Welcher Browser ist der sicherste?

Chrome, Safari, Firefox, Edge und Opera im Überblick

Von in IT-Sicherheit
10
Mai
'21

Browser laufen bei vielen Mitarbeitern den ganzen Tag. Hier wird etwas im Internet recherchiert, dort eine wichtige Information gesucht und der Browser danach gar nicht erst geschlossen. Umso wichtiger ist es, dass sich Unternehmen diese Frage stellen: Welcher Browser ist der sicherste? 

Wir stellen die bekanntesten Browser vor und geben eine Einschätzung zu ihrer Sicherheit.

Browser – das Tor zum World Wide Web

Es gibt so ziemlich keine Information, die sich über das Internet nicht finden lässt. Kurz den Browser geöffnet und schon kann über die Suchmaschine der Wahl nach der Telefonnummer des Lieferanten, nach geeigneten Tagungsräumen für ein bevorstehendes Event oder nach neuen Give-Aways für treue Kunden gesucht werden. Die Möglichkeiten der Informationsgewinnung sind grenzenlos. Es ist daher auch kein Wunder, dass viele Mitarbeiter morgens den Browser öffnen und erst abends wieder schließen.

Der Browser spielt als Tor zum World Wide Web eine zentrale Rolle im geschäftlichen Alltag. Und diese Rolle sollte dementsprechend nicht verkannt werden – und zwar aus zweifacher Hinsicht. Auf der einen Seite muss der Browser natürlich bestmöglich funktionieren. Auf der anderen Seite muss er aber auch möglichst sicher sein, damit er andersherum nicht zum Einfallstor für Cyberkriminelle wird.

Angreifer können nämlich schädlichen Code auf Websites platzieren oder in E-Mails verstecken und sich dadurch unter Umständen Zugang zum Computer des Nutzers verschaffen. Außerdem machen auch Sicherheitslücken in Browsern immer mal wieder von sich reden. Die Browser-Sicherheit ist daher extrem relevant. Viele Unternehmen stellen sich daher die Frage: Welcher Browser ist der sicherste – und beste?

Zu sehen ist ein Laptop auf einem Küchentisch, aufgerufen ist der Google-Chrome-Browser. Die arme des Nutzers sind ebenfalls zu sehen. Er fragt sich: Welcher Browser ist der sicherste? Bild: Pexels/Firmbee

Haben Sie sich bei der Arbeit auch schon gefragt: Welcher Browser ist der sicherste? Bild: Pexels/Firmbee

Was ist ein (Web-)Browser?

Falls Sie sich an dieser Stelle fragen, was ein Browser eigentlich ist, hier die Antwort: Ein Browser beziehungsweise Webbrowser ist eine meist kostenlose Software, die der grafischen Darstellung von Webseiten dient. Das funktioniert folgendermaßen: Sie geben eine URL in den Browser ein, dieser fragt beim Zielserver an, auf dem die gesuchte Webseite gehosted wird, und der Server antwortet, indem er den Inhalt der Webseite zurückspielt.

Allerdings besteht dieser Inhalt erst einmal nur aus HTML-Code, Bildern, Videos und Co. Diese Informationen werden durch die Browser-Software in eine grafische Darstellung umgewandelt, mit der der Endnutzer auch etwas anfangen kann. Der Browser dient also sozusagen als Vermittler zwischen der Codierung der Webseite und dem User.

Es gibt inzwischen eine Vielzahl an Browsern. Am bekanntesten sind dabei Google Chrome, Mozilla Firefox, Microsoft Edge (Nachfolger des Internet Explorer), Apples Safari und Opera. Das Prinzip der grafischen Aufbereitung von Codierung und Co. ist bei allen gleich; sie unterscheiden sich aber unter anderem durch ihre Sicherheitsfunktionen. Aber welcher Browser ist der sicherste – und beste?

Welcher Browser ist der sicherste – und beste?

