Mac Malware nimmt stark zu

Rasanter Anstieg von Angriffen auf Mac-Systeme

Von in IT-Sicherheit
02
Mai
'19

„Mac Malware“ verbindet zwei Begriffe, die bisher eigentlich nur selten nebeneinander auftauchten. Apples Produkte – vom Rechner bis zum Smartphone – galten bisher immer als besonders sicher. Aber damit scheint es nun vorbei zu sein.

Was die Gründe dafür sind bzw. waren, dass Apple-Produkte bisher sehr viel sicherer waren als die anderer Hersteller und warum sich genau das jetzt ändert, verraten wir.

mac malware

Mac Malware ist auf dem Vormarsch
© Free Photos / Pixabay

Mac Malware immer weiter verbreitet

In den vergangenen Jahren hieß es immer wieder: Hol‘ dir ein Macbook (bzw. iPhone), wenn du sicher vor Malware, Viren, Trojanern und Co. sein willst. Die Folge: Nicht nur Privatpersonen, sondern auch viele Unternehmen (und zwar nicht nur Werbeagenturen, in denen Macs schon immer stark gefragt waren) setzen bei der technischen Ausstattung vermehrt auf Produkte aus dem Hause Apple. Dennoch lag der Marktanteil von Macbook und Smartphone noch immer weit unter dem von Windows und Android.

Und genau das war bislang einer der Gründe, wieso sich viele Cyberkriminelle nicht auf Apple-Produkte konzentrierten. Irgendwo auch logisch: Im Bereich Smartphones betrug das Verhältnis beispielsweise jahrelang ungefähr 70 zu 30 Prozent. Bei Rechnern freute sich Microsoft über einen Marktanteil von knapp 90 Prozent, während Apple sich mit knapp 10 Prozent zufrieden gab (dazwischen irgendwo noch Linux). Für den Entwickler eines Erpressertrojaners ist es daher natürlich viel lukrativer, seine Malware für Windows zu optimieren. Zudem galten Apple-Systeme immer als besonders sicher. Das iPhone beispielsweise, weil es sich grundsätzlich um ein vollständig geschlossenes System handelt. Selbst der App Store ist nach wie vor zigfach besser abgesichert als der von Android bzw. Google.

Und trotzdem: Die Angriffe auf Mac-Systeme steigen rasant. Allein vom vierten Quartal in 2018 bis zum ersten in 2019, spricht der Sicherheitssoftware-Anbieter Malwarebytes von einem Mac-Malware-Anstieg von mehr als 60 Prozent, im Bereich Adware sind es satte 201 Prozent!

Der Mac-Virus ist kein Mythos (mehr)

Die Mac Malware, die Stand heute am weitesten verbreitet ist, trägt den klangvollen Namen PCVARK. Die Schadsoftware, die übrigens auch auf Windows-Systemen ihr Unwesen treibt, repliziert Dateien, verbirgt diese dann unter Systemdateien, deaktiviert Sicherheitsprogramme, nimmt Änderungen in der Registry vor und wechselt permanent den Standort. Zu allem Übel belegt PCVARK dann auch den kompletten Speicher und belastet die CPU, sodass irgendwann nichts mehr geht. Andere Schädlinge, speziell für Mac-Systeme konzipiert, sind der MacKeeper, der MacBooster und MPlayerX. Mac Malware ist also schon längst kein Mythos mehr, sondern bittere Realität, an der Privatnutzer und Unternehmen immer häufiger zu knabbern haben.

Laut dem Bericht von Malwarebytes haben sich zu allem Überfluss aber auch die Angriffsmethoden für Mac-Systeme selbst weiterentwickelt. Erst jüngst wurde ein Fall dokumentiert, bei dem die Angreifer mittels Open-Source-Code Cryptominer entwickelten. Woher aber kommt das plötzlich gestiegene Interesse der Hacker, auch vermehrt Mac Malware zu produzieren? Diese Frage wird nicht so leicht zu beantworten sein. Fest steht hingegen: Cyberkriminelle haben einen Weg gefunden, mehrere Fliegen mit einer Klappe zu schlagen.

Hacker entwickeln immer mehr systemübergreifende Schadsoftware

Viele (neue) Malware wird in der Programmiersprache Python entwickelt. Und selbige ist auf unterschiedlichen Plattformen verfügbar. Im Prinzip geht es also einfach darum, eine Malware zu „erfinden“, die dann mehr oder weniger direkt auf allen gängigen Betriebssystemen funktioniert. Ein weiteres Beispiel ist eine im vergangenen Februar durch Trend Micro entdeckte Mac Malware. Sie nutzte das Windows Dateiformat .EXE für ausführbare Dateien, um Malware auf Macbooks zu schleusen. Und zwar natürlich ohne, dass der Apple-eigene Schutzmechanismus Gatekeeper irgendetwas davon mitbekam. Auch hier galt das Prinzip: zwei Fliegen mit einer Klappe.

Schutz vor Mac Malware

Es bleibt dabei: Wer sich, seine Daten und somit im Zweifel sein gesamtes Unternehmen schützen will, kommt um eine professionelle Sicherheitssoftware nicht herum. Selbige sollte dann natürlich immer auf dem aktuellsten Stand sein und entsprechend gewartet werden. Wer dazu zu wenig Know-how, Ressourcen, Lust oder Zeit hat, setzt einfach auf unsere Dienstleistung Anti-Virus-Management.

border_color

IT-SERVICE.NETWORK – Nehmen Sie Kontakt zu uns auf!

Professionelle Unterstützung für Ihre IT-Sicherheit von Windows bis Mac

Jetzt Kontakt aufnehmen!

Lena Klaus

Lena Klaus arbeitet seit 2018 als freie Autorin und SEO-Expertin für das IT-SERVICE.NETWORK. Seit 2013 kennt sie die IT-Branche und hat sich in diesem Zusammenhang auf B2C- und B2B-orientierte Content-Plattformen spezialisiert.

Fragen zum Artikel? Frag den Autor

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


* = Pflichtfelder
Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.