Workation: Arbeit & Urlaub verbinden

So machen Sie Workation für Ihre Mitarbeiter möglich

Von in Aktuelles
12
Mai
'21

Einen Laptop und eine stabile Internetverbindung – mehr braucht ein Büromitarbeiter häufig nicht, um arbeiten zu können. Und das eröffnet ganz neue Möglichkeiten: Mit dem Konzept Workation arbeiten Mitarbeiter dort, wo andere Urlaub machen. 

Wir erklären, was hinter dem Workation-Konzept steckt und nennen die Grundvoraussetzungen dafür.

Eine Frau sitzt in einer Urlaubszene am Laptop und arbeitet. Sie nutzt das Workation-Konzept. Bild: Unsplash/Persnickety Prints

Arbeiten und reisen verbinden – das ist die Idee hinter dem Workation-Konzept. Bild: Unsplash/Persnickety Prints

Remote Work auf die Spitze getrieben

Die Pandemie hat uns gelehrt: Mitarbeiter müssen nicht unbedingt an ihrem Arbeitsplatz im Büro sitzen, damit Geschäftsabläufe funktionieren. Nach der ein oder anderen anfänglichen Schwierigkeit bei der Ausstattung mit Laptops und spezieller Kollaborationstools hat sich Remote Work etabliert. Viele Angestellte fordern bereits, dass die Möglichkeit dazu auch nach der Pandemie bestehen bleibt – sie haben die Vorteile der Fernarbeit zu schätzen gelernt und wollen sie nicht mehr missen.

Bei dem ein oder anderen Angestellten schwelt sogar noch ein weiterführender Gedanke im Hinterkopf: Remote Work ist nicht mit Home Office gleichzusetzen – warum sollte man dann an die eigenen vier Wände gebunden sein? Manche haben diese Frage schon längst hinter sich gelassen und leben zeitweise ein Konzept, das sich Workation nennt. Und wieder andere haben schon alle Zelte abgebrochen und ziehen als digitale Nomaden durch die Welt.

Aber wie funktioniert das Workation-Konzept genau? Worin bestehen die Unterschiede zum Digitale-Nomaden-Konzept? Welche Vorteile hat Workation? Und wie können Sie Workation für Ihre Mitarbeiter realisieren? Antworten gibt es bei uns!

Was ist Workation?

Der Begriff Workation setzt sich aus den englischen Wörtern „work“ (deutsch: Arbeit) und „vacation“ (deutsch: Urlaub) zusammen und meint genau das – die Kombination aus Arbeit und Urlaub beziehungsweise das Verlegen des Arbeitsplatzes an eine Urlaubsdestination. Vor allem Selbstständige und Freelancer, inzwischen aber auch schon Angestellte, reisen mit diesem Konzept also an mehr oder weniger ferne Orte, an denen sie erst arbeiten und nach Feierabend und am Wochenende sozusagen Urlaub machen.

Die Vorteile des Reisens – die Entspannung, das Abschalten, die neuen Reize und das Abenteuer – werden also in den Arbeitsalltag integriert und die Work-Life-Balance wird somit perfektioniert. Und das funktioniert immer besser, seit die Digitalisierung endgültig ihren Siegeszug angetreten ist. Denn: Immer mehr Angestellte verfügen inzwischen – auch wegen der Corona-Pandemie – über eine Home-Office-Ausstattung und können theoretisch nicht nur von zuhause aus, sondern von überall auf der Welt auf das Firmennetzwerk zugreifen und ihrer Arbeit nachgehen, als wären sie vor Ort im Büro. Warum also nicht das Büro ins Urlaubshotel verlegen?

Eine Person arbeitet auf einem Balkon an einem fremden Ort an seinem Laptop – dank Workation-Konzept. Bild: Unsplash/Kornél Máhl

Neue Ort kennenlernen – mit Workation wird das möglich. Bild: Unsplash/Kornél Máhl

Workation vs. digitale Nomaden

Das Prinzip ist bei Workation ähnlich wie beim digitalen Nomadentum – man arbeitet beim Reisen. In der Regel ist Workation aber zeitlich begrenzt, denn auch der schönste Urlaub ist leider irgendwann vorbei. Digitale Nomaden dagegen sind dauerhaft auf Reisen. Sie ziehen von einem (Urlaubs-)Ort zum nächsten, arbeiten dort entweder in ihrer Unterkunft, im Café mit W-LAN oder mieten sich in einem Coworking Space ein – also einem Gemeinschaftsbüro, in dem einzelne Arbeitsplätze gebucht werden können.