Pauschal lässt sich die Frage, welcher Browser ist der sicherste, nicht beantworten. Jeder Browser hat nämlich ganz individuelle Vorteile und Nachteile, sodass es Sinn macht, jeden einzelnen unter die Lupe zu nehmen. Wir beschränken diesen Überblick auf die fünf erfolgreichsten Webbrowser, die den Kuchen in größeren und kleineren Stücken unter sich aufteilen. Wie groß diese Stücke genau sind, lässt sich allerdings nicht so einfach sagen, die verschiedene Quellen nennen verschiedene Zahlen. Wir nutzen an dieser Stelle die Angaben von Statista zur Browser-Nutzung in Deutschland von März 2021.

Chrome ist demnach mit 45,88 Prozent Marktanteil der Platzhirsch. Die Nutzung von Firefox zeigt eine absteigende Tendenz; aktuell liegt der Marktanteil bei 20,93 Prozent. Das stärkste Wachstum legt aktuell Microsoft Edge hin: Seit Januar 2020 ist der Anteil bis auf 12,64 gestiegen. Der Marktanteil von Safari steigt deutlich langsamer und liegt nun bei 11,23 Prozent. Das Schlusslicht ist mit 6,11 Prozent Opera.

Diese fünf bekanntesten Browser werden nachfolgend kurz vorgestellt und in Bezug auf ihre Sicherheit bewertet. Aber eines vorweg: Am Ende müssen Sie die eingangs gestellte Frage – sprich: Welcher Browser ist der sicherste und beste? – leider individuell für Ihr Unternehmen beantworten.

Chrome: Googles sicherer Browser?

Der 2008 erstmals erschienene Chrome-Browser funktioniert auf allen gängigen Betriebssystemen und auf allen Endgeräten, was wohl einer der Gründe für den hohen Marktanteil ist. Auf der Produktseite von Chrome heißt es, dass der Browser standardmäßig mit umfassenden Sicherheitsfunktionen ausgestattet ist und der Nutzer selbst kein Sicherheitsexperte sein muss, um sich damit im Web sicher fühlen. Hier einige Features:

  • Der Browser warnt vor irreführenden und gefährlichen Webseiten und Downloads, die möglicherweise Passwörter stehlen oder den Computer infizieren.
  • Durch fortschrittliche Technologien wie Website-Isolierung, Sandboxing und präventivem Phishing-Schutz soll Chrome den Nutzer vor Sicherheitsbedrohungen schützen. Sandboxing beispielsweise dient dazu, laufende Programme voneinander zu trennen – in diesem Fall das Web vom Rest des Computers – und dadurch die Verbreitung von Schadsoftware zu verhindern.
  • Chrome führt für Phishing und für Malware jeweils eine eigene Blacklist, die auch regelmäßig Aktualisierungen erhalten. Nutzer erhalten dadurch Warnungen vor potenziell schädlichen Webseiten.
  • Chrome wird alle sechs Wochen automatisch aktualisiert. Das heißt, dass Sicherheitsfunktionen und Fehlerkorrekturen immer dem neusten Stand entsprechen. Bei schwerwiegenden Sicherheitsproblemen werden Updates sogar innerhalb von 24 Stunden automatisch ausgespielt.

Unser Fazit: Diese und weitere Features sorgen dafür, dass Chrome hinsichtlich der Sicherheit ein sehr guten Ruf genießt. Es gibt allerdings auch Kritik an Chrome – und zwar wenn es um das Thema Datenschutz geht. Google ist bekannt dafür, von Internetnutzern möglichst genaue Nutzerprofile zu erstellen, um beispielsweise durch gezielte Werbemöglichkeiten Geld zu verdienen. Aber: Viele Dienste, die in Chrome standardmäßig Tracking durchführen, lassen sich über die Einstellungen deaktivieren, sodass sich dieses Manko ausmerzen lässt.

