Win-7-Support-Ende

Alle Fakten und Eckdaten zusammengefasst

Von in Aktuelles
14
Jan
'20

Mit dem 14. Januar 2020 ist das Win-7-Support-Ende erreicht. Nicht wenige Unternehmen haben die Zeit bis zum Stichtag allerdings untätig verstreichen lassen und nutzen das Betriebssystem noch immer. Damit gehen sie ein enormes Sicherheitsrisiko ein.

Wir ziehen mit den wichtigsten Fakten zum Support-Ende von Win 7 ein Fazit und greifen die aktuellsten Informationen auf.

Win 7 Support-Ende

Lange wurde schon darüber gesprochen: Jetzt ist das Support-Ende von Win 7 da. Bild: Pixabay/sipa

Das Support-Ende von Win 7 ist da

Windows 7 (kurz Win 7) war lange Zeit eines der beliebtesten Betriebssysteme für den privaten Gebrauch sowie für den Einsatz im Unternehmen. Seit einigen Jahren ist das Ende des Supports von Win 7 schon in aller Munde. Bereits am 13. Januar 2015 hat Microsoft nämlich den regulären Support beziehungsweise den sogenannten Mainstream-Support eingestellt.

Seitdem erhält das Betriebssystem lediglich noch Sicherheitsupdates. Mit dem ersten Patch-Day dieses Jahres (14. Januar 2020) ist das aber auch vorbei. Microsoft wird nämlich keine weiteren Sicherheitsupdates für Win 7 bereitstellen und die Windows-Version nicht weiter aktualisieren.

Lesen Sie unsere weiteren Blogposts zum Support-Ende von Windows 7, um einen tieferen Einblick in die Thematik zu bekommen. In diesem Fazit fassen wir alles Wesentliche noch einmal übersichtlich zusammen.

Unsere Artikel zum Support-Ende von Windows 7
1. Teil: Verlängerung des Windows-7-Supports für Unternehmen (September 2018)
2. Teil: Das Windows-7-Support-Ende und der Wechsel zu Windows 10 (April 2019)
3. Teil: Wie lange kann man Windows 7 noch nutzen? (Oktober 2019)
4. Teil: Windows-7-Alternativen (Dezember 2019)
5. Teil: Fazit zum Windows-7-Support-Ende (Januar 2020)

Fazit zum Win-7-Support-Ende

Trotz des voraussehbaren Endes vom Win-7-Support wurde das einst beliebteste Betriebssystem bis zum Support-Ende aktiv genutzt. Während Windows 7 gegen Ende 2018 noch mit einem Marktanteil von knapp 42 Prozent vor Windows 10 mit 36 Prozent in Führung lag, befand sich Windows 7 Mitte 2019 mit einem Marktanteil von knapp 32 Prozent hinter Windows 10 mit circa 59 Prozent. Ende 2019 war der Marktanteil von Windows 7 schon deutlich geringer, allerdings lag er immer noch bei rund 27 Prozent.

Und auch zum Stichtag des Win-7-Support-Endes nutzt so manches Unternehmen immer noch Win 7, arbeitet also ab sofort mit einem veralteten und ungeschützten Betriebssystem. Dafür, dass keine Sicherheitsupdates mehr zur Verfügung gestellt werden, ist das durchaus erschreckend – nicht jedoch verwunderlich, da die Neueinrichtung von Betriebssystemen an sämtlichen Computersystemen im Unternehmen natürlich mit einem nicht geringen Arbeitsaufwand verbunden ist.

Möglichkeiten der Weiternutzung von Win 7

Windows 7 kann auch trotz des Support-Endes weitergenutzt werden. Erst einmal funktioniert alles wie gewohnt. Sie sollten jedoch bedenken, dass Sie bei der Nutzung eines veralteten Betriebssystems ein deutlich erhöhtes Sicherheitsrisiko eingehen und erheblich anfälliger für Sicherheitsprobleme und Attacken sind. Auch ist davon auszugehen, dass Cyberkriminelle das Win-7-Support-Ende in den nächsten Wochen für sich nutzen und vermehrt versuchen werden, sich in die unzureichend geschützten Systeme zu hacken.

Wie im ersten Teil unserer Artikelreihe zum Support-Ende von Win 7 beschrieben, bietet Microsoft mit den „Extended Security Updates“ aber für Unternehmen eine kostenpflichtige Support-Verlängerung von bis zu drei weiteren Jahre an. Gerade für Unternehmen, die den Wechsel des Betriebssystems zu Windows 10 nicht fristgerecht umsetzen konnten, bietet sich diese Verlängerung an. Im ersten Jahr wird dieser „erweiterte Win-7-Support“ 50 Dollar kosten. Der Preis wird sich in den Folgejahren jedoch jeweils verdoppeln, sodass er im Jahr 2023 bereits 200 Dollar kosten wird.

