Datensicherung

Worauf Sie beim Backup Management achten sollten


29. März 2018, von in IT-Sicherheit

In regelmäßigen Zeitabständen machen immer neue und agressivere Erpressungstrojaner in den Schlagzeilen von sich reden. Die Frage ist aber: Machen Sie auch regelmäßig eine Datensicherung? Wenn nein, dann sollten Sie das schnellstmöglich nachholen – und zwar nicht nur, weil am 31. März der World Backup Day stattfindet.

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Datensicherung sollte nicht nur zum World Backup Day ein Thema sein. (Bild: pixabay.com/422737)

Datensicherung – nicht nur zum World Backup Day ein Thema

Die Statistiken sind bedenklich: 30 Prozent aller Smartphone- und Computer-Nutzer haben noch nie ein Backup gemacht – und das, obwohl 113 Smartphones pro Minute verloren oder gestohlen werden und einer von zehn Computern monatlich mit einem Virus infiziert wird. Das zumindest sagt die Initiative hinter dem jährlich am 31. März stattfindenden World Backup Day auf ihrer Website.

Schaut man sich diese Zahlen einmal genauer an, sollte eine regelmäßige Datensicherung eigentlich gar keine Frage mehr sein. Natürlich beziehen sich die obigen Zahlen vor allem auf Privatnutzer von PC und Smartphone, doch gerade auch in Unternehmen lässt die Datensicherungsstrategie oft zu wünschen übrig. Kosten und Aufwand werden dann als Erklärung für eine fehlende oder lückenhafte Datensicherung angeführt.

Dabei sind Unternehmen in Deutschland auch per Gesetz zu einem angemessenen Risikomanagement verplichtet – und dazu gehört auch das regelmäßige Daten sichern. Gerade im Zuge der im Mai in Kraft tretenden DSGVO ist auch die Langzeitarchivierung von Daten ein Thema, das Sie im Bezug auf die Datensicherung nicht außer Acht lassen sollten.

Warum sind regelmäßige Backups so wichtig?

Sieht man einmal von den gesetzlichen Anforderungen ab, sollten regelmäßige Backups dennoch bei Ihnen an der Tagesordnung sein. Bei der Frage, ob sich der Aufwand und die Kosten für das Backup Management lohnen, sollten Sie sich immer vor Augen halten, was der Worst Case für Sie bedeuten könnte, nämlich: Datenverlust, Imageverlust, Einkommensverlust. Im manchen Fällen kann der Datenverlust sogar Ihre Existenz bedrohen.

Dagegen können die Vorteile der Datensicherung eigentlich nur überzeugen. Der wichtigste Vorteil ist natürlich, dass Sie durch regelmäßige Backups keinen Datenverlust befürchten müssen und Sie sich so zusätzlich vor den Folgen von Ransomware schützen können. Auch die Ausfallzeiten werden mithilfe aktueller Backups verringert, da Sie den ursprünglichen Betriebszustand schnell wiederherstellen können. Genauso müssen Sie geringere Einkommensverluste befürchten und weniger Zeit und Nerven in eine mühselige Datenrettung investieren.

Diese Datensicherungsstrategien gibt es

Nehmen wir eines schon mal vorweg, bevor es darum geht, eine zuverlässige Datensicherungsstrategie zu entwickeln: Jedes Backup ist besser als gar keins. Bevor Sie jetzt also in Panik verfallen und viel Zeit in das Entwickeln einer umfangreichen Backup-Strategie stecken, führen Sie am besten erst mal eine grundsätzliche Datensicherung durch. Damit sind Sie auf jeden Fall schon mal auf der sicheren Seite.

Wichtig dabei: Vergessen Sie bei Ihrem Backup Management nicht die Daten von Smartphones und Tablets, die Ihre Mitarbeiter nutzen. Auch hier befinden sich mitunter wichtige Daten, deren Verlust schwerwiegend sein kann.

Welche Sicherungsart für Sie in Frage kommt, richtet sich vor allem nach der Menge an Daten, wie oft sich diese ändern und in welchem Umfang neue Daten dazukommen. In der Regel unterscheidet man zwischen den folgenden drei Arten der Datensicherung:

  • Komplettsicherung: Alle Daten werden komplett auf ein externes Speichermedium übertragen.
  • Differenzielle Sicherung: Nur Daten, die seit der letzten Komplettsicherung neu dazugekommen sind, werden gespeichert.
  • Inkrementelle Sicherung: Nur Daten, die seit der letzten inkrementellen Sicherung dazugekommen sind, werden gespeichert.