Zu sehen ist ein Screenshot der Produktseite von Google Chrome. Es geht um die Frage: Welcher Browser ist der sicherste? Bild: Screenshot

Google Chrome wirbt damit, jetzt noch einfacher, sicherer und schneller als je zuvor zu sein. Bild: Screenshot

Firefox – der Browser von Mozilla

Wie Chrome ist auch Firefox für jedes Betriebsgerät und jedes Endgerät verfügbar. Obwohl Mozilla verspricht, mit Firefox einen blitzschnellen Browser zu bieten, der die Privatsphäre respektiert, keine zwielichtigen Datenschutzhinweise nutzt und Werbetreibenden keine Hintertürchen bietet, ist der Markanteil von 16,88 Prozent im Januar 2018 auf 9,73 Prozent im Mai 2021 gefallen. Dabei scheint Firefox definitiv seine Vorzüge zu haben:

  • Firefox sammelt nur sehr wenige Daten und verkauft diese auch nicht weiter. Die wenigen Daten, die gesammelt werden, dienen allein zur Verbesserung der Firefox-Funktionen. Der Nutzer muss beim Download noch nicht einmal seine E-Mail-Adresse preisgeben.
  • Bei Firefox sind Tracking-Cookies standardmäßig blockiert. Dadurch hindert der Browser Webseiten und Unternehmen daran, das Surf- und Suchverhalten der Nutzer zu verfolgen – egal ob im normalen Surf-Modus oder im privaten Modus.
  • Auch Fingerprinting und Cryptomining lassen sich bei Firefox blockieren. Heimliches Cryptomining kann dazu führen, dass der Rechner heiß läuft und die Akkuleistung schneller aufgebraucht ist – Firefox lässt das nicht zu.
  • Auch die Verfolgung durch soziale Netzwerke können Nutzer in den Einstellungen blockieren.
  • Mit Warnungen zu Websites mit Datenlecks, einem eingebauten Passwort-Manager und einem individuellen Privatsphäre-Bericht bietet Firefox weitere Sicherheitsfunktionen.
  • Bei Firefox werden Updates ebenfalls automatisch ausgespielt, damit neu entdeckte Sicherheitslücken direkt geschlossen werden können.

Unser Fazit: Mozilla gibt an, kein finanzielles Interesse daran zu haben, die Nutzeraktivitäten im Web zu verfolgen – und wird deswegen auch in Sachen Datenschutz als „Spitzenklasse“ bewertet. Aber auch hier hat die Medaille eine Kehrseite, denn Firefox konnte es lange Zeit in Sachen IT-Sicherheit nicht mit dem Marktführer Chrome aufnehmen. Vor allem das Fehlen der Sandboxing-Technologie wurde häufig bemängelt. Aber auch hier holt Mozillas Browser allmählich auf und kann inzwischen in sehr vielen Bereichen auch als sicherer Browser punkten.

Zu sehen ist ein Screenshot der Produktseite von Mozilla Firefox. Es geht um die Frage: Welcher Browser ist der sicherste? Bild: Screenshot

So stellt Mozilla Firefox vor. Es soll ein sehr sicherer Browser sein Bild: Screenshot

Microsoft Edge – Nachfolger des Internet Explorer

Microsoft Edge ist als Nachfolger des Internet Explorer der aktuelle Standard-Browser von Windows. Und er hat einen großen Vorteil auf seiner Seite: Als Microsoft-Produkt fügt sich Edge perfekt in das Windows-Ökosystem ein, wodurch sowohl der Stromverbrauch als auch die Datensicherheit optimiert sind. Hier einige spezifische Sicherheitsvorteile von Edge:

  • In Bezug auf die Sammlung und Verwendung von Browser-Daten verspricht Microsoft Transparenz. Auf dieser Grundlage sollen Nutzer eigenständig Entscheidungen treffen und die Kontrolle über ihre Daten übernehmen können. Das betrifft auch das Tracking durch andere Webseiten, das Nutzer auf Wunsch blockieren können.
  • Wie die meisten anderen Webbrowser auch, verfügt Edge über einen privaten Modus. Das bedeutet, dass Browser-Daten wie Verlauf, temporäre Internetdateien und Cookies nach der Sitzung nicht auf dem Gerät gespeichert und genauso wenig mit dem Microsoft-Konto verknüpft sind.
  • Der Microsoft Defender SmartScreen ist in Microsoft Edge integriert und standardmäßig aktiviert. Der Smart-Screen-Filter schützt den Nutzer sowohl vor Phishing- und Malware-Websites, als auch vor einem Download möglicherweise schädlicher Dateien.
  • Auch Edge verendet die Sandboxing-Technologie für Websites, sodass der Rest des Computers vor einer Verbreitung von Schadsoftware bestmöglich geschützt ist.
  • Mit dem Code Integrity Guard (CIG) und der Arbitrary Code Guard (ACG) weist Edge integrierte Sicherheitsfunktionen auf, die verhindern, dass schadhafte Codes in den Gerätespeicher gelangen.
  • Über das Microsoft-Privacy-Dashboard können Nutzer ihre Einstellungen zu Sicherheit und Datenschutz einfach verwalten.

