IT-Trends 2021

IT-Sicherheit gibt den Ton an – aber nicht allein

Von in Aktuelles
28
Dez
'20

Das Jahr 2020 hat gezeigt, dass es mit Prognosen immer so eine Sache ist. Niemand hätte beispielsweise vor zwölf Monaten gedacht, dass sich das Home Office derart durchsetzen würde. Dennoch wollen wir es wagen und einen Blick auf die IT-Trends 2021 werfen.

Investitionen in die IT-Sicherheit haben viele Unternehmen auf der Agenda. Aber was noch?

Zu sehen ist ein Terminplaner für 2021. Darin werden auch die IT-Trends 2021notiert. Bild: Unsplash/Anne Nygard

Welche IT-Trends sollten Sie 2021 auf der Agenda haben? Bild: Unsplash/Anne Nygard

Was werden die IT-Trends 2021?

Es ist inzwischen Tradition in unserem Blog, dass wir uns zum Jahreswechsel jene IT-Themen anschauen, die Unternehmen im neuen Jahr auf der Agenda haben sollten. Nach den IT-Trends 2017, 2018, 2019 und 2020 sind nun also die IT-Trends 2021 an der Reihe. Dieses außergewöhnliche Jahr hat uns allerdings gezeigt, dass Prognosen schwer aufzustellen sind. Oder hätten Sie damit gerechnet, dass das Jahr 2020 aus IT-Sicht in die Geschichte eingehen würde, weil es der Digitalisierung einen Turboschub verpasst hat? Vermutlich nicht.

Nichtsdestotrotz lassen sich Vermutungen anstellen. Erste Tendenzen sind nämlich durchaus erkennbar. Allen voran ist hier das Bedürfnis vieler Unternehmen nach mehr IT-Sicherheit zu nennen. Und tatsächlich: Vor dem Hintergrund, dass sich die Angriffsfläche sehr vieler Unternehmensnetzwerke durch die Verlagerung eines Großteils der Mitarbeiter ins Home Office massiv vergrößert hat und Cyberkriminelle diese neue Spielwiese längst für sich entdeckt haben, besteht in vielen Unternehmen eine dringende Notwendigkeit, diesbezüglich nachzubessern. Die IT-Sicherheit gibt bei den IT-Trends 2021 daher sicherlich den Ton an.

IT-Trends 2021 im Überblick

Es gibt neben der IT-Sicherheit aber natürlich noch weitere IT-Trends 2021. Einige dieser Trends stehen mit der IT-Sicherheit und den im Pandemie-Jahr ausgelösten Entwicklungen durchaus im Zusammenhang – beispielsweise die auch weiterhin bestehende Verstärkung von Home Office beziehungsweise Remote Work.

Andere Trends greifen dagegen Herausforderungen auf, die schon seit längerer Zeit dräuen und denen sich viele kleine und mittelständische Unternehmen wohl oder übel irgendwann stellen müssen. Was spricht dagegen, diese Themen im Jahr 2021 endlich anzugehen?

Im Folgenden geben wir Ihnen einen Überblick über die IT-Trends 2021 und gehen etwas genauer auf die verschiedenen IT-Themen ein, die Sie in Ihrem Unternehmen ebenfalls auf die Agenda setzen sollten.

Trend 1: Wachsendes Bedürfnis nach IT-Sicherheit

Bei der Optimierung der IT-Sicherheit handelt es sich um eine Notwendigkeit, denn letztlich kann die IT-Sicherheit über Existenz oder Untergang eines Unternehmens entscheiden. Warum? Weil sich Cyberkriminelle ohne eine umfassende IT-Sicherheit Zugang zum Unternehmensnetzwerk verschaffen, Daten abgreifen und/oder verschlüsseln könnten, um dann hohe Lösegeldforderungen stellen zu können.

Dieses Bewusstsein hat sich inzwischen zum Glück durchgesetzt. Das lässt sich anhand von Zahlen zeigen: 2020 sind laut einer Hochrechnung 5,2 Milliarden Euro für Hardware, Software und Services aus dem Bereich IT-Sicherheit ausgeben worden. Nachdem bereits 2019 ein Rekordjahr für derlei Ausgaben war, wird der damalige Wert damit noch einmal um 5,6 Prozent übertroffen. Mehr als die Hälfte der Ausgaben fließt übrigens in Dienstleistungen durch externe IT-Dienstleister.

