Datenklau – 5 Sofort-Maßnahmen

Schnelle Hilfe bei Datendiebstahl


11. Februar 2019, von in IT-Sicherheit

Opfer von Datenklau sind zunächst vor allem eines: panisch. Und das durchaus zu recht, schließlich kann ein Datendiebstahl extrem üble Folgen haben.

Wir verraten, was Sie sofort tun können und sollten, um den Schaden möglichst in Grenzen zu halten. Denn wer schnell handelt, kann häufig noch das Schlimmste verhindern.

Erste Hilfe bei Datenklau – unsere Tipps & Sofort-Maßnahmen

Zunächst einmal: bleiben Sie ruhig. Sie sind weder die erste, noch die einzige Person, die Opfer eines Datendiebstahls wurde. Nackte Panik nützt keinem etwas, am wenigsten Ihnen selbst. Führen Sie einfach die folgenden Schritte durch und warten Sie anschließend ab.

Tipp 1: Neue E-Mail Adresse einrichten & alle Passwörter ändern

Wichtig: es genügt nicht, nur die Passwörter aller wichtigen Accounts zu ändern. Denn wenn die Hacker die Zugangsdaten Ihrer E-Mail Adresse erbeutet haben, können sie die neuen Kennwörter ohne Mühe zurücksetzen und selbst neu vergeben. Richten Sie sich daher am besten eine komplett neue E-Mail Adresse ein. Im Anschluss daran ändern Sie sowohl die hinterlegte E-Mail Adresse als auch die Passwörter bei allen wichtigen Anwendungen. Das können sein:

  • Online-Banking Accounts (Bankinstitut, Kreditkarteninstitut usw.)
  • Soziale Medien (z. B. Facebook, Twitter, Instagram, Xing, Linkedin usw.)
  • Bezahldienste wie PayPal
  • Online Shops (z. B. Amazon, ebay, Zalando usw.)
  • Reiseportale
  • zusätzliche E-Mail Accounts

Achtung: verwenden Sie keinesfalls Passwörter, die den alten ähneln. Zudem sollte jeder Account ein eigenes, sicheres Passwort besitzen. Am besten nutzen Sie einen sicheren Passwort-Manager und lassen Ihre neuen Kennwörter generieren.

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Datenklau: Jetzt sind schnelle Sofort-Maßnahmen gefragt
© Pixabay

Tipp 2: Konten im Blick behalten & Bank informieren

Vorsicht, wenn die Gefahr besteht, dass sich der Datenklau auch auf Ihre Bankdaten erstreckt hat. Behalten Sie alle Konten, Sparbücher und auch die Kreditkartenabrechnung immer im Blick. Selbiges gilt für Accounts bei Bezahldiensten wie Paypal und Co. Informieren Sie zudem Ihre Bank über den Datendiebstahl. Ihr Ansprechpartner dort kann Sie zu möglichen Maßnahmen beraten und alle Transaktionen im Blick behalten. Wurden unberechtigt Beträge abgebucht, kann die Bank sie entsprechend zurückbuchen. Im schlimmsten Fall sollten Sie einfach neue Konten eröffnen.

Tipp 3: Keine Panik bei ominösen Briefen oder Rechnungen per Post

Einige Kriminelle nutzen die aus dem Datenklau erworbenen Adressdaten, um auf anderem Weg an Geld zu kommen. Es kann also in Folge des Angriffs durchaus passieren, dass Sie plötzlich Zahlungsaufforderungen, Rechnungen oder gefälschte Anwaltsschreiben erhalten. In diesem Fall gilt wieder: ruhig bleiben. Hinter den unberechtigten Forderungen verbergen sich häufig Briefkastenfirmen oder gar Absender, die noch nicht einmal einen Briefkasten haben. Sofern möglich, legen Sie schriftlich (per Einschreiben) Widerspruch gegen die Zahlungsaufforderungen ein. Besitzen Sie eine Rechtsschutzversicherung, kann diese auch im Zweifel helfen. So oder so: zahlen Sie auf keinen Fall. Abgesehen davon, dass das Geld dann erst einmal weg ist, haben Sie in der Regel auch keine Chance auf Erstattung – selbst wenn die Betrüger irgendwann gefasst werden. Auch die häufig angedrohten „Besuche“ von Inkasso-Unternehmen sind in der Regel nur leere Drohungen.

Tipp 4: E-Mail Postfach im Blick behalten

Behalten Sie das Postfach Ihrer alten E-Mail Adresse weiterhin im Auge, sofern Sie sich noch problemlos einloggen können. Selbst wenn „nur“ Ihre E-Mail Adresse ohne Zugangsdaten bei Hackern gelandet ist, werden Sie die Folgen des Datendiebstahls spüren. Zum Beispiel in Form regelrechter Spam-Tsunamis. Das ist dann allerdings das geringste Übel, vor allem, wenn Sie Tipp 1 befolgt haben. Dafür ist es umso wichtiger, dass Sie keine Spam-Mails aus Ihrem alten Postfach öffnen oder gar Datei-Anhänge öffnen oder auf Links klicken. Im schlimmsten Fall geht dann der Ärger nämlich erst recht los und Sie laden sich gefährliche Trojaner oder Ransomware auf Ihren Rechner.

Tipp 5: Dienstleister beauftragen

Es gibt eine ganze Reihe von Unternehmen, die auf die schnelle Hilfe bei Datenklau oder gar Identitätsdiebstahl spezialisiert sind und Sie entsprechend unterstützen können. Vor allem für vielbeschäftigte Menschen, die den Aufwand nicht selbst betreiben wollen oder können, kann das eine gute und effiziente Lösung darstellen. Selbiges gilt vor allem, wenn sensible Firmendaten zur Beute der Kriminellen gehören. Um hingegen Ihren Rechner und/oder Server bestmöglich vor Folge-Angriffen zu schützen, kontaktieren Sie einen der Sicherheitsexperten aus dem IT-SERVICE.NETWORK. Mittels professioneller Software kann so ein erneutes Eindringen von Trojanern und Co. verhindert werden. Auch bei der Durchführung der vorangegangenen Tipps wie beispielsweise der Implementierung eines Passwort-Managers, helfen unsere Spezialisten.

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