Unser Fazit: Während es für den Vorgänger Internet Explorer sehr häufig Kritik an der mangelnden Sicherheit gab, hat Microsoft mit Edge einen Webbrowser entwickelt, der es mit Chrome und Co. aufnehmen und besonders im Bereich der Erkennung von Phishing und Malware punkten kann. Aber: Wie bei allen anderen Browsern haben Hacker auch hier Erfolg, wenn sie es wirklich darauf anlegen – wie zum Beispiel beim jährlichen Hacking-Wettbewerb Pwn2Own.

Zu sehen ist ein Screenshot der Produktseite von Microsoft Edge. Es geht um die Frage: Welcher Browser ist der sicherste? Bild: Screenshot

Auch Microsoft Edge soll größten Wert auf die Privatsphäre legen. Bild: Screenshot

Safari – sicherer Browser von Apple?

Der Browser Safari ist nur auf Apple-Geräten verfügbar, was ihn in vielen Unternehmen direkt disqualifiziert. Denn: Apple-Geräte fallen nun einmal in die höhere Preisklasse und damit aus dem Preisrahmen vieler Unternehmen. Nichtsdestotrotz verzeichnet Safari den viertgrößten Marktanteil. Auch das hat seine Gründe. Zum Beispiel ist Apple mit dem iPhone vor Samsung Marktführer beim Verkauf von Smartphones – der Standard-Browser darauf ist Safari. Und auch mit Sicherheit kann Safari punkten:

  • Safari ist dafür konzipiert, dem Nutzer möglichst viele Auswahloptionen dazu zu bieten, welche Daten er teilen möchte. So lässt sich auch die Option von Cross-Site-Tracking deaktivieren, wodurch die Tracking- oder Verfolgungsdaten in regelmäßigen Abständen gelöscht werden. Apple wird für diese intelligente Tracking-Prävention oft gelobt.
  • Auch Warnungen vor betrügerischen Webseiten lassen sich aktivieren. Eine solche Warnung wird beispielsweise ausgespielt, wenn der Nutzer eine Webseite besucht, die unter Phishing-Verdacht steht. Dazu werden die Website-Informationen an den Google-Dienst „Safe Browsing“ gesendet, der die Seite überprüft. Aber: Es besteht die Möglichkeit, dass Google die IP-Adresse des Nutzers protokolliert.
  • Mit der Option „Privates Surfen“ können Nutzer verhindern, dass Safari sich besuchte Webseiten merkt. Allerdings funktionieren dann auch manche Funktionen nicht, beispielsweise das automatische Ausfüllen.
  • Die automatische Nutzung starker Kennwörter wird durch einen integrierten Kennwortsicherheitsanalysator sichergestellt.
  • Safari ist der einzige große Browser der noch mit WebKit als Rendering-Engine – also zur grafischen Darstellung – nutzt. Daher ist es für Cyberkriminelle oft ein zu großer Aufwand, für diese „Nische“ spezielle Angriffstechniken zu entwickeln.

Unser Fazit: In letzter Zeit sind zwar häufiger Sicherheitslücken bei Safari bekannt geworden; prinzipiell hat Apple aber immer noch den Ruf, es mit Sicherheit und Datenschutz ernst zu nehmen. Aber: Ganz sicher sein kann sich der Nutzer bezüglich der Verwendung seiner Daten nicht; schließlich ist und bleibt auch Apple ein profitorientierter Großkonzern.

