Office-2010-Support-Ende steht bevor

Jetzt den Wechsel vorbereiten

Von in IT-Infrastruktur
09
Mai
'19

Die meisten Microsoft-Produkte unterliegen einem festgelegten Lebenszyklus: Er beginnt mit der ersten Veröffentlichung des Produkts und endet zehn Jahre später mit dem offiziellen „Dienstende“. Jetzt nähert sich das Office-2010-Support-Ende. Stichtag ist der 13. Oktober 2020. 

Auch Exchange Server 2010 steht vor dem Support-Ende. Wir stellen die Alternativen zu den auslaufenden Microsoft-Produkten vor.

Zu sehen ist das Microsoft-Logo mit den Farben orange, grün, blau und gelb; Microsoft sieht das Office 2010 Support-Ende vor. Foto: pixabay.de/Simon

Microsoft sieht das Office-2010-Support-Ende für den 13. Oktober 2020 vor. Foto: pixabay.de/Simon

Office-2010-Support-Ende nähert sich

Die Tage sind gezählt. Unaufhaltsam nähert sich das Office-2010-Support-Ende. Microsoft erklärt zum Supportlebenszyklus für Office 2010: „Wie für die meisten Microsoft-Produkte gilt für Microsoft Office 2010 ein Supportlebenszyklus, in dem wir neue Features, Softwareupdates, Sicherheitsfixes usw. bereitstellen. Dieser Lebenszyklus läuft zehn Jahre ab der Erstveröffentlichung des Produkts.“

Das Ende dieses Lebenszyklus bezeichnet Microsoft als Dienstende des Produkts. Stichtag für das Office-2010-Support-Ende ist der 13. Oktober 2020. Bevor der Stichtag erreicht ist, sollten Nutzer ihre Office-Installation aktualisieren – das empfiehlt Microsoft dringlich.

Unternehmen können sich aber sozusagen noch eine Gnadenfrist erkaufen, denn Microsoft gewährt Firmenkunden eine zusätzlich buchbare Übergangsphase von drei Jahren. Der Wechsel hin zu aktuellen Microsoft-Produkten ist damit allerdings nur weiter aufgeschoben.

Gefahr von Sicherheitslücken

Office 2010 wird auch für Privatkunden nicht schlagartig beendet, sondern wird auch nach dem Stichtag weiterhin funktionieren. Aber entscheidende Vorteile sind dann nicht mehr verfügbar: Es wird keine Softwareupdates für erkannte Fehler, keine Sicherheitsfixes für erkannte Schwachstellen und keinen technischen Support bei auftretenden Problemen mehr geben.

Der Knackpunkt für den Nutzer ist dieser: Sollte es nach dem jeweiligen Stichtag zu Sicherheitslücken kommen, werden diese nicht mehr durch Updates von Microsoft geschlossen. In Zeiten von Malware, Verschlüsselungstrojanern und Hacker-Angriffen stellt dies natürlich eine gefährliche Bedrohung für die Internetsicherheit dar.

Insbesondere für Unternehmen können dadurch große Nachteile entstehen. Angriffe, Datenverluste und eine Unterbrechung der geschäftlichen Abläufe drohen. Im schlimmsten Fall kann dies bedeuten, dass es zu einer längeren Ausfallzeit kommt.

Auch Support von Exchange Server 2010 endet

Nicht nur für Office 2010 stellt Microsoft den Support im Jahr 2020 ein, sondern auch für Exchange Server 2010. Für dieses Microsoft-Produkt tritt das Dienstende sogar noch früher ein, denn es ging schon im Januar 2010 in den Verkauf, sodass hier der 14. Januar 2020 als offizielles Dienstende gilt.