Zusätzlich gibt es verschiedene Backup-Strategien, die bestimmen, unter welchen Bedingungen und in welchen Abständen einzelne Sicherungsstände überschrieben werden dürfen. Die bekanntesten sind First In, First Out (FIFO), Großvater-Vater-Sohn und die Türme von Hanoi.

Datensicherung: Welches Speichermedium soll ich wählen?

Auch bei der Wahl der Speichermedien gibt es verschiedene Optionen, die für ein Backup Ihrer Daten in Frage kommen. Wir stellen Ihnen die drei gebräuchlichsten vor.

Datensicherung auf lokalen Datenträgern

Ganz klassisch ist natürlich das Backup auf lokalen Datenträgern. Dazu gehören vor allem externe Festplatten, NAS– und SAN-Systeme, RDX-Medien, RAID oder Streamer. Lokale Datenträger eignen sich vor allem bei großen Datenmengen und sich häufig ändernden Daten. Außerdem sind die Backup-Daten schnell verfügbar und können verschlüsselt gesichert werden. Allerdings können Datenträger durch Hard- oder Softwarefehler schnell unbrauchbar werden; zudem müssen sie regelmäßig gewartet und aktualisiert werden.

Cloud-Backup

Immer beliebter wird das Backup über die Cloud. Dabei wird eine Kopie der Daten über ein Netzwerk an einen externen Server beziehungsweise an ein externes Rechenzentrum gesendet. Abgerechnet wird meist je nach benötigter Speicherkapazität oder über die Anzahl der Nutzer. Der größte Vorteil des Cloud-Backups sind die leicht kontrollierbaren Kosten und die schnelle Datenwiederherstellung. Außerdem trennt das Backup über Cloud-Lösungen die gesicherten Daten vom Ort der Datenerstellung (Georedundanz).

Hybrid-Backup

Die dritte Alternative ist ein sogenanntes Hybrid-Backup. Sie ist gleichzeitig die sinnvollste Backup-Strategie, denn sie orientiert sich an der 3-2-1-Regel. Hierbei verfügen Sie über drei Sätze von Daten: dem, mit dem Sie arbeiten sowie zwei Sicherungsdatensätze. Diese sollten jeweils auf unterschiedlichen Speichermedien angelegt werden. Außerdem sollten Sie mindestens eins der Speichermedien außerhalb Ihrer Geschäftsstelle aufbewahren, beispielsweise in der Cloud.

World Backup Day – Sichern Sie Ihre Daten

Eingangs haben wir ihn bereits erwähnt: den World Backup Day. Er findet seit 2011 jedes Jahr am 31. März statt und soll ein öffentliches Bewusstsein für die regelmäßige Datensicherung schaffen. Natürlich sollten Sie Backups nicht nur einmal im Jahr durchführen. Je nach Datenmenge sollten Sie darauf achten, Ihre wichtigen Daten zumindest wöchentlich, wenn nicht sogar täglich zu sichern, um sich gegen Datenverlust zu schützen.

Trotzdem ist der World Backup Day eine gute Erinnerung daran, zum externen Speichermedium der Wahl zu greifen und Ihre Daten zu sichern. Dafür stehen gerade auch im Unternehmensumfeld zahlreiche Backup-Tools zur Verfügung, die Ihnen bei der Arbeit helfen.

Wenn Sie die Datensicherung lieber abgeben wollen, können Sie auch auf Dienstleister wie das IT-SERVICE.NETWORK zurückgreifen. Sie bieten Ihnen nicht nur eine umfassende Beratung zum Thema Backup Management sondern finden auch mit Ihnen gemeinsam die passende Lösung für Ihre Datensicherung.

Orderacustomessay, 31. März 2018 um 6:19

Hi Katharina, bei Backup-Plugins bin ich mir selbst nicht 100% sicher. Theoretisch sollte es immer okay sein, wenn du Backups auf dem eigenen Server speicherst. Wenn du allerdings Backups auf einem externen Server, wie z. B. Google Drive, Dropbox etc. speicherst und diese Backups personenbezogene Daten enthalten (z. B. wenn IPs oder E-Mail-Adressen in deiner WordPress-Datenbank gespeichert sind), sieht das schon wieder anders aus. LG Finn

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