Manche digitale Nomaden ziehen sogar im Wohnwagen oder Camper umher. Inzwischen gibt es auch hier einige Möglichkeiten, das Gefährt mit einem Internetzugang auszustatten, sodass von so ziemlich jedem Fleckchen Erde gearbeitet werden kann, bevor es dann weiter zur nächsten Station geht.

Beide Konzepte sind also für alldiejenigen geeignet, die ihren Traum vom Reisen zur Wirklichkeit machen wollen. Und besonders jetzt, in Zeiten, in denen die Technik mitspielt, wollen viele Reiselustige die Gelegenheit beim Schopf ergreifen.

Was sind die Vorteile von Workation?

Workation bietet sowohl Arbeitnehmern als Arbeitgebern erhebliche Vorteile. Wir geben Ihnen im Folgenden eine Übersicht über die Vorteile von Workation:

  • Work-Life-Balance in ihrer schönsten Ausprägung.
    Keine Gelegenheit, die Reise- und Abenteuerlust auszuleben? Das kann Mitarbeiter frustrieren. Durch den Mix von Reisen und Arbeiten lässt sich dem entgegenwirken. Alltagsroutinen werden durchbrochen, negative Auswirkungen von Stress reduziert und Energiereserven aufgefüllt.
  • Glückliche Mitarbeiter sind motivierte Mitarbeiter. 
    Mitarbeiter, die die Möglichkeit von Workation nutzen dürfen, fühlen sich gefördert, arbeiten motiviert und bleiben gern im Unternehmen. So wirkt sich die Möglichkeit von Workation – vielleicht als Baustein Ihres Feel-Good-Managements? – positiv auf die Mitarbeiterbindung aus.
  • Horizont erweitern für neue Ideen.
    Ein Tapetenwechsel hat schon so manche Idee hervorgebracht. Neue Eindrücke, Inspirationen und Erlebnisse beim Arbeiten und Reisen erweitern den Horizont Ihrer Mitarbeiter und können die Arbeitsergebnisse positiv beeinflussen.
  • Workation kann Networking unterstützen.
    Einerseits bieten viele Hotels Office-Räume, in denen sich Workation-Gäste vernetzen können, andererseits bieten Coworking Spaces in vielen Städten Gelegenheit zum Netzwerken. Und wer weiß: Vielleicht lässt sich hier ja ein für das Unternehmen gewinnbringender Kontakt knüpfen?
  • Kinderbetreuung in den Ferien? Kein Problem.
    Einige Hotels bieten Eltern perfekt ausgestattete Arbeitsplätze in Kombination mit einem Ferienprogramm für die Kinder – dadurch lässt sich dann auch das Betreuungsproblem in den Sommerferien lösen. Und in der Freizeit können die Familien gemeinsam den Urlaubsort entdecken.
  • Gemeinsame Workation zum Teambuilding nutzen.
    Vor allem kleine Unternehmen oder auch einzelne Abteilung nutzen die Gelegenheit, mit mehreren Mitarbeitern zu verreisen – als Teambuilding-Event. Es werden gemeinsam Aufgaben erledigt, aber auch Freizeitaktivitäten gemacht.

Sie sehen, dass die Vorteile für sich sprechen. Allerdings müssen Unternehmen einiges beachten, um ihren Mitarbeitern die Möglichkeit von Workation bieten zu können.

