KfW-Fördergelder für die Digitalisierung

Höhere Fördermittel für KMUs

Von in Digitalisierung
30
Nov
'20

KfW-Fördergelder unterstützen KMUs bei der fortschreitenden Digitalisierung. Aber: Die nationale Förderbank stellt dabei auch einige Ansprüche. Beispielsweise sollen Unternehmen den digitalen Wandel ganzheitlich betrachten und vollziehen, anstatt auf kleine Insellösungen zu setzen.

Wir erklären, was genau hinter der Aufforderung steckt und welche Förderungen wann und wie möglich sind.

KfW-Fördergelder Digitalisierung

Wer jetzt in die Digitalisierung investiert, kann KfW-Fördergelder erhalten.

KfW-Fördergelder für KMUs

Gerade jetzt sollten kleine und mittlere Unternehmen verstärkt in die Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse investieren, empfiehlt die KfW. Daran ist die Corona-Pandemie nicht ganz unschuldig. Schon lange gelten ihre Auswirkungen für die Wirtschaft und Gesellschaft als der Digitalisierungstreiber schlechthin – und eine aktuelle Analyse des Digitalverbandes Bitkom bestätigt nun auch schwarz auf weiß, was eigentlich schon jeder wusste.

Die staatliche Förderbank möchte in diesem Zusammenhang auch ihren Beitrag leisten und lockt momentan mit erhöhten Förderquoten. Wichtig ist dabei aber, dass sich die Unternehmen dem digitalen Wandel ganzheitlich stellen. Mit dem Kauf und der Installation von einem Kollaborationstool für die standortunabhängige Zusammenarbeit in Zeiten von #stayhome ist es demnach nicht getan.

Staatliche Förderung ganzheitlicher Digitalisierungsprojekte

Viele KMUs digitalisierten ihr Unternehmen bislang vornehmlich gemäß der Salami-Taktik. Scheibchenweise investierten sie in die Automatisierung einzelner Prozesse oder cloudbasierte-Software. Um aber nicht nur mittelfristig, sondern auch langfristig am Markt zu bestehen, reicht das nicht aus, da sind sich die Experten einig.

Es geht also nicht nur darum, Stück für Stück das zu verbessern und zu modernisieren, was schon vorhanden ist, sondern auch neue Produkte, Services und Geschäftsmodelle zu entwickeln, die sich die Vorteile der Digitalisierung zunutze machen. Der Bund und die Länder möchten hierbei durch KfW-Fördergelder einen neuen Anreiz schaffen. Und gerade jetzt, wo viele Unternehmen aufgrund der Corona-Krise mehr Zeit haben, als ihnen lieb ist, bietet es sich an, das Thema anzugehen.

corona als digitalisierungstreiber

Nebenwirkung des Corona-Virus: Die Digitalisierung schreitet voran. Bild: Pixabay/MiroslavaChrienova

KfW-Fördergelder der Initiative „Digital Jetzt“

Das Programm „Digital Jetzt“ richtet sich an Betriebe mit einer Größe zwischen drei und 499 Mitarbeitern und umfasst maximal 50.000 Euro pro Unternehmen. Die Branche ist egal, es können also auch Handwerker oder Freischaffende profitieren. Einzige Voraussetzung: Der Unternehmenssitz muss in Deutschland liegen. Um an die KfW-Fördergelder der „Digital Jetzt“ Initiative zu gelangen, müssen sich Unternehmen für mindestens eines der folgenden Module entscheiden:

  • Modul „Investition in die Qualifizierung der Mitarbeitenden“: Die Qualifizierung der eigenen Mitarbeiter im Umgang mit digitalen Technologien ist das Ziel dieses Moduls. Dabei geht es besonders um die Förderung von Fähigkeiten, die bei der Umsetzung einer Digitalstrategie helfen. Die KfW-Bank fördert in diesem Zusammenhang Weiterbildungen unterschiedlicher Art, beispielsweise für den Erwerb von Grundlagen für das digitale Arbeiten oder Fortbildungen in den Bereichen Datenschutz und IT-Sicherheit. Wichtig ist dabei, dass der Weiterbildungsträger gemäß ISO 9001 zertifiziert ist und eine Akkreditierung nach AZAV vorweisen kann.
  • Modul „Investition in digitale Technologien“: Bei diesem Modul geht es um Investitionen in Software oder Hardware. Insbesondere dann, wenn sie der Vernetzung dienen. Ob intern oder extern spielt dabei keine Rolle. KfW-Fördergelder gibt es also beispielsweise für die Investition in KI, Cloud-Anwendungen oder gar den 3D-Drucker. Aber auch Zuschüsse zu Software für die IT-Sicherheit und den Datenschutz oder für Projekte rund um datenbasierte Geschäftsmodelle sind möglich.

Sie sehen: Die Fördermöglichkeiten sind recht breit gefächert. Und fest steht, dass es durchaus Sinn, diese Möglichkeiten beim Schopf zu ergreifen.

Weitere KfW-Fördergelder für Digitalisierungsprojekte

Auch wer in die Industrie 4.0 investieren möchte und dabei beispielsweise das Ziel verfolgt, ERP-Systeme mit seiner Produktion zu vernetzen, kann von den staatlichen Fördergeldern profitieren. Grundsätzlich sind Kredite bis zu einer Summe von satten 25 Millionen Euro möglich.

Darüber hinaus gibt es auch noch weitere Initiativen wie beispielsweise die des Landes Nordrhein-Westfalen mit dem Titel „Mittelstand Innovativ & Digital“. Bei einem positiven Bewilligungsbescheid erhalten KMUs hier zwischen 15.000 und 40.000 Euro für Projekte in den Bereichen Innovation, Digitalisierung und Analyse.

In Summe lässt sich eines festhalten: Wer die aktuelle Zeit jetzt nutzt, um den digitalen Wandel voranzutreiben, sollte definitiv seine individuellen Förderungsmöglichkeiten prüfen.

IT-Experten unterstützen bei der Umsetzung

Sie möchten sich Fördergelder zunutze machen und die Digitalisierung in Ihrem Unternehmen vorantreiben? Sie haben aber keine Vorstellung davon, welche Maßnahmen in Frage kommen und welche Kosten damit verbunden sind? Es fehlt Ihnen an einer geeigneten Digitalisierungsstrategie?

Sprechen Sie dazu gerne unsere Experten aus dem IT-SERVICE.NETWORK an. Sie helfen Ihnen gern dabei, eine solche Strategie individuell für Ihr Unternehmen zu erarbeiten und begleiten Sie anschließend auch bei der Umsetzung der einzelnen Maßnahmen. Auch bei der Aufstellung entstehender Kosten und der Antragsstellung für die entsprechenden Fördermittel bieten viele unserer Fachleute aktiv Hilfestellungen an.

Nehmen Sie unverbindlich Kontakt auf und informieren Sie sich über die Möglichkeiten. Denn ein Grundsatz gilt für alle unsere Partner: Wir beraten Sie gern!


Weiterführende Links:
Bitkom, ISO-Portal, Mittelstand Innovativ & Digital

Lena Klaus

Lena Klaus arbeitet seit 2018 als freie Autorin und SEO-Expertin für das IT-SERVICE.NETWORK. Seit 2013 kennt sie die IT-Branche und hat sich in diesem Zusammenhang auf B2C- und B2B-orientierte Content-Plattformen spezialisiert.

Fragen zum Artikel? Frag den Autor

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


* = Pflichtfelder
Bitte beachten Sie unsere Datenschutzerklärung

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.