IT-Compliance

Rechte, Pflichten & Nutzen der IT-Compliance

Von in IT-Sicherheit
13
Nov
'19

Eine IT-Compliance sollte jedes Unternehmen haben. Sie regelt nicht nur die Einhaltung gesetzlicher Vorgaben, Pflichten und Auflagen, sondern erhöht auch den allgemeinen Sicherheitsstandard und kann damit sogar wirtschaftliche Risiken für Geschäft und Image minimieren.

Wie eine IT-Compliance aufgebaut ist, welchen Nutzen sie hat und welche Anforderungen sich im Vorfeld für Unternehmer ergeben, erfahren Sie hier.

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Die IT-Compliance erhöht die IT-Sicherheit. Bild: Pixabay/geralt

Compliance – von der IT bis zum Kartellrecht

Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff  Compliance „Beachtung“ oder auch „Fügsamkeit“. Im rechtswissenschaftlichen und betriebswirtschaftlichen Zusammenhang handelt es sich um eine Umschreibung für die gesetzliche Regeltreue und Selbstverpflichtung, die Unternehmen in unterschiedlichsten Bereichen anstreben bzw. umsetzen, um sich damit auf diversen Ebenen zu schützen.

Eine Compliance kann sich auf verpflichtende Regeln und Gesetze, aber auch unternehmenseigene Leitlinien für den Umgang mit Prozessen, Menschen, Geschäften oder Geräten beziehen. So kann es beispielsweise verschiedene Regelwerke im Unternehmen geben.

Experten unterscheiden häufig wie folgt:

  • IT-Compliance
  • Social-Compliance (Umweltschutz, Tierschutz, Kontrolle von Lieferanten, Menschenrechte)
  • Financial-Compliance (Insider-Geschäfte, Korruption, Steuerdelikte, Geldwäsche, Interessenkonflikte)
  • Legal-Compliance (die Einhaltung von Gesetzen und Verordnungen)
  • Controlling-Compliance (Verschleierung, unrechtmäßige Handlungen durch Mitarbeiter)

Übergeordnetes Ziel ist dabei immer die Gewährleistung der Gesetzeskonformität sowie die Einhaltung von Standards und Normen. Die Erstellung einer Compliance hilft aber auch dabei, den Überblick zu behalten und sollte daher laufend angepasst werden (zum Beispiel bei Inkrafttreten neuer Gesetze oder Gesetzesänderungen).

Grundlagen für die IT-Compliance

In der IT-Compliance Richtlinie werden alle Vorgaben für das Unternehmen geregelt, die im engen oder weiteren Sinne mit der technischen Infrastruktur zu tun haben. Dabei spielt es nur eine untergeordnete Rolle, ob bestimmte Bereiche wie beispielsweise das Hosting von externen Dienstleistern abgedeckt werden. Neben Gesetzen müssen Unternehmen dabei auch weitere Vorgaben aus unterschiedlichen Regelwerken beachten. Diese erstrecken sich beispielsweise auch auf Verträge, die die rechtlichen Vorgaben er­gän­zen, sowie auf unterneh­mens­interne und unternehmensexterne Regelwerke.

Basis für die Erstellung einer entsprechenden Richtlinie, ist im Vorfeld eine Beantwortung der folgenden Fragen:

  • Welche Gesetze und Normen sind für die IT des Unternehmens relevant? (zum Beispiel das IT-Sicherheitsgesetz, DSGVO)
  • Existieren darüber hinaus Vorgaben aus Verträgen oder anderen Regelwerken (ISO, DIN, Aufbewahrungspflichten)?
  • Welche IT-gestützten Anwendungen und Prozesse sind betroffen?
  • Welche (wirtschaftlichen) Risiken existieren in diesem Zusammenhang?
  • Welche Compliance-Anforderungen müssen die verschiedenen IT-Bereiche erfüllen?
  • Welche personellen, technischen und organisatorischen Maßnahmen sind für die Gewährleistung der Compliance zu ergreifen?
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Safety first – das gilt besonders für die IT. Bild: Pixabay/geralt

Unternehmensinterne Regeln – Erhöhung der IT-Sicherheit

Gesetze und Vorgaben sind das eine, interne Regelungen das andere. Letzteres spielt dabei eine größere Rolle, als Sie auf den ersten Blick vielleicht denken.

So kann beispielsweise die Festlegung von Richtlinien für den Umgang mit Passwörtern oder den E-Mail Verkehr massive (positive) Auswirkungen auf die IT-Sicherheit haben. Im Prinzip sorgt die Compliance, die für alle Angestellten verbindlich ist, so proaktiv für zusätzlichen Schutz vor Hacking- und Social Engineering Attacken oder Datenschutz-Vorfällen.

Wenn Sie Unterstützung bei der Erstellung einer IT-Compliance-Richtlinie benötigen, stehen Ihnen unsere Experten aus dem IT-SERVICE.NETWORK gern zur Verfügung. Nehmen Sie einfach Kontakt auf, erfahren Sie mehr über den Nutzen und die Vorteile der IT-Richtlinie und lassen Sie sich unverbindlich beraten.

Lena Klaus

Lena Klaus arbeitet seit 2018 als freie Autorin und SEO-Expertin für das IT-SERVICE.NETWORK. Seit 2013 kennt sie die IT-Branche und hat sich in diesem Zusammenhang auf B2C- und B2B-orientierte Content-Plattformen spezialisiert.

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