Nachdem dieser Stichtag überschritten ist, wird Microsoft auch bei diesem Produkt keine Fehler mehr beheben, die dessen Stabilität und Nutzung negativ beeinflussen. Außerdem werden keine weiteren Updates zur Sicherheit veröffentlicht. Deswegen besteht auch hier wiederum die Gefahr von Sicherheitslücken. Auch zum Exchange-Server-2010-Support-Ende stellt Microsoft ausführliche Informationen bereit.

Warum hält Microsoft eigentlich an diesem harten Schnitt fest? Ganz einfach: Anstatt weiterhin Geld in die Pflege der alten Software und in die Bereitstellung von Updates zu stecken, entwickelt Microsoft lieber neuere Produkte und verbessert diese.

Zu sehen ist das Logo von Office 365 in der Farbe Orange; nach dem Office-2010-Support-Ende ist Office 365 eine Alternative. Bild: Microsoft

Nach dem Office-2010-Support-Ende und dem Exchange-2010-Support-Ende ist Office 365 eine Alternative. Bild: Microsoft

Was kommt nach dem Office-2010-Support-Ende?

Damit Sicherheitsprobleme erst gar nicht aufkommen, empfiehlt es sich in jedem Fall, frühzeitig aktiv zu werden und die Migration zu neueren Microsoft-Produkten in Angriff zu nehmen. Für Office 2010 bieten sich mehrere Alternativen an: Einerseits ist der Wechsel zu einer unterstützten Version von Office (zum Beispiel Office 2019) möglich, andererseits kann man sich direkt für Office 365 entscheiden.

Im Fall von Exchange Server 2010 sind die Möglichkeiten weniger vielfältig, denn es ist keine direkte Migration zu Exchange Server 2019 möglich. Das bedeutet, dass hier in jedem Fall ein Zwischenschritt zu Exchange Server 2016 eingelegt werden muss. Die andere Option ist, alle lokalen Postfächer von Exchange Server 2010 zu Office 365 zu migrieren.

Wer sich also in beiden Fällen für Office 365 entscheidet, schlägt zwei Fliegen mit einer Klappe. Office 365 ist ein cloudbasierter Abonnementdienst, der sowohl für Privatleute als auch für Unternehmen angeboten wird und laut Microsoft die besten Lösungen für die moderne Arbeitswelt vereint.

Vorteile von Office 365

Office 365 hat einige Neuerungen an Bord, die Ihrem Unternehmen auf die Sprünge helfen. Microsoft bewirbt Office 2010 auf der zugehörigen Produktseite als „komfortable Lizenz-Komplettlösung für den modernen Arbeitsplatz“. Einige Vorteile sind zum Beispiel:

  • Sichere und produktive Arbeitsumgebung für Mitarbeiter im Büro und unterwegs
  • Werkzeuge für bessere Zusammenarbeit im Team
  • Daten in Echtzeit erstellen, bearbeiten und mit anderen teilen
  • Einfache Bereitstellung und Verwaltung von Geräten und Anwendungen
  • Alle neuen Office- und Windows-Funktionen, Anwendungen und Weiterentwicklungen
  • Integrierte Sicherheitsfunktionen zum Schutz Ihrer Organisation vor Bedrohungen wie Malware, Phishing, Ransomware und anderen Angriffen
  • Zuverlässiger Schutz Ihrer Geschäftsinformationen und Daten

Unterstützung bei der Migration

Sie nutzen derzeit ebenfalls noch Office 2010 oder Exchange Server 2010? Unsere Experten aus dem IT-SERVICE.NETWORK helfen Ihnen gern weiter, falls Sie bei der Migration zu einem neuen Microsoft-Produkt Hilfe benötigen.

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Janina Kröger

Seit Anfang 2019 ist Janina Kröger für den Blog des IT-SERVICE.NETWORK verantwortlich. Neue IT-Trends? Wichtige Business-News? Die studierte Germanistin und ausgebildete Redakteurin behält nicht nur das Geschehen auf dem IT-Markt im Blick, sondern versteht es zudem, IT-Themen verständlich und SEO-optimiert aufzubereiten.

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