Ein Ende dieser Entwicklung ist derzeit nicht in Sicht. Denn: Für das Jahr 2021 erwarten Experten erneut ein Wachstum – und zwar um 9,3 Prozent auf 5,7 Milliarden Euro.

Ein Mann hält einen Laptop mit dem Bildschirm in Richtung Kamera. Darauf steht: You've been hacked. Es geht um Cyberangriffe 2020. Bild: Pexels/Saksham Choudhary

Cyber-Bedrohungen werden auch in 2021 weiter zunehmen. Bild: Pexels/Saksham Choudhary

Trend 2: Cyber-Bedrohungen nehmen zu

Das Bedürfnis nach mehr IT-Sicherheit ist absolut begründet. Denn: Die Cyber-Bedrohungen werden erwartungsgemäß weiter zunehmen. Cyberkriminelle haben erkannt, dass auch kleine und mittelständische Unternehmen die Möglichkeit bieten, zum Beispiel durch Ransomware-Attacken schnelles Geld zu verdienen. Das hat sich auch schon bei den Cyberangriffen 2020 gezeigt. Vor allem Phishing-Attacken zeigten sich hier erfolgreich, da diese durch effizientere Techniken und augenscheinliche Authentizität immer professioneller ablaufen.

Hinzu kommt, dass Cyberattacken den Kriminellen nur wenig Arbeit machen. Angriffe finden nämlich zunehmend automatisiert statt. Wenn beispielsweise mit der Veröffentlichung eines Software-Updates neue Schwachstelle bekannt werden, können Hacker diese gezielt und weitflächig anvisieren. Dadurch muss ein Unternehmen gar nicht von besonderem Interesse sein, um in das Visier der Cyberkriminellen zu geraten – es muss einfach nur in der Ausspielung von Sicherheitsupdates nachlässig sein.

Zudem setzt sich der Ansatz von Ransomware-as-a-Service beziehungsweise Cybercrime-as-a-Service immer stärker durch. Hier kaufen Cyberkriminelle Erpresser-Software einfach ein, anstatt sie selbst zu entwickeln. Schlecht für Unternehmen: Durch die komplexen kriminellen Netzwerke erweitert sich die Zahl der Aktivitäten massiv.

Trend 3: Remote Work bleibt

An den wachsenden Cyberbedrohungen sind Home Office und Remote Work nicht ganz unschuldig. Kurz zur Unterscheidung: Home Office meint ausschließlich das Arbeiten von zuhause aus, Remote Work dagegen kann ortsunabhängig stattfinden. Durch diese flexiblen Arbeitsmodelle hat sich die Angriffsfläche von Unternehmen jedenfalls deutlich erweitert. Daraus lässt sich für 2021 ableiten: Es gilt, eine sichere Konnektivität umzusetzen.

Vor allem auch vor dem Hintergrund, dass ein Zurückrudern nicht mehr möglich scheint. Laut einer Umfrage des Branchenverbands Bitkom arbeiten aktuell 25 Prozent der Erwerbstätigen in Deutschland ausschließlich und weitere 20 Prozent teilweise im Home Office. Und sie wollen diese Möglichkeit auch in Zukunft behalten: Alle Befragten gaben an, dass sie sich wünschen, im Home Office arbeiten zu dürfen.

Arbeitgeber, die das Home Office kategorisch ausschließen, ziehen beim Werben um neue Mitarbeiter am Ende den Kürzeren. Sofern es für die jeweilige Stelle möglich ist, sollten Sie in Ihrem Unternehmen also unbedingt die organisatorischen und technischen Voraussetzungen für das Arbeiten im Home Office schaffen.

Trend 4: IT-Budgets sind umkämpft

Die vergangenen Jahre haben gezeigt, dass sich die Anforderungen für Unternehmen immer schneller verändern. Auch hier ist das dezentrale Arbeiten wieder das beste Beispiel: Im Januar 2020 noch Einzelfall, gab es im März 2020 kaum eine Alternative zum Home Office. Diese Entwicklung hat die Notwendigkeit von IT-Investitionen extrem vor Augen geführt, denn hier galt und gilt es, interne Prozesse und Strukturen sowohl organisatorisch als auch technisch zu optimieren.

Aber wie lassen sich erforderliche Anpassungen finanzieren? In der Unternehmenslandschaft gibt es dazu grundverschiedene Haltungen. Während die Geschäftsführer in einigen kleinen und mittelständischen Unternehmen unter erheblichem Druck stehen, die IT-Kosten im Jahr 2021 senken zu müssen, werden in anderen Betrieben steigende IT-Budgets eingeplant.