Möglichkeiten des Wechsels zu Win 10

Das aktuelle Betriebssystem von Microsoft, Windows 10 (kurz Win 10), ist – mit mehr als 50 Prozent Marktanteil – das derzeit weltweit meistgenutzte Desktop-Betriebssystem. Es zeichnet sich nicht nur durch zahlreiche Vorteile gegenüber seinen Vorgänger-Versionen aus, sondern wird auch weiterhin zweimal jährlich mit wichtigen Funktions- und Sicherheitsupdates versorgt. Microsoft legt daher allen Kunden nahe, sämtliche Systeme auf das Betriebssystem Win 10 zu bringen.

Das Windows-10-Upgrade ist dabei gerade auch aus gesetzlicher Perspektive sinnvoll: Nur hierdurch werden sämtliche Anforderungen erfüllt und Ihre Computer stets ausreichend geschützt. Durch die monatlich herausgegebenen Patches kann sichergestellt werden, dass sämtliche neu entdeckte Sicherheitslücken immer sofort geschlossen werden.

Win 7: DSGVO-Strafen drohen

Dadurch, dass Sicherheitslücken in der Win-7-Software ab sofort nicht mehr geschlossen werden, drohen vermehrt Hacker-Angriffe. Und genau das ist das Problem. Denn: Die DSGVO, also die europäische Datenschutzgrundverordnung, verlangt von Unternehmen, bei der Verarbeitung und Nutzung personenbezogener Daten den „Stand der Technik“ einzuhalten. Wer einfach Windows 7 weiter nutzen will, verstößt eindeutig gegen diese Vorgabe.

In einer Pressemitteilung bezeichnet ESET Windows 7 daher als eine „tickende Zeitbombe für Unternehmen“. ESET-Security-Specialist Thomas Uhlemann: „Der Umstieg auf ein modernes Betriebssystem ist für Unternehmen und Privatanwender unausweichlich. Cyberkriminelle warten nur darauf, nicht mehr geschlossene Sicherheitslücken bei Windows 7 auszunutzen. Die weiterhin hohen Nutzerzahlen versprechen fette Beute.“

ESET geht davon aus, dass bei Datendiebstählen personenbezogener Daten das Bußgeld durch Datenschützer höher ausfallen wird, wenn veraltete Win-7-Software auf den gehackten Systemen verwendet worden ist. Und auch eine Cyber-Versicherung hilft dann unter Umständen nicht weiter: Die Versicherung könnte – je nach Police – nämlich die Leistung verweigern, wenn Unternehmen mit der weiteren Verwendung von Windows 7 bewusst ein Sicherheitsrisiko eingegangen sind.

Betriebssystem-Wechsel oder Komplett-Umrüstung?

Sie sehen: Ein Wechsel zu Windows 10 ist unausweichlich. Neben der Möglichkeit, mit Ihren Computersystemen einen Wechsel von Win 7 auf Win 10 zu vollziehen, können Sie die Gelegenheit aber auch direkt nutzen, um eine ganzheitliche Umrüstung Ihrer IT-Infrastruktur vorzunehmen. Natürlich benötigen Sie hierfür die entsprechenden finanziellen Mittel, auf lange Sicht wird sich diese Modernisierung für Sie aber rentieren.

Ein IT-Dienstleister des IT-SERVICE.NETWORK aus Ihrer Region unterstützt Sie – egal ob bei der Einrichtung neuer Betriebssysteme oder bei einer Komplett-Umrüstung. Melden Sie sich auch, wenn Sie erst einmal nur Fragen haben oder eine umfassende Beratung benötigen.

Microsoft hat zum 14. Januar 2020 übrigens nicht nur die Unterstützung für Windows 7 eingestellt. Auch das Support-Ende von Windows Server 2008 und 2008 R2 greift jetzt. In unserem Blogpost klären wir Sie über die Vorteile des Wechsels zu Microsoft Azure, zu Windows Server 2016 oder Windows Server 2019 auf.

Robin Laufenburg

Robin Laufenburg unterstützt seit 2018 den Blog des IT-SERVICE.NETWORK als Werkstudent. Neben seiner Arbeit als SEO-Texter studiert er Germanistik im Master. Auch in seiner Freizeit schreibt Robin Texte und tritt damit u.a. bei Lesebühnen auf.

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