Digitalisierung

Fördermittel für die Digitalisierung

Übersicht der Digital-Förderprogramme

von 07.09.2022
Ein Mann mit Tablet in der Hand ist eine Glasscheibe gelehnt. Er berät zum Förderprogramm Go Digital. Bild: Pexels/Andrea Piacquadio

Fördermittel für den digitalen Wandel stehen in unterschiedlichen Formen zur Verfügung. KMUs sind also nicht gezwungen, sich den finanziellen Herausforderungen der Digitalisierung alleine zu stellen.

Vielmehr ist es so, dass das Wissen rund um die Fördermittel fehlt. Wir geben Tipps und verraten, wie Sie das Maximum aus dem Fördertopf herausholen.

KMUs haben Anspruch auf Fördermittel

Dass die Digitalisierung das wichtigste Instrument ist, ein Unternehmen zukunftssicher und wettbewerbsfähig zu machen, ist kein Geheimnis. Dennoch fragen sich viele kleine und mittlere Betriebe häufig, wie sie ihren digitalen Wandel finanzieren sollen. Dass es entsprechende Fördermittel gibt, hat der ein oder andere wahrscheinlich schon gehört, aber im stressigen Unternehmensalltag fehlt dann oft doch die Zeit, sich genauer mit dem Thema auseinander zu setzen.

Dazu kommt auch: Die ganz großen Werbekampagnen von Vater Staat zu den Digitalisierungs-Fördergeldern sind noch nicht gelaufen. Und da häufig auch noch jedes Bundesland sein eigenes Süppchen kocht, ist es mitunter schwer herauszufinden, welche Möglichkeiten überhaupt existieren und wo sich die Beantragung von Fördermitteln lohnt.

Mitarbeiter eines Büros betrachten gemeinsam die Oberfläche einer Software. Es geht um das Thema digitales Vertragsmanagement. Bild: Unsplash/Jason Goodman

Gute Software vereinfacht Prozesse – und lässt sich mitunter durch Fördergelder finanzieren. Bild: Unsplash/Jason Goodman

Fördermittel sinnvoll einsetzen

Wie bereits beschrieben, ist der Erhalt von Fördergeldern abhängig davon, in welche IT- bzw. Digitalisierungsprojekte investiert werden soll. Generell raten Experten dazu, sich im Vorfeld detailliert zu dem Thema beraten zu lassen. Die Gefahr des „sich selbst Überholens“ kann ansonsten groß sein. Am sinnvollsten sind – in Zeiten steigender Cyberkrimininalität – auf jeden Fall immer Investitionen in die IT-Sicherheit. Denn selbst die modernste Technologie zur Prozessoptimierung und Datenverwaltung nützt nichts, wenn das Unternehmen Opfer einer Ransomware-Attacke wird.

Im zweiten Schritt sollte dann natürlich schon über Hard- und Software nachgedacht werden. Die Einführung eines Dokumentenmanagement-Systems lohnt sich beispielsweise immer, gleiches gilt für flexible IT-Lösungen, die mit dem Unternehmen mitwachsen können und skalierbar sind. Und zu guter Letzt natürlich: Die Cloud. Wohl kein IT-Projekt ist derart herausfordernd – und mitunter fallen auch hier die höchsten Kosten an, sodass sich die Beantragung von Fördermitteln ganz besonders lohnt.

Übrigens: Nicht immer müssen die Fördergelder für Produkte eingesetzt werden – auch Dienstleistungen wie beispielsweise IT-Security-Trainings lassen sich vom Bund oder Land mitfinanzieren.

Fördergelder für die Digitalisierung von Unternehmen

Staatliche Fördergelder rund um das Thema IT und Digitalisierung sollte jedes Unternehmen mitnehmen, das die Chance dazu hat. Generell stehen dafür unterschiedliche Förderprogramme zur Verfügung, die jeweils ihre eigenen Voraussetzungen haben. Die Höhe der Fördergelder erstreckt sich dabei auf Summen von bis zu 50.000 Euro. Im Folgenden stellen wir zunächst die drei Förderprogramme vor, die bundesweit gelten.

Zu sehen ist ein Homeoffice Arbeitsplatz mit Laptop und zusätzlichem Bildschirm. Thema des Artikel sind staatliche Fördermittel, die u. a. für Hardware genutzt werden können. mitfinanziert werden. Bild: Unsplash/Domenico Loia

Auch die Home Office Ausstattung kann über Fördermittel mitfinanziert werden. Bild: Unsplash/Domenico Loia

Go Digital

Eines der bekanntesten Förderprogramme, das auch bundesweit gilt, ist die Initiative „Go Digital“. Es richtet sich an Betriebe mit bis zu 100 Mitarbeitern und unterstützt in unterschiedlichen Kategorien wie beispielweise IT-Sicherheit, digitale Markterschließung, Geschäftsmodellentwicklung, Datenkompetenz und Prozessautomation. Maximal werden 16.500 Euro bei einer 50/50 Regelung ausgezahlt. Heißt: Es lassen sich entsprechende IT-Projekte im Gesamtwert von bis zu 33.000 Euro realisieren, wobei Vater Staat die Hälfte der Kosten übernimmt.