Eine Studie von Capgemini, für die 144 IT- und Fachverantwortliche von Großunternehmen und Behörden aus der D-A-CH-Region befragt wurden, nennt dazu Zahlen: 48,4 Prozent planen eine Erhöhung des IT-Budgets, bei 27 Prozent bleibt es auf Vorjahresniveau, bei knapp 15 Prozent steht eine Reduzierung an.

Zu sehen ist eine Grafik von Capgemini zu steigenden IT-Budgets als einem der IT-Trends 2021. Grafik: Capgemini

Höhere IT-Budgets sind einer der IT-Trends 2021. Grafik: Capgemini

Trend 5: Digitalisierung setzt sich fort

87 Prozent der Unternehmen und Behörden nahmen und nehmen die Corona-Pandemie zum Anlass, um die Digitalisierung weiter umzusetzen. Dabei war es nur ein Anfang, dass unter anderem mit der Einführung von Cloud-Lösungen innerhalb kürzester Zeit die technischen Voraussetzungen für mobiles Arbeiten geschaffen wurden. Darauf ist nun aufzubauen, indem die Digitalisierung von Geschäftsprozessen weiter vorangetrieben wird.

Es geht vor allem um die Verbesserung interner Prozesse und die Automatisierung von Abläufen mittels Cloud und Cloud-basierter Software. Hier ist nicht nur weitere Software einzuführen; vielmehr müssen bei den 2020 schnell eingeführten Tools auch unternehmensspezifische Anpassungen vorgenommen werden, um die Arbeit damit zu optimieren. Software-as-a-Service lautet dazu das Stichwort, denn viele der Lösungen lassen sich individuell erweitern und anpassen.

Die verschiedenen Bemühungen haben letztlich ein gemeinsames Ziel: Es gilt, das Unternehmen durch disruptive Technologien so krisenfest wie nur möglich aufzustellen – und die Cloud bildet dafür meist die Grundlage. Die Digitalisierung ist also auf der To-Do-Liste der meisten Unternehmen ein fest gesetzter Punkt.

Trend 6: Kunde rückt in den Fokus

Ein weiterer Trend ist, dass Kunden beziehungsweise Kundenkommunikation immer weiter in den Fokus rücken. Und auch das ist eine Lehre aus der Corona-Krise, denn sie hat in einigen Unternehmen deutliche Schwächen in diesem Bereich offengelegt. Kunden wollen zunehmend entlang der gesamten Customer Journey informiert sein. Das macht in Ihrem Unternehmen ein perfektes Zusammenspiel unterschiedlicher Systeme erforderlich – darunter Marketing, Vertrieb, Produktion, Logistik, und Kundenservice.

Im Zusammenhang damit stehen außerdem die Lieferketten eines Unternehmens. Während der Corona-Krise sind diese zunehmend unter Druck geraten, Verfügbarkeiten waren hier häufig der Dreh- und Angelpunkt. Für viele Unternehmen steht daher die Neuplanung und Neuausrichtung ihrer Lieferketten auf der Agenda des Jahres 2021. Im Idealfall steht am Ende dieser Kette dann ein durchweg zufriedener, informierter Kunde.

Die gute Nachricht für Sie: Auch Ihr Unternehmen rückt als Kunde in den Mittelpunkt Ihrer Zulieferer. Die Hersteller von Business-Software beispielsweise verbessern das Nutzererlebnis ihrer Anwendungen so sehr, dass es inzwischen an das B2C-Niveau heranreicht. Das erleichtert Ihnen und Ihren Mitarbeitern den Umgang damit enorm und verbessert somit wiederum die Produktivität.

Zu sehen sind stilisierte Datenströme. Einer der IT-Trends 2021 ist die wachsende Bedeutung der Datenverwertung. Bild: Unsplash/Joshua Sortino

Die Datenverwertung gewinnt an Bedeutung. Bild: Unsplash/Joshua Sortino

Trend 7: Datenverwertung immer wichtiger

Einige Experten bezeichnen 2021 als das Jahr der Datenkultur. Tatsächlich spielen Daten auch in einigen der bislang genannten Trends einen entscheidenden Part. Das beginnt damit, dass für die im Zuge der Digitalisierung zunehmende Automatisierung Daten als Grundlage dienen. Aus gesammelten Daten lassen sich nämlich Schlüsse ziehen, die dann eine weitergehende Automatisierung oft erst möglich machen.

