandsaufnahme der vorhandenen IT. Dabei wird erfasst, welche Systeme, Geräte, Programme, Dienste und Zugänge eingesetzt werden. Auch besonders wichtige Daten und Anwendungen sollten bekannt sein, damit deren Schutz gezielt bewertet werden kann.

Anschließend werden die bestehenden Sicherheitsmaßnahmen überprüft. Dazu können unter anderem Softwarestände, Benutzerrechte, Backup-Konzepte, Netzwerkeinstellungen und Sicherheitsrichtlinien gehören. Abhängig vom vereinbarten Umfang können zusätzlich technische Prüfungen eingesetzt werden, um bekannte Schwachstellen oder Fehlkonfigurationen zu identifizieren.

Die Ergebnisse sollten anschließend dokumentiert und nach ihrer Bedeutung eingeordnet werden. Besonders kritische Schwachstellen müssen zuerst behoben werden. Aus der Prüfung entsteht damit ein konkreter Maßnahmenplan, der Unternehmen hilft, vorhandene Ressourcen gezielt für die Verbesserung der IT-Sicherheit einzusetzen.

Was ist der CyberRisikoCheck nach DIN SPEC 27076?

Speziell für kleinere Unternehmen gibt es mit dem CyberRisikoCheck nach DIN SPEC 27076 ein standardisiertes Verfahren zur Einschätzung der eigenen IT-Sicherheit. Die DIN SPEC wurde unter Leitung des BSI gemeinsam mit weiteren Partnern entwickelt und richtet sich insbesondere an Klein- und Kleinstunternehmen.

Bei dem Verfahren führt ein qualifizierter IT-Dienstleister ein etwa ein- bis zweistündiges Gespräch mit dem Unternehmen. Dabei werden 27 Anforderungen aus sechs Themenbereichen abgefragt und nach einem festgelegten System bewertet. Anschließend erhält das Unternehmen einen Bericht mit Ergebnissen und konkreten Handlungsempfehlungen. Diese werden nach ihrer Dringlichkeit eingeordnet.

Der CyberRisikoCheck ermöglicht damit einen vergleichsweise einfachen Einstieg in die strukturierte Bewertung der Cybersicherheit. Er ersetzt jedoch keine umfangreiche Zertifizierung oder ein vollständiges Informationssicherheitsmanagementsystem. Je nach Unternehmensgröße, Branche und Schutzbedarf können weitergehende Prüfungen erforderlich sein.

Regelmäßige Kontrollen helfen Unternehmen, neue Schwachstellen und Veränderungen in der IT-Infrastruktur frühzeitig zu erkennen. Bild: Pexels/Polina Zimmerman

Regelmäßige Kontrollen helfen Unternehmen, neue Schwachstellen und Veränderungen in der IT-Infrastruktur frühzeitig zu erkennen. Bild: Pexels/Polina Zimmerman

Wie oft sollte die IT-Sicherheit geprüft werden?

Eine einmalige Prüfung reicht in der Regel nicht aus, da sich sowohl die eigene Infrastruktur als auch die Bedrohungslage verändern. Unternehmen sollten ihre Sicherheitsmaßnahmen deshalb regelmäßig kontrollieren und bei größeren Veränderungen zusätzliche Überprüfungen durchführen.

Ein geeigneter Zeitpunkt ist beispielsweise die Einführung neuer Server, Cloud-Dienste oder Unternehmenssoftware. Auch nach größeren Netzwerkänderungen, einem Standortwechsel oder der Integration neuer Systeme kann eine erneute Sicherheitsanalyse sinnvoll sein. Nach einem Sicherheitsvorfall sollten Unternehmen ebenfalls prüfen, wie der Angriff möglich war und welche Maßnahmen angepasst werden müssen.

Wichtig ist zudem ein kontinuierliches Schwachstellen- und Patchmanagement. Bekannt gewordene Sicherheitslücken können von Angreifern gezielt ausgenutzt werden. Aktuelle Systeme, geregelte Updateprozesse und regelmäßige Kontrollen tragen deshalb wesentlich dazu bei, die Angriffsfläche zu reduzieren. CISA empfiehlt Unternehmen ebenfalls regelmäßige Schwachstellenbewertungen sowie eine zeitnahe Aktualisierung eingesetzter Software.

IT-Dienstleister unterstützen beim Sicherheitscheck

Für viele kleine und mittlere Unternehmen ist es schwierig, sämtliche IT-Sicherheitsrisiken selbst zu erkennen und dauerhaft zu überwachen. Gerade wenn keine eigene IT-Abteilung vorhanden ist, können externe Fachleute dabei helfen, die vorhandene Infrastruktur strukturiert zu überprüfen.

Die Experten aus dem IT-SERVICE.NETWORK unterstützen Unternehmen bei der Analyse und Absicherung ihrer IT. Dabei können beispielsweise Benutzerkonten, Netzwerke, Firewalls, Updates und Backup-Konzepte überprüft und vorhandene Schwachstellen identifiziert werden.

Auf Grundlage der Ergebnisse lassen sich anschließend geeignete Schutzmaßnahmen priorisieren und umsetzen. Auch bestehende Sicherheitskonzepte sollten regelmäßig überprüft werden, damit neue Systeme und veränderte Anforderungen berücksichtigt werden. So wird der IT-Sicherheitscheck von einer einmaligen Bestandsaufnahme zu einem wichtigen Baustein für eine dauerhaft geschützte IT-Infrastruktur.


Weiterführende Informationen:
BSI, BSI, BSI, dinmedia, dinmedia
Zur besseren Lesbarkeit verwenden wir im Text die männliche Form. Gemeint sind jedoch immer alle Geschlechter und Geschlechtsidentitäten.

Geschrieben von

Sandra Morgenroth unterstützt seit April 2025 das Marketing-Team als Content-Redakteurin für den Blog des IT-SERVICE.NETWORK. Ihren beruflichen Start machte sie in der Ausbildung zur Medienkauffrau bei der Lippstädter Tageszeitung. Danach ging Sandra für das Studium Medien- und Kommunikationsmanagement nach München. Nach einigen Jahren im fernen Bayern zog es sie wieder zurück in die Heimat. Anfang… Weiterlesen

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