Digital Jetzt

Auch die Förderinitiative „Digital Jetzt“ richtet sich an Unternehmen in ganz Deutschland. Hier können auch die größeren Betriebe mit bis zu 499 Mitarbeitern profitieren, wenn sie digitale Projekte umsetzen. Bei „Digital Jetzt“ sind bis zu 50.000 Euro drin, ebenfalls aber nach der 50/50 Regelung aufgeteilt zwischen Staat und dem Unternehmen selbst. Gefördert werden Projekte, die wahlweise eine Investition in digitale Technologien oder in die Qualifizierung der Mitarbeiter in selbige darstellen.

Zu sehen sind die Hände von zwei Personen, ein Vertrag und ein Stift; hier soll ein Vertrag für das Förderprogramm Go Digital unterschrieben werden. Bild: Pexels Andrea/Piacquadio

Eine Voraussetzung im Förderprogramm „Go Digital“: Begünstigte Unternehmen und Beratungsfirmen müssen einen Vertrag schließen. Bild: Pexels Andrea/Piacquadio

BAFA – Förderung unternehmerischen Know-hows

Das BAFA-Förderprogramm richtet sich an drei unterschiedliche Unternehmensarten: Start-ups (jünger als zwei Jahre), Bestandsunternehmen und Unternehmen in Schieflage. Während für Start-ups bis zu 4.000 Euro zur Verfügung stehen, erhalten die anderen beiden bis zu 3.000 Euro. Das allgemeine Ziel der Initiative ist es, die geförderten Unternehmen zukunftssicher und wettbewerbsfähig zu machen. Beispielsweise durch die Einführung einer modernen Software oder auch Maßnahmen, die die Agilität verbessern.

Förderprogramme auf Landesebene

Neben den drei bundesweiten Förderinitiativen hat auch jedes Bundesland mindestens ein eigenes Programm:

  • Baden-Württemberg: Digitalisierungsprämie Plus, bis zu 12.000 Euro
  • Bayern: Digitalbonus Bayern, bis zu 50.000 Euro
  • Berlin: Digitalprämie Berlin, bis zu 17.000 Euro
  • Brandenburg: BIG Digital, bis zu 550.000 Euro
  • Bremen: Digitaler ReSTART, bis zu 17.000 Euro, und Beratungsförderungsprogramm zu Digitalisierung und Arbeit 4.0, bis zu  5.000 Euro
  • Hamburg: Hamburg Digital, bis zu 17.000
  • Hessen: Zuschuss für Digitalisierungsmaßnahmen, bis zu 10.000 Euro
  • Mecklenburg-Vorpommern: Unternehmensinvestitionen für Neugründungen und Anpassungen im Bereich Digitalisierung, bis zu 50.000 Euro
  • Niedersachen: Digitalbonus Niedersachen, bis zu 10.000 Euro, und Richtlinie DigitalHub.Niedersachsen, bis zu 500.000 Euro
  • Nordrhein-Westfalen: Mittelstand innovativ und Digital, bis zu 15.000 Euro, und Potenzialberatung, bis zu 5.000 Euro
  • Rheinland-Pfalz: BITT-Technologieberatung, bis zu 6.000 Euro, und DIGIBOOST, bis zu 75 % Förderquote
  • Schleswig-Holstein: Digitalisierung in kleinen Unternehmen (DigiBonus II), bis zu 17.000 Euro
  • Saarland: DigitalStarter Saarland, bis zu 10.000 Euro
  • Sachsen: Mittelstandsförderung – Digitalisierung von Geschäftsprozessen und Informationsschutz, bis zu 50.000 Euro
  • Sachsen-Anhalt: Beratungshilfeprogramm für Unternehmen, bis zu 6.000 Euro
  • Thüringen: Digitalbonus, bis zu 15.000 Euro

Auf den entsprechenden Webseiten des Bundesministeriums für Wirtschaft oder des Landes selbst finden sich alle weiteren Informationen und Details zu den jeweiligen Voraussetzungen.

Fördermittel für die Digitalisierung erhalten

Unsere Experten aus dem IT-SERVICE.NETWORK helfen Ihnen und Ihrem Unternehmen gern dabei, die Fördermittel zu beantragen und natürlich auch dabei, die daraus resultierenden Digitalisierungsprojekte umzusetzen. Wichtig zu wissen: Es gibt auch Fördergelder, die nur durch einen zertifizierten Dienstleister beantragt werden können – und gar nicht durch das Unternehmen selbst.

So oder so gilt: Ohne den richtigen Partner an der Seite, funktioniert das Projekt „Digitaler Wandel“ nicht. Nehmen Sie daher einfach Kontakt zu unseren erfahrenen IT-Dienstleistern und Digitalisierungsexperten auf und lassen Sie sich zu den verschiedenen Möglichkeiten beraten.

 


Weiterführende Links:
IT-Business, BMWI, Digital Jetzt, IT-Portal 24

Geschrieben von

Lena Klaus arbeitet seit 2018 als freie Autorin und SEO-Expertin für das IT-SERVICE.NETWORK. Seit 2013 kennt sie die IT-Branche und hat sich in diesem Zusammenhang auf B2C- und B2B-orientierte Content-Plattformen spezialisiert.

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