Auch beim Fokus auf den Kunden spielen Data Analytics eine Rolle. Ein Grund dafür ist, dass Sie durch die Analyse des Kaufverhaltens beispielsweise Prognosen darüber aufstellen können, wie der künftige Bedarf für ein Produkt aussehen kann und Ihre Produktion dementsprechend anpassen. Damit erhalten Sie Verfügbarkeiten aufrecht und sichern sich die Gunst Ihres Kunden.

Ein letztes Beispiel für die Wichtigkeit von Daten liefert der Blick in eine Maschinenhalle. Ab 2021 wird praktisch keine neue Maschine mehr gebaut, die sich nicht mit dem Internet of Things verbinden lässt, jede Mengen Daten liefert und damit zum Beispiel wichtige Informationen zum Wartungszustand von Maschinen bereithält. Die Möglichkeiten, Daten zu Gunsten eines Unternehmens einzusetzen, sind schier unbegrenzt.

Trend 8: Outsourcing von IT-Aufgaben

An den vorangegangenen Trends sehen Sie bereits, dass die Liste der IT-Aufgaben im Jahr 2021 lang ist. Da besonders kleine und mittelständische Unternehmen oft nur einen IT-Verantwortlichen oder eine kleine IT-Abteilung beschäftigen, wird es immer schwieriger, der Vielzahl an hochkomplexen Aufgaben gerecht zu werden. Dieses Problem verschärft sich dadurch, dass durch den Fachkräftemangel in der IT-Branche in vielen Unternehmen spezialisierte Mitarbeiter fehlen.

Daraus ergibt sich der letzte Trend dieses Überblicks: Externe IT-Dienstleister übernehmen zunehmend die Aufgaben der unternehmenseigenen IT. Zu diesen Aufgaben zählen einzelne Projekte wie die Beratung und Einführung neuer Technologien. Aber auch die dauerhafte IT-Betreuung durch ein zuverlässiges Monitoring werden immer mehr durch Outsourcing von externen Dienstleistern übernommen.

Letztlich verspricht diese Entwicklung einige Vorteile. Indem Ihr Unternehmen auf sogenannte Managed Services baut, sichert es sich auf der einen Seite die Expertise eines IT-Fachmanns, der neue Entwicklungen und Bedrohungen ständig im Blick behält; auf der anderen Seite sparen Sie Kosten ein, wenn Ihr IT-Dienstleister IT-Aufgaben zum Festpreis übernimmt und dabei auch Sonderfälle mit abdeckt.

IT-Trends 2021: Unsere Experten unterstützen Sie

Wenn Sie ebenfalls auf der Suche nach einem IT-Partner sind, der die IT-Trends 2021 gemeinsam mit Ihnen angeht, werden Sie bei unseren Experten aus dem IT-SERVICE.NETWORK sicherlich fündig. Die IT-Dienstleister in unserem deutschlandweiten Netzwerk bauen ihr Portfolio an Dienstleistungen – auch im Bereich von Managed Services –  stetig aus.

Insbesondere im Bereich der IT-Sicherheit sorgen unsere IT-Experten dafür, dass Ihr Unternehmensnetzwerk mit den sich entwickelnden Bedrohungen und Schwachstellen dauerhaft Schritt halten kann. Über ein zuverlässiges Monitoring wird die Grundlage dafür geschaffen, dass sowohl IT-Risiken als auch anderweitige IT-Probleme unmittelbar erkannt werden. Unsere IT-Dienstleister können daraufhin proaktiv mit den gebotenen Maßnahmen reagieren. Damit beugen sie Gefahren und Ausfällen vor, im besten Falle bekommen Sie und Ihre Mitarbeiter davon gar nichts mit.

Sie möchten sich dazu beraten und sich weitere As-a-Service-Modelle vorstellen lassen? Dann nehmen Sie einfach Kontakt zu unserem Dienstleister in Ihrer Nähe auf – er berät Sie gern!


Weiterführende Links:
IT-Business, Pressebox, Trojaner Info, IT-Business, CIO, IT-Business, CapgeminiIT-Business 

Janina Kröger

Seit Anfang 2019 ist Janina Kröger für den Blog des IT-SERVICE.NETWORK verantwortlich. Neue IT-Trends? Wichtige Business-News? Die studierte Germanistin und ausgebildete Redakteurin behält nicht nur das Geschehen auf dem IT-Markt im Blick, sondern versteht es zudem, das IT-Wissen des IT-SERVICE.NETWORK verständlich aufzubereiten.

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