Ein Mann macht mit Laptop Workation am Hotelpool. Bild: Unsplash/Humphrey Muleba

Arbeiten mit Blick auf den Pool – Workation macht’s möglich. Bild: Unsplash/Humphrey Muleba

Reisen und arbeiten möglich machen

Die Reisebranche hat Workation schon für sich entdeckt und viele Hotels haben mit Büroräumen und Co. für beste Bedingungen gesorgt. Bei einigen Arbeitgebern besteht dagegen noch Handlungsbedarf. Wir haben daher einige Grundvoraussetzungen gesammelt, die für Workation zu erfüllen sind:

  • Das ortsunabhängige Arbeiten steht und fällt mit einem Laptop. Ohne wird das mobile Arbeiten schwierig. Möglicherweise haben Sie Ihre Mitarbeiter aber ohnehin schon mit einem Laptop für das Home Office versorgt. Falls nicht, können Sie Home-Office-Ausstattung auch mieten.
  • Ob Home Office oder Urlaubsort: Für produktives Arbeiten braucht es mehr als einen Laptop. Hilfreich sind ein zusätzlicher portabler Monitor, eine externe Tastatur und Maus mit Bluetooth-Funktion und ein Headset mit Noise-Cancelling-Funktion.
  • Genauso elementar wie der Laptop sind moderne Tools für virtuelle Teams – Sie möchten schließlich, dass die Zusammenarbeit im Team genauso gut funktioniert, als wäre der Tele-Mitarbeiter vor Ort im Büro. Kollaborationstools und Videokonferenz-Lösungen sind hier die Basis. Durch das Einstellen von Hintergründen kann sich der Mitarbeiter aus der Bambusstrandhütte in eine Büroumgebung zaubern.
  • Zwingend notwendig ist auch, dass der Mitarbeiter mit seinem Laptop auf Informationen im Firmennetzwerk zugreifen kann – und das natürlich über eine optimal abgesicherte Verbindung. Die IT-Sicherheit ist unbedingt zu beachten, denn Fernzugriffe sind oftmals unsicher.
  • Der Laptop sollte im Idealfall mit einer Monitoring-Software ausgestattet sein, mit der die IT-Abteilung daheim oder der zuständige externe IT-Dienstleister die Sicherheitsfunktionen im Blick behält. Und auch die Möglichkeit zum Fernzugriff durch den IT-Spezialisten sollte eingerichtet sein, damit sich Computerprobleme aus der Ferne beheben lassen.
  • Zuletzt wäre noch die organisatorische Komponente zu nennen, denn einige Grundvoraussetzungen müssen vor Reiseantritt abgesteckt werden. Es gilt zum Beispiel, Arbeitszeiten zu definieren, damit das Team weiß, wann es den Mitarbeiter auf Workation erreichen kann.

Mit diesen Tipps haben Sie die Weichen für Workation gestellt. Zu kompliziert? Dann holen Sie sich doch einfach Unterstützung!

IT-Experten verhelfen zur Workation-Ausstattung

Damit auch Ihre Mitarbeiter zumindest für eine Weile mit Berg-, See- oder Meerblick arbeiten können, unterstützen die Experten aus dem IT-SERVICE.NETWORK gern mit der perfekten Ausstattung. Sie übernehmen die Hardware- und Softeware-Beschaffung und implementieren die passenden Kollaborationstools auch in Ihrem Unternehmen – egal ob Sie all das per Sofortabschreibung gekauft oder auch gemietet haben.

Dabei haben unsere IT-Fachleute natürlich auch die IT-Sicherheit im Blick und statten den für Sie bestellten Laptop direkt mit den notwendigen Sicherheitsfunktionen aus. Dazu gehört auf Wunsch auch die Software für Monitoring und Fernwartung. Unsere IT-Spezialisten sorgen also für all das, was Ihre Mitarbeiter brauchen, um dort zu arbeiten, wo andere Urlaub machen.

Mit dem Desktop-Management übernehmen unseren IT-Experten übrigens auch das Monitoring aller PC-Arbeitsplätze in Ihrem Unternehmen komplett – ob mobile Geräte oder feste Desktops im Büro. Sie möchten mehr dazu erfahren? Dann nehmen Sie doch Kontakt auf und lassen Sie sich beraten!


Weiterführende Links:
Robinson, t3n

Janina Kröger

Seit Anfang 2019 ist Janina Kröger für den Blog des IT-SERVICE.NETWORK verantwortlich. Neue IT-Trends? Wichtige Business-News? Die studierte Germanistin und ausgebildete Redakteurin behält nicht nur das Geschehen auf dem IT-Markt im Blick, sondern versteht es zudem, das IT-Wissen des IT-SERVICE.NETWORK verständlich aufzubereiten.

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