Ein MacBook steht auf einem Küchentisch, darauf ist der Safari-Browser aufgerufen. Bild: Unsplash/Igor Miske

Safari ist der Standard-Browser bei Apple-Geräten – aber ist er auch ein sicherer Browser? Bild: Unsplash/Igor Miske

Opera – der Außenseiter unter den Browsern

Mit nur 0,74 Prozent Marktanteil kommt Opera definitiv eine Außenseiterposition zu. Dabei setzt der Browser genau wie Chrome auf den Open-Source-Kern Chromium. Bedeutet: Beide nutzen dieselbe sichere Architektur. Noch dazu teilt Opera mit Firefox den Fokus auf Datenschutz. Und das sind nicht die einzigen Pluspunkte, wie die folgende Aufzählung zeigt:

  • Opera gibt an, dass Nutzer des Browsers in weiten Teilen für den Hersteller anonym bleiben. Das gelingt beispielsweise dadurch, dass zur Erstellung eines Opera-Nutzerkontos nur ein Benutzername und eine E-Mail-Adresse anzugeben sind – und diese können fiktiv beziehungsweise nichtssagend sein.
  • Bei der Installation von Opera wird eine zufällige Installations-ID generiert, die aber keinen Rückschluss beispielsweise auf die Identität des Nutzers erlaubt.
  • Einerseits zur Verbesserung des eigenen Produkts, andererseits für personalisierte Werbung kann auch Opera Daten sammeln. Der Nutzer kann dem aber durch die Einstellungen widersprechen.
  • Durch einen integrierten Werbeblocker sind Nutzerdaten nicht nur gut geschützt; er sorgt auch für ein schnelleres Laden von Webseiten. Der Werbeblocker kann in den Browser-Einstellungen ganz einfach aktiviert werden, für einzelne Webseiten lässt er sich auf Wunsch aber auch deaktivieren.
  • In den Browser ist bereits ein kostenloses VPN integriert. Dadurch werden Nutzer beim Surfen abgeschirmt und das Tracking wird verhindert. Die Verfolgung durch Cookies von Drittanbietern können Nutzer in den Einstellungen ebenfalls ablehnen.

Unser Fazit: Sicherheit wie bei Chrome, Datenschutz wie bei Firefox – das hört sich nach einer starken Kombination an. Allerdings gibt es auch bei Opera einen entscheidenden Kritikpunkt: Der Browser ist keine vollständige Open-Source-Software, was bedeutet, dass sich die Aussagen des Herstellers zur Umsetzung von Datenschutz und Sicherheit letztlich nicht überprüfen lassen. Nutzer müssen also darauf vertrauen, dass er sich an die Versprechungen hält und dass Opera tatsächlich ein sicherer Browser ist.

Zu sehen ist ein Screenshot der Produktseite von Opera. Bild: Screenshot

Opera ist der Außenseiter unter den Browsern. Ist er dennoch der sicherste Browser? Bild: Screenshot

Sicherer Browser: Der Nutzer gibt den Ausschlag

Welcher Browser ist der sicherste? – Der Beantwortung dieser Frage sind wir nun etwas näher gekommen. Am Ende hängt die Browser-Sicherheit aber immer davon ab, wie der Nutzer damit umgeht. Wenn er beispielsweise sämtliche durch den Browser ausgegebene Warnungen in den Wind schlägt, helfen die besten Mechanismen zur Bedrohungserkennung auch nicht weiter. Mitarbeiter sollten daher folgende Hinweise beherzigen:

  • Achten Sie auf SSL-Verschlüsselung!
    Webseiten gelten als sicher, wenn ihre URL mit „https“ statt „http“ beginnt. Ein kleines Vorhängeschloss-Symbol in der Adresszeile weist bei den meisten Browsern auf eine solche verschlüsselte Verbindung hin. Ohne diese Verschlüsselung können gerade beim Online-Banking und Online-Shopping Zahlungsdaten in die falschen Hände geraten.
  • Spielen Sie regelmäßig Updates aus!
    Sowohl die Browser-Software als auch alle anderen Anwendungen und das Betriebssystem lassen sich durch das Ausspielen von Updates regelmäßig warten. Bekannte Sicherheitslücken lassen sich dadurch schließen.
  • Seien Sie sich der Gefahr von Phishing bewusst!
    Phishing droht Internetnutzern von allen Seiten. Häufig beginnen Phishing-Attacken mit einer E-Mail und einem darin enthaltenen Link zu einer bekannten Webseite. Er führt aber nicht zur echten Webseite, sondern zu einer täuschend echt aussehenden Phishing-Webseite. Hier können Nutzerdaten abgefragt und abgegriffen werden.
  • Installieren Sie nur vertrauenswürdige Programme!
    Sie haben auf einer Webseite ein Programm gefunden, das interessant klingt? Bevor Sie es herunterladen, sollten Sie prüfen, ob die Webseite, auf der Sie sich befinden, vertrauenswürdig ist. Oft hilft es, nach Erfahrungsberichten zu suchen.
  • Nutzen Sie Add-Ons sparsam!
    Browser-Erweiterungen sind nützlich; sie können aber auch die Angriffsfläche des Browsers erweitern und teilweise sogar das Surfverhalten überwachen. Zudem ist es möglich, dass ursprünglich nützliche Erweiterungen verkauft und durch den Käufer zu Malware umfunktioniert werden. Überlegen Sie sich daher gut, ob Sie ein Add-On wirklich benötigen.

Geben Sie diese Hinweise zur Browser-Sicherheit am besten an Ihre Mitarbeiter weiter. Denn: Dadurch können Sie das Risiko von Cyberbedrohungen durch die Internetnutzung minimieren.

Welcher Browser ist der sicherste? – IT-Experten beraten

Sie sehen: Jeder der vorgestellten Browser hat sein Für und Wider, sodass es keine eindeutige Antwort auf diese Frage gibt: Welcher Browser ist der sicherste? Letztlich muss jedes Unternehmen für sich abwägen, welche Kriterien am wichtigsten sind und welchen Browser es den Mitarbeitern als Standard-Browser empfehlen möchte. Unser Tipp: Leiten Sie Ihre Mitarbeiter dabei an, dass sie den ausgewählten Standard-Browser gemäß den höchsten Sicherheitsanforderungen konfigurieren. Dazu können Sie beispielsweise einen kleinen Leitfaden erstellen und anschließend bereitstellen.

Außerdem können Sie auf den Arbeitsgeräten festlegen, dass nur IT-Admins heruntergeladene Anwendungen installieren können. Die Gefahr, dass Mitarbeiter durch Download und Installation eines Programms auf ihrem Computer Schadcodes aktivieren und dadurch Zutritt zum Unternehmensnetzwerk gewähren, wird dadurch gebannt. Wenn Sie dabei Unterstützung benötigen, helfen Ihnen die Experten aus dem IT-SERVICE.NETWORK gern weiter.

Und welcher Browser ist der sicherste für Ihr Unternehmen? Wie auch immer Ihre Antwort darauf lautet: Grundsätzlich gilt, dass auch ein an sich sehr sicherer Browser stets auf dem aktuellsten Stand sein muss. Damit Sie keines dieser wichtigen Updates verpassen, bieten Ihnen die im IT-SERVICE.NETWORK angeschlossen IT-Systemhäuser ein Patch-Management an, mit dem sie zur Verfügung stehende Updates für sämtliche Programme aufspielen. Meist passiert das über Nacht, sodass keine wichtigen Prozesse gestört werden. Hört sich gut an? Dann nehmen Sie Kontakt auf!


Weiterführende Links:
Statista,
Google, Google, Apple, Mozilla, Mozilla, Microsoft, Microsoft, KnowBe4, Opera, Opera, Opera, Netzsieger

Janina Kröger

Seit Anfang 2019 ist Janina Kröger für den Blog des IT-SERVICE.NETWORK verantwortlich. Neue IT-Trends? Wichtige Business-News? Die studierte Germanistin und ausgebildete Redakteurin behält nicht nur das Geschehen auf dem IT-Markt im Blick, sondern versteht es zudem, das IT-Wissen des IT-SERVICE.NETWORK verständlich aufzubereiten.

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